• vom 20.07.2017, 16:01 Uhr

Bühne

Update: 20.07.2017, 16:21 Uhr

Performance-Kritik

Der Ritt auf dem Beat




  • Artikel
  • Lesenswert (0)
  • Drucken
  • Leserbrief




Von Verena Franke

  • Doris Uhlich und Michael Turinsky rütteln ihr Fleisch.

Es ist der erste und der dritte Teil ihrer "Boom Bodies"-Trilogie, die Doris Uhlich zu einem Abend zusammenfasst. Im Rahmen des Impulstanz-Festivals wird "Seismic Night" im Odeon zur beat-lastigen Hommage an Mensch und Maschine - in Überlänge.

Techno mit Rüttelmaschine

Information

Performance
Seismic Night
Von Doris Uhlich, Michael Turinsky
Odeon/Impulstanz
Wh. am 21. Juli

Es soll eine Neubearbeitung von "Universal Dancer" (2014) und "Ravemaschine" (2016) sein, doch es scheint mehr eine Aneinanderreihung: Uhlichs Pas de deux mit einer durch den Raum wandernden Rüttelmaschine bringt ihr Fleisch ins Wogen. Wenn der Technobeat anschwillt, werden auch ihre Bewegungen, ihr Tanz ausladender und intensiver. Rund 40 Minuten lang.

Dann fährt Performer Michael Turinsky mit seinem Rollstuhl auf die Bühne und auch sein Körper wird vom Rave, der Techno-Musik und der Rüttelmaschine übernommen. Uhlich und Turinsky spiegeln ihre Grooves, rütteln sich und tanzen bis zur Ekstase und den eigenen körperlichen Grenzen. Turinsky demoliert in orangenen Handschuhen einen Rollstuhl, Uhlich stapft in pinken Plateauschuhen über die Bühne.

Die Intensität der beiden Stücke jedoch einzeln performt, ist mit dieser Verknüpfung verloren gegangen. Zuvor bei Uhlich nie empfundene Längen machen sich breit, der Blick auf die Uhr folgt. Denn in 105 Minuten zerfranst sich die Performance in wiederholende Momente und Moves, die aber in den Stücken einzeln betrachtet, Zitate der anderen Teile der Trilogie sind.





Leserkommentare




Mit dem Absenden des Kommentars erkennen Sie unsere Online-Nutzungsbedingungen an.


captcha Absenden

* Pflichtfelder (E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht)


Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2017
Dokument erstellt am 2017-07-20 16:06:02
Letzte nderung am 2017-07-20 16:21:08



Beliebte Inhalte

Meistgelesen
  1. liebe
  2. Der Verfall, eine Kinderparty
  3. Es war einmal neutral
  4. Betörende Brautschau
  5. Der Familienkombi im Zeugenstand
Meistkommentiert
  1. Die Kamera als Schutz
  2. Nothung, neidliches Brotmesser
  3. Neun US-Medien sind "ausländische Agenten"
  4. "Die mögen Frauen auf ihre Weise"
  5. Johnny Hallyday tot

Werbung



CHAMPIGNON, 1850, Sepia, Kohle, Fettstift, Gouache auf Papier, 47,4 x 60,8 cm, Maisons de Victor Hugo, Paris/Guernesey,

Edvard Munch beschäftigte sich in zahlreichen Werken mit dem Thema Melancholie, die er bevorzugt als einsame Person am Strand darstellte. Ein riesiges Medieninteresse begleitete den kurzen Auftritt des österreichischen Hollywood-Exports Christoph Waltz bei seinem Besuch der Viennale.

Viennale-Interimschef Franz Schwartz (links) mit dem Stargast der Eröffnung: Schauspieler John Carroll Lynch zeigte sein Regiedebüt "Lucky" als Eröffnungsfilm der Viennale. Durch den Abend begleitete der Moderator Stephen Colbert. "Was auch immer Sie für den Präsidenten empfinden, Sie können nicht leugnen, dass jede Sendung auf eine Weise von Donald Trump beeinflusst wurde", sagte er zur Eröffnung der Emmy-Verleihung und machte damit deutlich, dass der Rest des Abends ziemlich politisch zugehen werde. "Warum habt ihr Trump keinen Emmy gegeben?", fragte er das Publikum. "Wenn er einen gewonnen hätte, wäre er vielleicht nie in das Rennen um die Präsidentschaft gegangen." Trump war in der Vergangenheit mehrfach für seine TV-Show "Celebrity Apprentice" nominiert worden, hatte aber nie gewonnen und sich darüber häufig öffentlich beschwert.

Werbung



Werbung


Werbung