• vom 07.07.2017, 16:21 Uhr

Bühne


Theaterkritik

Lachhafte Liebschaften




  • Artikel
  • Lesenswert (0)
  • Drucken
  • Leserbrief




Von Elisabeth Austaller

  • "Der letzte der feurigen Liebhaber" sorgt im Wald4tler Hoftheater für gute Unterhaltung.

Verführungsversuch: Jula Zangger und Günther Götsch. - © Hartl-Gobl

Verführungsversuch: Jula Zangger und Günther Götsch. © Hartl-Gobl

Zu den Klängen von Elvis Presleys "Surrender" betritt Fischrestaurant-Besitzer Barney Silberman die Bühne. Einen Nachmittag lang will er den trögen Alltag hinter sich lassen, einen Moment voller erotischer Verheißungen erleben, einmal richtig über die Stränge schlagen. Ort der Verführung ist die Wohnung der Mutter, im Stil der 60er Jahre blau tapeziert und gardinenbehangen (Bühnenbild: Klaus Gasperi). Dort lädt der kurios überzeichnete Mittvierziger nacheinander drei Damen ein. Die Erwartungen sind unermesslich, die Erfüllung fragwürdig. Der Titelheld aus Neil Simons Komödie "Der letzte der feurigen Liebhaber" hat es nicht leicht.

In der detailverliebten Regie von Hanspeter Horner werden Simons kurzatmige Schuss-Gegenschuss-Dialoge an der Grenze zur Albernheit inszeniert. Horner nutzt die Komik missglückender Kommunikation und bedient sich verschiedener Slapstick-Elemente.


Das Resultat ist gelungenes
Unterhaltungstheater, das im Wald4tler Hoftheater zu Gelächter und Jubel führt. Günther Götsch blüht in der Rolle des unbeholfenen Möchtegern-Fremdgehers auf, entwickelt sich vom schüchternen Charmeur zum Draufgänger. An seiner Seite wirkt Jula Zangger anfangs etwas hölzern, spielt sich aber warm und meistert souverän den Rollenwechsel von der koketten Elaine über die ausgeflippte Bobbi zur depressiven Jeanette.

Theater

Der letzte der feurigen Liebhaber

Wald4tler Hoftheater

Wh.: bis 15. Juli, Wiederaufnahme im August und November




Leserkommentare




Mit dem Absenden des Kommentars erkennen Sie unsere Online-Nutzungsbedingungen an.


captcha Absenden

* Pflichtfelder (E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht)


Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2018
Dokument erstellt am 2017-07-07 16:27:05



Beliebte Inhalte

Meistgelesen
  1. Kurz besucht Berlin - "taz" kommentiert mit Biss
  2. Tausend Tränen tief
  3. panik
  4. Neue Wege auf dunklen Straßen
  5. Das weiße Herz des Fernsehens
Meistkommentiert
  1. Kurz besucht Berlin - "taz" kommentiert mit Biss
  2. "Wir sind ein dummes, gewalttätiges Land"
  3. Das Mittelmaß des Wahnsinns
  4. Kunst- und Kulturverbände präsentieren Forderungen an die Regierung
  5. "Trocknen Sie die homogenen Sümpfe aus"

Werbung



Wissensdurstig, neugierig, seelenvoll und nachdenklich sieht David Bowie auf den Aufnahmen aus. Hier in August Wallas Zimmer.

Die 75. Golden Globes wurden zur Bühne der Frauen mit einer Kampfansage an Sexismus, Missbrauch und Benachteiligungn. "Ich möchte, dass heute alle Mädchen wissen, dass ein neues Zeitalter am Horizont anbricht", sagte die US-Entertainerin Oprah Winfrey in ihrer Dankesrede nach Empfang des Ehrenpreises für ihr Lebenswerk - und rührte viele im Saal zu Tränen. "Zu lang wurden Frauen nicht angehört oder ihnen wurde nicht geglaubt, wenn sie den Mut hatten, gegen die Macht von Männern aufzubegehren." Deren Tage seien nun gezählt. Jetzt müssten alle dafür kämpfen, dass es in Zukunft niemanden mehr gibt, der als Opfer "Me too" sagen muss, mahnte Winfrey. Zur ganzen Rede Ein Gruppenfoto der PreisträgerInnen.

CHAMPIGNON, 1850, Sepia, Kohle, Fettstift, Gouache auf Papier, 47,4 x 60,8 cm, Maisons de Victor Hugo, Paris/Guernesey, Edvard Munch beschäftigte sich in zahlreichen Werken mit dem Thema Melancholie, die er bevorzugt als einsame Person am Strand darstellte.

Werbung



Werbung


Werbung