• vom 06.09.2017, 16:59 Uhr

Bühne

Update: 12.09.2017, 13:57 Uhr

Opernkritik

Staatsoper: Debütfreuden zu Saisonbeginn




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Von Daniel Wagner


    Wartete man am Montag - vorerst vergeblich - auf die derzeit verkühlte Anna Netrebko im "Trovatore", bescherte der zweite Tag der neuen Staatsopernsaison Mozarts "Figaro". Das zeitigte zwar keine Sensation, aber doch manche schöne Leistung.

    Stimmlich ließ der Abend jedoch manchen Wunsch offen. Carlos Álvarez’ spätes Wiener Debüt als Conte geriet sehr diskret, und die einstmals brillante Contessa von Dorothea Röschmann blühte erst zum zweiten Akt hin auf: Sie erweckte die leidende Gräfin glaubwürdig zum Leben, legte dabei im Diskant aber teils ungewohnte Schärfe an den Tag (etwa in der "Porgi, amor"-Kavatine). Titelheld Figaro war mit Adam Plachetka gewohnt präsent, zeigte sich schwungvoll und sicher. Seine neue Susanna bot ebenfalls Grund zur Freude: Zart, bitter, voll sicherer Energie ging Andrea Carroll die Rolle an. Höhepunkt des Abends wurde zweifelsfrei ihre "Deh vieni"-Arie. Bezaubernd ebenso der Cherubino von Margarita Gritskova, und dank den Ensemblequalitäten in den Nebenrollen (Pavel Kolgatin als Basilio, Maria Nazarova als tolle Barbarina) konnte nichts schiefgehen. Auch das Bartolo-Debüt von Ryan Speedo Green gelang.


    Noch Luft nach oben
    Dank Ádám Fischer durften sich das Wiener Abo-Publikum und die Kulturtouristen über viel Elan am Dirigentenpult freuen. So manches Auf und Ab machte aber auch deutlich: Was die Einsatzpräzision betrifft, gibt es für die Folgevorstellungen Luft nach oben. Die Ferien sind vorbei.

    Oper

    Le nozze di Figaro

    Von Wolfgang A. Mozart

    Wiener Staatsoper (01/5131513)

    Wh.: 9., 12. und 15. September




    Schlagwörter

    Opernkritik, Staatsoper

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    Dokumenten Information
    Copyright © Wiener Zeitung Online 2017
    Dokument erstellt am 2017-09-06 17:03:03
    Letzte nderung am 2017-09-12 13:57:03



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    CHAMPIGNON, 1850, Sepia, Kohle, Fettstift, Gouache auf Papier, 47,4 x 60,8 cm, Maisons de Victor Hugo, Paris/Guernesey,

    Edvard Munch beschäftigte sich in zahlreichen Werken mit dem Thema Melancholie, die er bevorzugt als einsame Person am Strand darstellte. Ein riesiges Medieninteresse begleitete den kurzen Auftritt des österreichischen Hollywood-Exports Christoph Waltz bei seinem Besuch der Viennale.

    Viennale-Interimschef Franz Schwartz (links) mit dem Stargast der Eröffnung: Schauspieler John Carroll Lynch zeigte sein Regiedebüt "Lucky" als Eröffnungsfilm der Viennale. Durch den Abend begleitete der Moderator Stephen Colbert. "Was auch immer Sie für den Präsidenten empfinden, Sie können nicht leugnen, dass jede Sendung auf eine Weise von Donald Trump beeinflusst wurde", sagte er zur Eröffnung der Emmy-Verleihung und machte damit deutlich, dass der Rest des Abends ziemlich politisch zugehen werde. "Warum habt ihr Trump keinen Emmy gegeben?", fragte er das Publikum. "Wenn er einen gewonnen hätte, wäre er vielleicht nie in das Rennen um die Präsidentschaft gegangen." Trump war in der Vergangenheit mehrfach für seine TV-Show "Celebrity Apprentice" nominiert worden, hatte aber nie gewonnen und sich darüber häufig öffentlich beschwert.

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