• vom 18.07.2017, 15:46 Uhr

Bühne

Update: 18.07.2017, 17:15 Uhr

Performance-Kritik

Im Aluhut mit Deckenspielchen




  • Artikel
  • Lesenswert (4)
  • Drucken
  • Leserbrief




Von Verena Franke


    Lisa Hinterreithner und Rotraud Kern bringen "Do-Undo" im Mumok ins Laufen.

    Lisa Hinterreithner und Rotraud Kern bringen "Do-Undo" im Mumok ins Laufen.© Karolina Miernik Lisa Hinterreithner und Rotraud Kern bringen "Do-Undo" im Mumok ins Laufen.© Karolina Miernik

    Es braucht nicht viel, um das Impulstanz-Publikum in Bewegung zu bringen: Decken in jeder Größe und Farbe, zwei Aufnahmegeräte und Alufolie. Zugegebenermaßen befanden sich selbst einige heimische Performer unter den Zusehern, die es Lisa Hinterreithner und Rotraud Kern etwas einfacher machten, "Do-Undo" im Mumok ins Laufen zu bringen.

    Anordnungen für die Zuseher

    Information

    Performance

    Do-Undo - Lisa Hinterreithner

    with Rotraud Kern

    Mumok/Impulstanz

    Wh. am 20. Juli

    www.impulstanz.com

    Die beiden heimischen Performerinnen besprechen ihre kleinen Aufnahmegeräte mit leisen Weisungen und legen sie nahe einem Deckenberg. Die vorgespielte Order lautet, dass alle Decken auf den Boden aufgelegt werden sollen. Das wird dann auch von den gehorsamen Zusehern, zuerst zögerlich, erledigt - freiwillig tut sich einer aus der Menge hervor. Andere folgen mit stetig wachsendem Enthusiasmus. Fast ehrgeizig erfüllen die einzelnen Zuseher die freundlichen Anordnungen vom Aufnahmegerät, folgen den beiden Performerinnen in die unterschiedlichen Abschnitte des Ausstellungsraums, in dem Martin Becks Personale "rumors and murmurs" gezeigt wird.

    Es entsteht innerhalb kürzester Zeit ein temporäres Gemeinschaftsgefühl. Nach einem Tschinellensolo im Aluhut lautet die Order, die Decken wieder zusammenzulegen, diese immer erneut in die Hälfte zu falten. Das Konzept ist simpel, es stellt die Frage nach möglichen Konsequenzen, wenn sich Verhältnisse verschieben. Also etwa Zuseher zu Performer werden. Quod erat demonstrandum, würden die Mathematiker dazu sagen.





    Leserkommentare




    Mit dem Absenden des Kommentars erkennen Sie unsere Online-Nutzungsbedingungen an.


    captcha Absenden

    * Pflichtfelder (E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht)


    Dokumenten Information
    Copyright © Wiener Zeitung Online 2017
    Dokument erstellt am 2017-07-18 15:52:06
    Letzte nderung am 2017-07-18 17:15:06



    Beliebte Inhalte

    Meistgelesen
    1. Die Ära des geilen Mannes
    2. "Man kommt gar nicht mehr hinterher"
    3. "Rückhalt Erdogans bröckelt"
    4. "Lucky"-Regisseur prophezeit Festival ein langes Leben
    5. Die Seele der Dinge
    Meistkommentiert
    1. Das Hosentürl zum Ruhm
    2. Menasse gewinnt den Deutschen Buchpreis
    3. Die Ära des geilen Mannes
    4. Schönheitskönigin
    5. "Man kommt gar nicht mehr hinterher"

    Werbung



    Durch den Abend begleitete der Moderator Stephen Colbert. "Was auch immer Sie für den Präsidenten empfinden, Sie können nicht leugnen, dass jede Sendung auf eine Weise von Donald Trump beeinflusst wurde", sagte er zur Eröffnung der Emmy-Verleihung und machte damit deutlich, dass der Rest des Abends ziemlich politisch zugehen werde. "Warum habt ihr Trump keinen Emmy gegeben?", fragte er das Publikum. "Wenn er einen gewonnen hätte, wäre er vielleicht nie in das Rennen um die Präsidentschaft gegangen." Trump war in der Vergangenheit mehrfach für seine TV-Show "Celebrity Apprentice" nominiert worden, hatte aber nie gewonnen und sich darüber häufig öffentlich beschwert.

    Während einer Protestveranstaltung gegen Polizeigewalt vor dem Police Department von Baton Rouge, Louisiana, USA, am 9. Juli 2016, stellt sich die Aktivistin Ieshia Evans den vorrückenden Polizisten entgegen und streckt ihre Hände aus, bereit, sich verhaften zu lassen. Georgeund Amal Clooney gehörte die Aufmerksamkeit am Wochenende. Die gemeinsamenZwillinge blieben jedoch daheim bei der Nanny.

    Matt Damon mit seiner Frau Luciana Barroso. "Downsizing", in dem Damon die Hauptrolle spielt, hat die 74. Festspiele von Venedig eröffnet. Der US-amerikanische Rapper Kendrick Lamar wurde sechsfach ausgezeichnet. Der wichtigste Preis: Sein Hit  "Humble" wurde zum Video des Jahres gewählt.

    Werbung



    Werbung


    Werbung