• vom 16.03.2017, 16:31 Uhr

Bühne

Update: 16.03.2017, 17:28 Uhr

Theaterkritik

Der alte Mann und die Bananen




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Von Theresa Luise Gindlstrasser


    Die Erzählung "Ein Bericht für eine Akademie" von Franz Kafka (1917) wurde schon mit Elsa Brod, der Frau von Max Brod, zu einer Rezitationsvorlage. Im Theater Nestroyhof Hamakom ist es der Schauspieler Michael Gruner, der die Geschichte von einer Wandlung zum Menschen erzählt. Was er vorher gewesen war? Ein Affe. Deswegen die Banane. Für eine wissenschaftliche Akademie hält er einen Rückblick auf sein Leben. In Gefangenschaft geraten, findet er einen Ausweg in der Anpassung an menschliche Verhaltensweisen. Das Publikum wird als Akademie angesprochen, das gelingt dank eleganter Spiegelwand (Bühne: Andreas Braito) sehr gut. Gruner steht im Anzug und mit Spazierstock da. Die tierische Körperhaltung, das Flöhe-Suchen im Pelz passieren ihm wie ein fröhliches Zitat aus lang vergangener Zeit.

    Regisseur Frédéric Lion verbindet diese Erzählung in einem Doppelabend mit "Das letzte Band" von Samuel Beckett. In diesem Einakter aus 1958 hört der kauzige Krapp alte Aufnahmen an. Hört sich selber beim Erzählen vom Leben und insbesondere der Liebe zu. Und was isst Krapp? Richtig! Bananen.

    Information

    Man sage nicht, es wäre der Mühe nicht wert gewesen
    Theater Nestroyhof Hamakom
    Wh: 17., 18. und 22. bis 25 März

    Neben dem Nahrungsmittel ist es aber auch die Form der melancholischen Rekapitulation, die den Abend zu einem Ganzen macht. Wobei der zweite Teil um einiges ernster und reduzierter gerät. Zurückhaltend nur wird der große Vorgang, das Anhören der Aufnahmen, von Bühnenhandlungen umrahmt. Weil hier auch die direkte Ansprache des Publikums fehlt, verliert sich der Text im Raum.





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    Dokumenten Information
    Copyright © Wiener Zeitung Online 2017
    Dokument erstellt am 2017-03-16 16:36:07
    Letzte nderung am 2017-03-16 17:28:36



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    CHAMPIGNON, 1850, Sepia, Kohle, Fettstift, Gouache auf Papier, 47,4 x 60,8 cm, Maisons de Victor Hugo, Paris/Guernesey,

    Edvard Munch beschäftigte sich in zahlreichen Werken mit dem Thema Melancholie, die er bevorzugt als einsame Person am Strand darstellte. Ein riesiges Medieninteresse begleitete den kurzen Auftritt des österreichischen Hollywood-Exports Christoph Waltz bei seinem Besuch der Viennale.

    Viennale-Interimschef Franz Schwartz (links) mit dem Stargast der Eröffnung: Schauspieler John Carroll Lynch zeigte sein Regiedebüt "Lucky" als Eröffnungsfilm der Viennale. Durch den Abend begleitete der Moderator Stephen Colbert. "Was auch immer Sie für den Präsidenten empfinden, Sie können nicht leugnen, dass jede Sendung auf eine Weise von Donald Trump beeinflusst wurde", sagte er zur Eröffnung der Emmy-Verleihung und machte damit deutlich, dass der Rest des Abends ziemlich politisch zugehen werde. "Warum habt ihr Trump keinen Emmy gegeben?", fragte er das Publikum. "Wenn er einen gewonnen hätte, wäre er vielleicht nie in das Rennen um die Präsidentschaft gegangen." Trump war in der Vergangenheit mehrfach für seine TV-Show "Celebrity Apprentice" nominiert worden, hatte aber nie gewonnen und sich darüber häufig öffentlich beschwert.

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