• vom 26.09.2017, 16:22 Uhr

Bühne

Update: 26.09.2017, 16:31 Uhr

Theaterkritik

Bobos auf dem Land




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Von Stefan Lessmann

  • Volker Schmidt bringt sein Stück "Freiheit" heraus.

Was passiert, wenn eine Gruppe gebildeter, liberaler Städter ein Wochenende in einem Haus auf dem Land verbringt? Diese Frage versucht die "new space company" um Regisseur und Autor Volker Schmidt in "Freiheit" zu erkunden. Auf der Suche nach neuen Bühnenräumen wurde eine alte Lagerhalle und ehemalige Autowerkstatt im 2. Bezirk (Blumauergasse 6) gefunden, das darin vorhandene Gerüst für die mehrstöckige Bühne genützt.

Nana und ihr Freund Mark fahren mit dessen Tochter Anja zum Landhaus, mit dabei sind die Freunde Sebastian und Joy. Alte Liebschaften werden aufgewärmt und vor allem: Es wird viel geredet. In dieser an Tschechow erinnernde Anordnung, verheddert sich etwa der politisch korrekte Mark, der als Kommunalpolitiker die Bio-Gemüsekiste für alle umsetzte, in einer Rassismusdebatte mit Joy, sie stammt aus der Karibik. Nicht alles ist Geschwätz: Nana hat ein Kind verloren und leidet an Panikattacken, Sebastian ist Künstler und braucht dringend Geld. Alle sind zwar apodiktisch und in ihren (Selbst-)Verurteilungen extrem, suchen aber nach Liebe, Freiheit und Glück.

Information

Theater

Freiheit

Blumauergasse 6, bis 3. Oktober

Das Ensemble bietet gute Unterhaltung und hat dabei sichtlich Spaß. Veronika Glatzner ist eine wankelmütige Nana, Sami Loris ein konsequent dämlicher Mark. Nancy Mensah-Offei sorgt als Joy für Schwung und Daniel Wagner gibt den verzweifelten Künstler. Die Außenseiterin ist das Kind Anja, die von Maresi Riegner gespielt wird. Sie versteht es, allein durch Blicke ambivalente Gefühle auszudrücken. Ihre Figur ist der notwendige Kontrast zu den Erwachsenen.





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Copyright © Wiener Zeitung Online 2017
Dokument erstellt am 2017-09-26 16:27:03
Letzte nderung am 2017-09-26 16:31:46



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