• vom 19.06.2017, 16:23 Uhr

Bühne


Steirischer Herbst

Steirischer Herbst mit letzter Saison von Kaup-Hasler




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    Wien. Der Steirische Herbst findet in diesem Jahr zum 50. Mal statt. Blicke zurück, aber auch eine aktuelle Verortung des Festivals und der Gesellschaft, und die Auseinandersetzung mit Elfriede Jelineks "Kinder der Toten" drücken dem Programm 2017 den Stempel auf. Eröffnet wird das Festival am 22. September mit "to come (extended)" der dänischen Choreografin Mette Ingvartsen in der Helmut List Halle. Ihr letztes Intendantinnenjahr in Graz wollte Veronika Kaup-Hasler, die das Festival seit 2006 leitet, mit einer Frage bestreiten: "Where are we now?", stellte sie am Montag bei der Programmpräsentation in den Raum. Diese Frage könne nicht gestellt werden, ohne sich Gedanken darüber zu machen, "was hinter uns liegt und wie wir an diesem Punkt gelandet sind - oder wie es denn weitergehen könnte, künstlerisch und politisch". Die Frage umfasse "einen Moment des notwendigen Innehaltens ebenso wie die Orientierung als Voraussetzung für ein Weitergehen, Weitermachen, Handeln".

    "Lustzustände"
    Die Eröffnung gestaltet die Dänin Mette Ingvartsen mit einer Performance, in der es um Erregungszustände geht, wie Dramaturg Martin Baasch erklärte. In "to come (extended") wird sie in einer neuen Version einer Inszenierung aus 2005 ihre Gruppe aus 15 Tänzerinnen und Tänzer in blaue Ganzkörperanzüge hüllen und Lustzustände inszenieren.


    Als ein "Herzstück" des Steirischen Herbst bezeichnete Kaup-Hasler die Auseinandersetzung mit Elfriede Jelineks "Die Kinder der Toten". Die österreichische Literaturnobelpreisträgerin hat ihren 666-seitigen Roman aus dem Jahr 1995, den sie selbst als "Gespensterroman" bezeichnet hat, für eine Umsetzung durch das US-amerikanische Performance-Kollektiv Nature Theater of Oklahoma freigegeben. 2018 übernimmt Ekaterina Degot die Leitung des Festivals.




    Schlagwörter

    Steirischer Herbst, Festival, Graz

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    Dokument erstellt am 2017-06-19 16:26:05



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