• vom 18.09.2017, 16:28 Uhr

Bühne


Kabarettkritik

Vor dem Aufprall




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Von Alexander U. Mathé

  • Premiere des neuen Programms "Im freien Fall" im Simpl.

Messianische Erwartungshaltung an Sebastian Kurz. - © Simpl/Madwar

Messianische Erwartungshaltung an Sebastian Kurz. © Simpl/Madwar

Es ist Wahlkampf - dankbare Zeiten für Kabarettisten: So mancher Politiker liefert ja schon unfreiwillig eins zu eins die Witzvorlagen. Im Kabarett Simpl ging es bei der Premiere von "Im freien Fall" primär um Sebastian Kurz und die geradezu messianische Erwartungshaltung an ihn. Doch auch andere bekommen ihr Fett ab, egal ob Begegnungszonendrama, Smartphone-Verblödung oder ÖBB. Während sich die Welt für manchen trotz des ganzen Irrsinns luftig leicht anfühlt, tut sie das vielleicht nur deshalb, weil er sich schon im freien Fall befindet. Und dieser ist - wie man im Simpl haarscharf analysiert - ja nicht das Problem, sondern erst der Aufprall.

Neben dem bissigen, aber nicht bösen, politischen Humor ist auch noch Zeit und Platz für Doppelconférencen in bester Tradition des Hauses, wie sie die Simpl-Granden Farkas und Waldbrunn seinerzeit schon geliefert haben. Die Truppe rund um Conférencier Joachim Brandl lieferte einen höchst amüsanten Abend und Alexander Sedivy brachte als Personifikation von Sebastian Kurz sogar EU-Kommissar und ÖVP-Politiker Johannes Hahn zum Lachen.


Kabarett

Im freien Fall

Kabarett Simpl

Von Michael Niavarani und Albert Schmidleitner

Mit: Joachim Brandl

Tel.: 01/512 47 42




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Dokument erstellt am 2017-09-18 16:33:06



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