Szene aus dem Goethes Stück Faust 1-3, mit dem Sekundärdrama "FaustIn and out" von Elfriede Jelinek in St. Pölten. - Landestheater St. Pölten © Toni Suter / T+T Fotografie

Von Faust und Faustln

Amstetten kam nach St. Pölten

  • Uraufführung und Gastspiel aus Zürich mit Elfriede Jelineks Zuruf zum "Fall Fritzl"

Oben oder unten? Mehr vom "Urfaust"? Oder aus Elfriede Jelineks 35.0000-Worte –Kommentar zur Kinder- und Frauentragödie von Amstetten? Der junge Regisseur Dusan David Parizek, schon als Kind aus Brünn in deutschsprachige Lande gekommen, brachte in Zürich im Schauspielhauskeller und Pfauensaal die Uraufführung von Jelineks "FaustIn and out" unter... weiter




"Wir leben nicht im ideologiefreien Raum": Dramatiker Ewald Palmetshofer über sein jüngstes Stück. - Reinhard Werner

Sprache, Denken und Ökonomie: Ein Werkstattgespräch mit dem Dramatiker Ewald Palmetshofer

"Die Kassen sind leer"

  • Ewald Palmetshofer über ausgehöhlte Ideale, Schuldenberge und Bleistifte.

"Wiener Zeitung": Ihrem jüngsten Stück "räuber.schuldengenital", das am kommenden Donnerstag im Akademietheater uraufgeführt wird, ist als Motto ein Aperçu von Alain Badiou vorangestellt: "Leben ohne Idee". Lässt es sich ohne Idee tatsächlich leben? Ewald Palmetshofer: Das Zitat hinterfragt, was von den philosophischen und politischen Bewegungen... weiter




Gewissenskonflikt unter dem Jumbo-Jesus: Wolfgang Koch (l.) als Mathis. - apa/Herbert Neubauer

Das Theater an der Wien zeigt die Hindemith-Oper "Mathis der Maler"

Malen nach Qualen

Ein Nimbus umweht "Mathis den Maler". Es sei dies, so behaupten manche, ein Meilenstein des modernen Musiktheaters. Dass die Welt ihn nicht zu würdigen wisse, liege an der Fehleinschätzung des Verfassers. Denn der deutsche Komponist Paul Hindemith (1895-1963) sei das Opfer unglücklicher Umstände. Um diesen Satz zu unterschreiben... weiter




WUK

Eine Theatergruppe auf der Suche nach Kennedys Mörder

Am 22. November 1963 wurde John F. Kennedy in Dallas erschossen. Kennedy war damals 46 Jahre alt und am Zenit seiner Macht. Das Attentat ist bis heute nicht restlos geklärt, um den Mord ranken sich viele Legenden und wüste Verschwörungstheorien. Die Performancegruppe toxic dreams hat unter Regisseur Yosi Wanunu diesem Thema nun ein ausuferndes... weiter




Geizkragen trifft auf Geister: Bernhard Dechant (links) als Ebenezer Scrooge und Mathias Schlung als Johnny Karma. - Foto: Rita Newman

Theater der Jugend: Frohe Weihnacht, Mr. Scrooge

Geizkragen auf Abwegen

Charles Dickens’ Erzählung "A Christmas Carol" aus 1843 ist ein Klassiker unter den Weihnachtsmärchen: Ein alter, hartherziger Geizhals namens Ebenezer Scrooge wird darin am Weihnachtsabend von Geistern aufgesucht, die ihn zuguterletzt dazu bringen, die Welt mit anderen Augen zu sehen. Es gibt zig Bearbeitungen und Verfilmungen des Stoffes und nun... weiter




Theater: Old Chaos, New Order

Künstlerisches Erbe

Die Grundvoraussetzung gleicht einer Einladung zum Scheitern: Ein ganzer Abend, geformt aus Performancefragmenten, Vorschlägen international bekannter Performancegrößen (darunter etwa Meg Stuart und Steve Paxton). Anfänge, Mitten, Enden: Mittels des Ideenmaterials anderer haben sich die beiden russischen Performer Oleg Soulimenko und Andrei... weiter




Selbstgespräch einer isolierten Waldfrau: Dorothee Hartinger überzeugt in "Die Wand". - Werner

Burgtheater: "Die Wand" als Solo-Abend mit Dorothee Hartinger

Existenzielle Grenzerfahrungen

"Die Wand", die sich über Nacht vor der Ich-Erzählerin in Marlen Haushofers Roman aufgebaut hat, ist unsichtbar, jedoch steinhart und unüberwindlich. Die Landschaft dahinter scheint zwar unbeschädigt, aber alles Leben ist ausgelöscht. Allmählich wird der Frau bewusst, dass sie - vielleicht als einziger Mensch - einer Katastrophe apokalyptischen... weiter




Tanzquartier

Spielanordnung für zwölf Pappkameraden

William Forsythes Tanzabende sind stets auch Recherchen über die Wandelbarkeit von Bewegung und die Macht von Räumen. Mit seiner jüngsten Arbeit "Sider", 2011 uraufgeführt und am Wochenende als Gastspiel im Tanzquartier im Museumsquartier zu sehen, hat der New Yorker Bewegungsmeister nun ein Werk inszeniert... weiter




Maria Köstlinger als Hedda Gabler und Raphael von Bargen als Eilert Lovborg in "Hedda Gabler". - APAweb / APA, Roland Schlager

"Hedda Gabler" von Henrik Ibsen im Theater in der Josefstadt

Weiß maskiert und eiskalt

Schneidend innig die Flageoletttöne im Geigenvorspiel. Die Komposition des Esten Arvo Pärt "Tabula rasa" weist auf das unheilvolle Ende hin: Hedda Gabler, frisch vermählte Frau Tesman, treibt den ihr noch immer nachlaufenden Verehrer Eilert Lövborg in den Tod und erschießt sich danach selbst. Die deutsche Regisseurin Alexandra Liedtke verweigerte... weiter




Bernie Magenbauer blickt zurück auf die kuriosesten Meldungen des Jahres - stilecht im "Moderatorensakko aus der Mottenkiste des Zirkus Habakuk". Foto: Peet Zahad

Oja, 2012 war schon lustig - irgendwie

  • Bernie Magenbauers kurioser Jahresrückblick.

Was war das doch für ein Jahr, dieses 2012. Schade, dass es bald vorbei sein wird, und zwar früher, nämlich schon am 21. Dezember, wenn die Welt untergeht - und das, obwohl es doch eine Schaltsekunde so sehr in die Länge gezogen hat. Also nutzt der Kabarettist Bernie Magenbauer noch rasch die Gunst der Stunde und präsentiert seinen persönlichen... weiter




Lady in Red: Ulrike Folkerts, bekannt als "Tatort"-Kommissarin Lena Odenthal, spielt in St. Pölten eine Nachtclubtänzerin. - Sepp Gallauer

Ulrike Folkerts tritt am Landestheater Niederösterreich in der Krimi-Komödie "Acht Frauen" auf

"Frauen als Opfer? Langweilig"

  • Ulrike Folkerts Facetten: Vom "Tatort" zur Nachtclubtänzerin in "Acht Frauen".

"Wiener Zeitung": Robert Thomas’ Krimikomödie "Acht Frauen", die Freitagabend im Landestheater St. Pölten Premiere feiert, avancierte in der prominent besetzten Verfilmung von François Ozon (2002) zum Sensationserfolg. Wie empfinden Sie als längstgediente Kriminalhauptkommissarin Lena Odenthal den Genrewechsel zum trivialen Verbrecherspaß?... weiter




20121206theater an der Wien in der Kammerope - Armin Bardel / Theater an der Wien in der Kammerope

Verkehr mit Gespenstern in der Wiener Kammeroper

Familienaufstellung im Kafka-Kosmos

Ein Mann platziert auf einem klobigen Schreibtisch ein Spielzeugklavier. Ganz weltläufiger Virtuose, dankt er für einen imaginären Auftrittsapplaus, ehe er an dem unförmigen Möbel Platz nimmt, mit den Händen übertriebene Aufwärm-Gesten vollführt und kraftvoll in die Tasten haut. Die Szene befindet sich in Hans-Jürgen von Boses neuem Musiktheater ... weiter




Maria Köstlinger: "Die Diskrepanz zwischen Männer- und Frauenrollen ist ein viel diskutiertes Thema." Andreas Urban

Alexandra Liedtke inszeniert Ibsens "Hedda Gabler" in der Josefstadt mit Maria Köstlinger in der Titelrolle

"Gewalt ist ein Adrenalinkick"

  • Köstlinger und Liedtke über Macht, Liebe und den Arbeitsplatz Theater.

"Wiener Zeitung": Hedda Gabler - das gleichnamige Stück hat heute Premiere in der Josefstadt - ist eine Figur voller Widersprüche, besonders auffällig ist ihr Gewaltpotenzial. Wie erklären Sie sich die Ausbrüche der Figur, die im Stück nicht näher begründet sind? Alexandra Liedtke: Es geht um Machtstrukturen - und Hedda Gabler kann in diesem... weiter




Regisseurin Valentina Carasco verbindet Richard Wagners "Ring" mit der jüngeren Geschichte Argentiniens. - Teatro Colón

Teatro Colón

Das "Ring"-Wunder von Buenos Aires

Einen gewissen Sinn für Ironie haben sie, die Argentinier: "Das wird spektakulär!" ist unfreiwillig zukunftsweisend auf einer Werbesäule zu lesen, die in Buenos Aires auf dem Platz direkt neben dem Opernhaus Teatro Colón aufgestellt ist. Darüber prangt noch immer das Konterfei einer Person, die dort eigentlich nicht mehr hingehört: Katharina Wagner... weiter




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Wagners Ring an einem Abend an der Volksoper Wien

Wagnerwucht mit Stopps zum Schmunzeln

20130524DER RING DER NIBELUNGEN - APAweb/HERBERT PFARRHOFER Ein Entkommen gibt es nicht, schon gar nicht für Veranstalter: Ein jedes Opernhaus, so scheint’s, steht im 200... weiter




Norma

Ungewöhnlich gewöhnungsbedürftig

Die Konkurrentinnen Adalgisa und Norma. - Salzburger Festspiele Am Ende wird der Horst der Freischärler, die Schule, von ihnen selbst abgefackelt. Die Matratzen und Schulmöbel werdend um Norma und Pollione... weiter



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Unvorstellbare Grausamkeit sollen Gottfried Helnweins Arbeiten oft erklären. - Julia Stix
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Ein Plakat zeigt Mohammed Assaf, der Star der Talentshow "Arab Idol" in West Bank bei Ramallah. - Reuters / Mohamad Torokman
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Chaim Miller bereut die Morde der Gruppe nicht, jedoch, "dass wir nicht mehr gemacht haben". - 3sat
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Nachdem sich mehrere Zuschauer, von den drastischen Bühnenvorgängen geschockt, sogar in ärztliche Behandlung begeben hatten, ersuchte Meyer den Regisseur, seine Inszenierung zu modifizieren. Kosminski lehnte ab. - Foto: APAweb/Deutsche Oper am Rhein
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Am 22. Mai jährt sich der Geburtstag von Richard Wagner zum 200. Mal. Hier die Büste von Arno Breker in der Nähe des Festspielhauses in Bayreuth. - Foto: epa/Daniel Karmann
  • Auseinandersetzung mit Themen wie Individualismus, Außenseitertum und Aufarbeitung von Geschichte.
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