• vom 18.05.2017, 21:31 Uhr

Bühne


Theaterkritik

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Von Petra Paterno

  • Lehrstück über Benefizprojekt für Afrika.

Harald Krassnitzer hat leider abgesagt, ob Marika Lichters Promifaktor für die Benefizveranstaltung reicht, sei dahingestellt - und richtig in Rage reden sich die fünf Akteure bei der Frage, ob eine Freundin mitwirken kann, die schwarz ist. Schließlich geht es bei dem Benefiz-Event um Spenden für eine Schule in Afrika. Ist es für das Projekt hilfreich, wenn eine Schwarze auf der Bühne steht - oder besser nicht? Wie ist das eigentlich mit der Betroffenheit? Und wie zynisch ist überhaupt ein Spendenaufruf angesichts einer fundamental ungerechten Weltordnung?

Solche Fragen verhandelt Ingrid Lausunds "Benefiz - Jeder rettet einen Afrikaner", das nun in der Regie von Susanne Draxler im Wiener Kosmos Theater zu sehen ist. Das kurzweilige Stück verhandelt die Probensituation für eine Benefizveranstaltung. Zwischen launigen Kurzauftritten - Höhepunkt ist eine Diashow über das Leben in Afrika ohne Dias - debattieren die Schauspieler über Sinn und Zweck des Unternehmens. Michaela Bilgeri, Peter Bocek, Nikolaus Firmkranz, Maria Fliri und Florentin Groll berühren dabei auf luzide Weise Grundsatzfragen der Entwicklungshilfe.

Besondere Pointe des 90-minütigen Theaterabends: Das Schulprojekt, für das im Stück gespendet werden soll, gibt es tatsächlich. Seit 2004 unterhält die Deutsch-Guinesische Gesellschaft eine Volksschule im westafrikanischen Guinea Bissau. 2008 schrieb Autorin Lausund das Stück im Auftrag des Vereins. Jede Aufführung trägt mit den dabei gesammelten Spenden zum Erhalt des Projekts bei.

Politisches Theater, einmal ganz konkret. Weiter so.





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Copyright © Wiener Zeitung Online 2018
Dokument erstellt am 2017-05-18 16:57:18
Letzte nderung am 2017-05-18 17:04:16



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