• vom 26.09.2017, 16:22 Uhr

Bühne

Update: 26.09.2017, 16:31 Uhr

Theaterkritik

Zukunft und Gerechtigkeit




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Von Theresa Luise Gindlstrasser

  • Theater Drachengasse startet mit einem breit gefächerten Angebot in die neue Saison.

Flor Wilson,

Flor Wilson, Flor Wilson,

Er ist ein ehemaliger Gefängnisaufseher, der nun selbst im orangenen Jumpsuit steckt. Autor Robert Schenkkan konstruiert in "Building the Wall" ein Zukunftsszenario: 2019 wird US-Präsident Donald Trump seines Amtes enthoben. Die Historikerin Gloria (Flor Wilson) interviewt in dem Zwei-Personen-Stück den nun selbst gefangenen Gefängnisaufseher Rick (Dave Moskin), einen Unterstützer Trumps, um die Trump-Hysterie zu ergründen. Dunkle Andeutungen spitzen sich in dem englischsprachigen Stück zu: Trumps Versuche, an der mexikanischen Grenze eine Mauer zu bauen, scheinen gescheitert zu sein. Nach und nach sickern Informationen über die Entstehung eines Vernichtungslagers durch.

Regisseurin Joanna Godwin-Seidl inszeniert am Theater Drachengasse unter bedrohlicher Sound-Kulisse. Auf der zum Verhör-Raum stilisierten Bühne haben die beiden Schauspieler stets etwas zu tun. Mal Wasser trinken, dann im Notizbuch schreiben. Mehr nicht. Dabei wahren sie Contenance, begeben sich detektivisch von einem zum nächsten Detail.

Information

Theater

Building the Wall

Theater Drachengasse, bis. 7. Okt.

90 Minuten dauert es, bis das volle Ausmaß des hinfälligen "Nie wieder" etabliert ist.

Autorentheater heute

Vor der ersten Drachengasse-Premiere wird traditionell der neue Spielplan vorgestellt: Elf Stücke finden sich 2017/18 im Repertoire, davon sieben Uraufführung.

Die erste Eigenproduktion, "Grooming", feiert am 30. Oktober Premiere, das Kollektiv YZMA zeigt mit "Regime der Auster" im Jänner eine Stückentwicklung.

Autorentheater, englisches Theater, Nachwuchsförderung und künstlerische Arbeit von Frauen bleiben weiterhin Schwerpunkte der beiden Spielstätten. In der vergangenen Saison fanden 297 Vorstellungen statt, die Auslastung lag bei 83 Prozent.





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Copyright © Wiener Zeitung Online 2017
Dokument erstellt am 2017-09-26 16:27:07
Letzte nderung am 2017-09-26 16:31:15



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Edvard Munch beschäftigte sich in zahlreichen Werken mit dem Thema Melancholie, die er bevorzugt als einsame Person am Strand darstellte. Ein riesiges Medieninteresse begleitete den kurzen Auftritt des österreichischen Hollywood-Exports Christoph Waltz bei seinem Besuch der Viennale.

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