• vom 01.09.2011, 18:45 Uhr

Bühne

Update: 01.09.2011, 18:46 Uhr

Am Samstag startet die zweite Saison von Dominique Meyer als Direktor der Wiener Staatsoper

"Manchmal ist es wie bei Asterix"




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Von Christoph Irrgeher

  • Über Eitelkeiten, kleine Budget-Tropfen und Innovationen: Dominique Meyer im Gespräch.
  • Spielzeit-Beginn mit Plácido Domingo.

"Wiener Zeitung":

Rückkehr an die Staatsoper: Kristina Hammarström und Veronica Cangemi in "Alcina".

Rückkehr an die Staatsoper: Kristina Hammarström und Veronica Cangemi in "Alcina".© APA/ROLAND SCHLAGER Rückkehr an die Staatsoper: Kristina Hammarström und Veronica Cangemi in "Alcina".© APA/ROLAND SCHLAGER

Ab Samstag startet die Staatsoper mit einem prallen Programm in die Saison - während andere Häuser den September ruhiger angehen. Ist das nicht riskant?

Information

Saison-Start

Nach dem Auftakt mit Plácido Domingo am Samstag setzt die Staatsoper auf Richard Strauss: Sänger wie Michael Schade widmen sich ab 5. September der "Arabella"; zwei Tage später steht Camilla Nylund im Zentrum von "Ariadne auf Naxos". Bereits ausverkauft ist das Scala-Gastspiel (9. September); am 27. September kehrt der Vorjahres-Erfolg "Alcina" zurück, wieder mit den Musiciens du Louvre im Orchestergraben.


Dominique Meyer: Im Vorjahr waren wir im September fast immer voll. Und diesmal waren zwei Programme gleich ausverkauft: Der "Simon Boccanegra" mit Plácido Domingo sowie das Verdi-Requiem, ein Gastspiel der Mailänder Scala. Etwas schwieriger ist es zwar mit "Arabella" und "Ariadne auf Naxos". Aber wir können ja auch nicht sagen, das spielen wir nicht.

Zeitgleich mit dem Scala-Gastspiel gastiert die Staatsoper an der Scala. Wie kam’s zum Opernaustausch?

Ich habe Scala-Direktor Stéphane Lissner zufällig auf der Straße getroffen und ihn gefragt. Er hat sofort zugesagt. Jeder trägt seine eigenen Kosten, jeder nimmt seine Einnahmen. Das ist keine Geschichte von Eitelkeit, beide sind da auf der gleichen Ebene.

Apropos: Gleich zwei Premieren dieser Saison ("Traviata", "Aus einem Totenhaus") sind Koproduktionen, die beim Partner schon gelaufen sind. Stört es Sie, dazweiter zu sein?

Nun auch Konzertveranstalter: Meyer.

Nun auch Konzertveranstalter: Meyer. Nun auch Konzertveranstalter: Meyer.

Nein, wir arbeiten ja im Interesse des Hauses, nämlich: mit dem gleichen Budget mehr Premieren zu machen - und unser Repertoire überarbeiten zu können. Wenn wir koproduzieren, zahlen wir weniger für die Ausstattung. Jetzt sind wir zwar bei den Koproduktionen mit Zürich und Aix die zweiten. Aber der neue "Titus", ebenfalls eine Zusammenarbeit, läuft zuerst bei uns, dann in Berlin. Und bei der nächsten Koproduktion mit Zürich, die auch schon geplant ist, werden wir die ersten sein.

Neu sind heuer auch Konzerte auf der großen Bühne - mit Stars wie Thomas Quasthoff und Diana Damrau. Knüpfen Sie da an Ihre Vergangenheit als Chef des Théâtre des Champs-Elysées an, das ja auch nicht nur Opern bietet?

Ich denke, dass es völlig normal ist, auch Sängerabende zu veranstalten. Die Staatsoper ist ja ein Tempel des Gesangs. Gleichzeitig lassen sich mit diesen Abenden die Probenzeiten für Repertoireabende verlängern, ohne einen Schließtag in Kauf zu nehmen.

Man könnte auch sagen, solche Abende wären eher die Aufgabe von Musikverein und Konzerthaus.

Da habe ich mich abgesprochen.

Und Ihr Projekt irritiert nicht?

Nein. Wir machen ja nur fünf Abende auf der großen Bühne, das ist nicht die Welt.

Nur ein Klavier wird die Sänger begleiten - reicht das akustisch?

weiterlesen auf Seite 2 von 2



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Dokument erstellt am 2011-09-01 17:42:12
Letzte Änderung am 2011-09-01 18:46:50



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