• vom 14.11.2017, 16:03 Uhr

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Update: 14.11.2017, 16:11 Uhr

Kulturpolitik

Designierter Staatsopern-Chef kann Doktortitel behalten




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  • Bogdan Roščić habe lediglich im Vorwort der Dissertation plagiiert.


© apa/Neubauer © apa/Neubauer

Wien. Die Universität Wien hat das Plagiatsverfahren gegen den designierten Staatsopern-Chef Bogdan Roščić eingestellt. In seiner Dissertation vorhandene Textgleichheiten mit einer anderen Doktorarbeit seien "weder in quantitativer noch in qualitativer Hinsicht für die Arbeit relevant", hieß es in einer Aussendung der Universität. Roščić kann seinen Doktor-Titel damit behalten.

"Eine Täuschungsabsicht zur Erschleichung eines akademischen Grades ist nicht erkennbar", betont die Hochschule weiter. Im März war eine Plagiatsanzeige eingebracht worden. Vorwurf damals: Roščić habe fünf Seiten in der Einleitung aus der Dissertation eines anderen Autors übernommen und nicht entsprechend gekennzeichnet. Daraufhin leitete die Universität ein Prüfungsverfahren ein und ließ die Dissertation "Gesellschaftstheorie als Kritische Theorie des Subjekts. Zur Gesellschaftstheorie Th. W. Adornos" aus dem Jahr 1988 von externen Gutachtern unter die Lupe nehmen.


Diese mussten einerseits klären, ob in der Dissertation weitere nicht gekennzeichnete Textgleichheiten vorhanden sind, die vorliegenden Textgleichheiten ein quantitativ wesentliches Plagiat darstellen oder das Plagiat im Kern die wissenschaftliche Aussage betrifft. Ausschlaggebend dabei sind die "wissenschaftliche Konvention über den Umgang mit fremden Quellen" der Zeit der Verfassung der Dissertation.

Prüfungsergebnis: Die Gutachter konnten keine weiteren unzulässigen Textgleichheiten feststellen. "Die übernommenen Passagen befinden sich in der Einleitung und nehmen kein wesentliches quantitatives Ausmaß der Dissertation ein", so die Universität. Die vorhandenen Textgleichheiten seien als "werkfremd" qualifiziert worden: Sie stünden nicht im Zusammenhang mit der weiteren Dissertation und würden auch sonst nichts beitragen.

Die Gutachter kamen sogar zur Einschätzung, dass diese Passagen "der Qualität der Arbeit eher schaden als nutzen würden": Die werkfremden Passagen seien für die Arbeit irrelevant.




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Copyright © Wiener Zeitung Online 2017
Dokument erstellt am 2017-11-14 16:08:10
Letzte nderung am 2017-11-14 16:11:04



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