Nachdem sich mehrere Zuschauer, von den drastischen Bühnenvorgängen geschockt, sogar in ärztliche Behandlung begeben hatten, ersuchte Meyer den Regisseur, seine Inszenierung zu modifizieren. Kosminski lehnte ab. - Foto: APAweb/Deutsche Oper am Rhein

Rhein-Oper ist für Skandale mit Absetzung der Inszenierung gut

Der "Tannhäuser"-Skandal weitet sich aus

  • Bühnenvereins-Präsident Zehelein kritisiert scharf die Düsseldorfer Oper.

Düsseldorf. Christoph Meyer, Intendant der Deutschen Oper am Rhein in Düsseldorf, erfährt derzeit auf die harte Tour, dass man es nicht allen Menschen recht machen kann. Doch der Reihe nach. Meyer beauftragte den deutschen Regisseur und Schauspieler Burkhard C. Kosminski mit der Neuinszenierung von Richard Wagners Oper "Tannhäuser"... weiter




Lost in War: Robert Neumann versammelt Kellerkinder, im Bild (v.l.n.r): Daniel Frantisek Kamen, Kirstin Schwab, Petra Gstrein. - B. Palffy

Festwochen-Premiere

Desperados im Untergrund

  • Robert Neumanns Nachkriegsroman "Die Kinder von Wien", adaptiert und inszeniert von Anna Maria Krassnigg.

Es gehört zu den Stärken Anna Maria Krassniggs, unbekannte Autoren oder nahezu vergessene Texte für die Bühne zu entdecken. Jüngstes Fundstück der Theatermacherin und Regie-Professorin: Robert Neumanns (1897-1975) Nachkriegsroman "Die Kinder von Wien", der nun adaptiert und inszeniert von Krassnigg als Festwochen-Koproduktion in der weitläufigen... weiter




Wagner und Nietzsche feiern eine Orgie

Der Intendant der Vlaamse Opera kommt ganz in Weiß an diesem Abend. Aviel Cahns Anzug blieb allerdings unversehrt, während die oft ebenfalls schneeweißen Bekleidungsstücke der Akteure arg leiden mussten. Dies lag vor allem an diversen Körperflüssigkeiten, denen Stoffe wie Menschen ausgesetzt waren. Belgiens Theaterkrawallo Jan Fabre hat wieder... weiter




Tomasz Konieczny (Wotan) - (c) Wiener Staatsoper / Michael Pöhn

Wiener Staatsoper

Die Walküre: Ein Abend der ungezähmten Energiebündel

Natürlich kann man weiterhin über die Tier-Attrappen motzen: So malerisch sie auf der Staatsopernbühne auch gruppiert sind, machen diese Pferde doch nicht unbedingt den dynamischsten Eindruck. Und wenn sie zuletzt von einem Flammenmeer angestrahlt werden, sieht das eher nach dem tragischen Unglück eines Ringelspielbesitzers aus denn nach Wagners... weiter




Burgtheater-Direktor Matthias Hartmanns Ausblick auf eine heterogene Spielzeit, - Reinhard Werner

Burg-Direktor Matthias Hartmann verkündet "Rekordspielzeit"

Porös für Politik

  • Nächste Saison bringt Brandauer als Lear und August Diehl als Hamlet.

Wien. (pat) "Ich bin nicht der Sachverwalter eines langsamen, fortschreitenden Erstickungstodes", sagt Burgtheater-Direktor Matthias Hartmann über die finanzielle Zukunft seiner Bühnen. Derzeit würde sich der "Dialog mit den Kulturpolitikern gut entwickeln", so der Theaterleiter. In den vergangenen Jahren habe die Burg real mehr als 30 Prozent des... weiter




"Frage nach Identität"

  • Bettina Herings Pläne für ihre zweite Saison im Landestheater NÖ.

St. Pölten. Mit Arthur Millers "Hexenjagd" beginnt die zweite Spielzeit von Intendantin Bettina Hering im Landestheater Niederösterreich. In den Hauptrollen sind Alexandra Henkel und Markus Hering zu sehen, Premiere ist am 4. Oktober 2013. Ab 11. Oktober übersiedelt Nestroys "Einen Jux will er sich machen" - als Koproduktion mit der Bühne Baden... weiter




With or without you: Julia Bernat und Rodrigo dos Santos im Liebes-Sozialdrama. - Marcelo Lipiani

"Julia" als Strindberg-Variante aus dem heutigen Brasilien

Utopische Nähe

Es beginnt als Breitwandfilm: Ein strahlend blauer Himmel spannt sich über eine Sommerwiese, ein Mädchen tollt übermütig umher, spielt Ball, übt sich im Schnurspringen, füttert Fische. Die kleine Julia aus Rio de Janeiro hat es gut getroffen: Sie gehört zur weißen Oberschicht. Wenig später wird die herangewachsene Julia die Bühne betreten: eine... weiter




Martialisches Mysterienspiel: Das Serapions Ensemble setzt auf opulente Bilder. - Veronlka Birkner

Serapions Ensemble zeigt "Paradiso" zum 25. Jubiläum des Odeon

Paradies für Zombies

25 Jahre ist es her, als Erwin Piplits und Ulrike Kaufmann die im Zweiten Weltkrieg ausgebrannte Getreidebörse in der Taborstraße für sich entdeckten: Ihr 1973 gegründetes Serapions Ensemble zog nach aufwendigen Rekonstruktionsarbeiten ins neue Stammhaus namens Odeon ein, das mit seiner Säulen-Architektur Basis für außergewöhnliche Bühnenbilder und... weiter




Ungestüme Abrechnung: Romeo Castelluccis viel diskutierte Arbeit gastierte in Wien. - Klaus Lefebvre

Störversuche bei Romeo Castelluccis Festwochen-Premiere im Burgtheater

Zuflucht vor Kotlawinen

Wo auch immer Romeo Castelluccis jüngste Theaterarbeit "Sul concetto di volto nel Figlio di Dio" ("Über das Konzept des Angesichts von Gottes Sohn") zu sehen ist, da scheint Aufregung vorprogrammiert. Der Vatikan kritisierte, wenig überraschend, bereits die Uraufführung 2010; bei einem Gastspiel in Paris kam es zu so heftigen Protesten... weiter




Totale Verschmelzung ohne Halt

Getrieben von Leistungsdruck, Erfolgsdruck und Verzweiflung versuchen drei junge Frauen, das optimale Parfüm zu kreieren. Sie sind hektisch, chaotisch, reif für den Psychiater. Sie schlagen um sich und finden sich in dieser auf Perfektion getrimmten Welt nicht zurecht. "Final Girls" nennt sich diese Koproduktion der Freien Gruppe Flaneurs und dem... weiter




Wendy entkommt der Erwachsenenwelt in Fantasielandschaften. - Nurith Wagner-Strauss/Wiener Festwochen

Wiener Festwochen: "Der ganze Himmel über der Erde oder Das Wendy-Syndrom"

Der radikale Peter Pan

Mit "La casa della fuerza", einer Performance über physische und psychische Gewalt gegen Frauen, setzte die spanische Theatermacherin Angélica Liddell im Vorjahr einen eindrucksvollen Schlusspunkt unter das Schauspielangebot der Wiener Festwochen. Um Gewalt, Liebessehnsucht und Verlustängste geht es auch in ihrer neuen... weiter




Will kein "Spezialist" sein: Rupert Enticknap. - Jack Bevan

"Ein Counter muss männlich sein"

  • Opernsänger Rupert Enticknap mimt ab Montag Händels Orlando.

Wien. Und dann kam er doch noch, der Anruf. Just vor der letzten Aufführung. Am Morgen wurde es für Rupert Enticknap zur Gewissheit: Der Hauptdarsteller des "Radamisto" war erkrankt, der 26-jährige Ersatzmann also gefordert. Was für den jungen Countertenor nicht weniger bedeutete als - den ersten großen Auftritt im Theater an der Wien... weiter




Alte Erfolge, neue Höhepunkte: Marthalers "Schutz vor der Zukunft" (ganz links) war eines der Highlights der Ära Bondy, der Intendant ...

Wiener Festwochen starten heute

Der streitbare Ermöglicher

  • Was bleibt von der Ära Bondy? Bilanz der Festwochen-Jahre 1996 bis 2013.

Wien. Luc Bondy hat erstaunliche Ausdauer bewiesen. Mit 16 Jahren Amtszeit ist er der bislang längstdienende Festwochen-Chef. Dass in dieser langen Periode dennoch selten Langeweile aufkam, liegt in der Person des Schweizer Regisseurs begründet: Bondy kümmerte sich mit Vorliebe um seine eigenen künstlerischen Projekte - mit gezählten 26... weiter




Rares Glanzstück: "Dido und Aeneas". Die Premiere fand vor sieben Jahren statt (im Bild: Malena Ernman und Lina Markeby). - apa/Newald

Der Opernchef, der das Opernprogramm (fast) abschaffte

  • Stéphane Lissners Festwochen-Jahre: ein düsteres Zeitalter für Musikfreunde.

Weil die gute Nachricht die bessere ist, sei es hier noch einmal gesagt: Ja - die Wiener Festwochen könnten in Zukunft auch für Opernfreunde wieder attraktiv werden. Immerhin nimmt nächstes Jahr Markus Hinterhäuser auf dem Intendantensessel Platz: Der 55-Jährige hat sich nicht nur bei den Salzburger Festspielen als findiger Musikplaner erwiesen... weiter




zurück zu Kultur


Wagners Ring an einem Abend an der Volksoper Wien

Wagnerwucht mit Stopps zum Schmunzeln

20130524DER RING DER NIBELUNGEN - APAweb/HERBERT PFARRHOFER Ein Entkommen gibt es nicht, schon gar nicht für Veranstalter: Ein jedes Opernhaus, so scheint’s, steht im 200... weiter




Norma

Ungewöhnlich gewöhnungsbedürftig

Die Konkurrentinnen Adalgisa und Norma. - Salzburger Festspiele Am Ende wird der Horst der Freischärler, die Schule, von ihnen selbst abgefackelt. Die Matratzen und Schulmöbel werdend um Norma und Pollione... weiter



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Am 22. Mai jährt sich der Geburtstag von Richard Wagner zum 200. Mal. Hier die Büste von Arno Breker in der Nähe des Festspielhauses in Bayreuth. - Foto: epa/Daniel Karmann
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