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Update: 18.04.2017, 16:24 Uhr

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  • Regisseur Michael Bogdanov starb mit 78 Jahren.

Michael Bogdanov.

Michael Bogdanov.© Warmuth/dpa Michael Bogdanov.© Warmuth/dpa

Hamburg/London. Die Meinungen über Regisseur Michael Bogdanov waren oft gespalten. Der Brite machte sich mit modernen Shakespeare-Inszenierungen einen Namen, in denen Akteure im Rockergewand auftraten und mit Motorrädern über die Bühne brausten. Wie erst jetzt bekannt wurde, starb er bereits am Ostersonntag im Alter von 78 Jahren.

Der international arbeitende Theatermann Bogdanov fand in Hamburg eine zweite Heimat. 1986, unter Intendant Peter Zadek, gab er sein Debüt im Schauspielhaus mit "Julius Cäsar". Von 1989 bis 1991 war er sogar Intendant am Hamburger Schauspielhaus. Danach inszenierte er regelmäßig an diversen Spielorten der Stadt sowie im ganzen deutschsprachigen Raum. Vor allem in den 1980er Jahren galten Bogdanovs Shakespeare-Inszenierungen als revolutionär. Während die einen schwärmten, tobten die anderen. Aber eines traf jedenfalls zu: "Wenn Bogdanov Shakespeare macht, schläft wenigstens keiner ein." Mit dem Schauspieler Michael Pennington gründete er die English Shakespeare Company, mit der er die Welt bereiste. Für Shakespeares "Rosenkriegs"-Zyklus bekam er 1990 den bedeutenden Laurence Olivier Award.


Für Axel Schneider, Intendant am Altoner Theater, an dem Bodganov zuletzt tätig war, schätzte den Künstler als "Menschenkenner" und "Motivator".




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Copyright © Wiener Zeitung Online 2017
Dokument erstellt am 2017-04-18 16:09:05
Letzte nderung am 2017-04-18 16:24:04



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