Oben oder unten? Mehr vom "Urfaust"? Oder aus Elfriede Jelineks 35.0000-Worte –Kommentar zur Kinder- und Frauentragödie von Amstetten? Der junge Regisseur Dusan David Parizek, schon als Kind aus Brünn in deutschsprachige Lande gekommen, brachte in Zürich im Schauspielhauskeller und Pfauensaal die Uraufführung von Jelineks "FaustIn and out" unter... weiter
"Wiener Zeitung": Ihrem jüngsten Stück "räuber.schuldengenital", das am kommenden Donnerstag im Akademietheater uraufgeführt wird, ist als Motto ein Aperçu von Alain Badiou vorangestellt: "Leben ohne Idee". Lässt es sich ohne Idee tatsächlich leben? Ewald Palmetshofer: Das Zitat hinterfragt, was von den philosophischen und politischen Bewegungen... weiter
Ein Nimbus umweht "Mathis den Maler". Es sei dies, so behaupten manche, ein Meilenstein des modernen Musiktheaters. Dass die Welt ihn nicht zu würdigen wisse, liege an der Fehleinschätzung des Verfassers. Denn der deutsche Komponist Paul Hindemith (1895-1963) sei das Opfer unglücklicher Umstände. Um diesen Satz zu unterschreiben... weiter
Am 22. November 1963 wurde John F. Kennedy in Dallas erschossen. Kennedy war damals 46 Jahre alt und am Zenit seiner Macht. Das Attentat ist bis heute nicht restlos geklärt, um den Mord ranken sich viele Legenden und wüste Verschwörungstheorien. Die Performancegruppe toxic dreams hat unter Regisseur Yosi Wanunu diesem Thema nun ein ausuferndes... weiter
Charles Dickens Erzählung "A Christmas Carol" aus 1843 ist ein Klassiker unter den Weihnachtsmärchen: Ein alter, hartherziger Geizhals namens Ebenezer Scrooge wird darin am Weihnachtsabend von Geistern aufgesucht, die ihn zuguterletzt dazu bringen, die Welt mit anderen Augen zu sehen. Es gibt zig Bearbeitungen und Verfilmungen des Stoffes und nun... weiter
Die Grundvoraussetzung gleicht einer Einladung zum Scheitern: Ein ganzer Abend, geformt aus Performancefragmenten, Vorschlägen international bekannter Performancegrößen (darunter etwa Meg Stuart und Steve Paxton). Anfänge, Mitten, Enden: Mittels des Ideenmaterials anderer haben sich die beiden russischen Performer Oleg Soulimenko und Andrei... weiter
"Die Wand", die sich über Nacht vor der Ich-Erzählerin in Marlen Haushofers Roman aufgebaut hat, ist unsichtbar, jedoch steinhart und unüberwindlich. Die Landschaft dahinter scheint zwar unbeschädigt, aber alles Leben ist ausgelöscht. Allmählich wird der Frau bewusst, dass sie - vielleicht als einziger Mensch - einer Katastrophe apokalyptischen... weiter
William Forsythes Tanzabende sind stets auch Recherchen über die Wandelbarkeit von Bewegung und die Macht von Räumen. Mit seiner jüngsten Arbeit "Sider", 2011 uraufgeführt und am Wochenende als Gastspiel im Tanzquartier im Museumsquartier zu sehen, hat der New Yorker Bewegungsmeister nun ein Werk inszeniert... weiter
Schneidend innig die Flageoletttöne im Geigenvorspiel. Die Komposition des Esten Arvo Pärt "Tabula rasa" weist auf das unheilvolle Ende hin: Hedda Gabler, frisch vermählte Frau Tesman, treibt den ihr noch immer nachlaufenden Verehrer Eilert Lövborg in den Tod und erschießt sich danach selbst. Die deutsche Regisseurin Alexandra Liedtke verweigerte... weiter
Was war das doch für ein Jahr, dieses 2012. Schade, dass es bald vorbei sein wird, und zwar früher, nämlich schon am 21. Dezember, wenn die Welt untergeht - und das, obwohl es doch eine Schaltsekunde so sehr in die Länge gezogen hat. Also nutzt der Kabarettist Bernie Magenbauer noch rasch die Gunst der Stunde und präsentiert seinen persönlichen... weiter
"Wiener Zeitung": Robert Thomas’ Krimikomödie "Acht Frauen", die Freitagabend im Landestheater St. Pölten Premiere feiert, avancierte in der prominent besetzten Verfilmung von François Ozon (2002) zum Sensationserfolg. Wie empfinden Sie als längstgediente Kriminalhauptkommissarin Lena Odenthal den Genrewechsel zum trivialen Verbrecherspaß?... weiter
Ein Mann platziert auf einem klobigen Schreibtisch ein Spielzeugklavier. Ganz weltläufiger Virtuose, dankt er für einen imaginären Auftrittsapplaus, ehe er an dem unförmigen Möbel Platz nimmt, mit den Händen übertriebene Aufwärm-Gesten vollführt und kraftvoll in die Tasten haut. Die Szene befindet sich in Hans-Jürgen von Boses neuem Musiktheater ... weiter
"Wiener Zeitung": Hedda Gabler - das gleichnamige Stück hat heute Premiere in der Josefstadt - ist eine Figur voller Widersprüche, besonders auffällig ist ihr Gewaltpotenzial. Wie erklären Sie sich die Ausbrüche der Figur, die im Stück nicht näher begründet sind? Alexandra Liedtke: Es geht um Machtstrukturen - und Hedda Gabler kann in diesem... weiter
Einen gewissen Sinn für Ironie haben sie, die Argentinier: "Das wird spektakulär!" ist unfreiwillig zukunftsweisend auf einer Werbesäule zu lesen, die in Buenos Aires auf dem Platz direkt neben dem Opernhaus Teatro Colón aufgestellt ist. Darüber prangt noch immer das Konterfei einer Person, die dort eigentlich nicht mehr hingehört: Katharina Wagner... weiter
Ein Entkommen gibt es nicht, schon gar nicht für Veranstalter: Ein jedes Opernhaus, so scheints, steht im 200...
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Am Ende wird der Horst der Freischärler, die Schule, von ihnen selbst abgefackelt. Die Matratzen und Schulmöbel werdend um Norma und Pollione...
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