Elfriede Jelinek  erhält den "Der Faust". - © APA/ROLAND SCHLAGER

Literatur

Lorbeeren für Elfriede Jelinek

  • Die Österreichische Schriftstellerin erhält den Deutschen Theaterpreis für ihr Lebenswerk.

Leipzig. Die österreichische Schriftstellerin und Nobelpreisträgerin Elfriede Jelinek bekommt den Deutschen Theaterpreis "Der Faust 2017" für ihr Lebenswerk. Die 70-Jährige sei eine unüberhörbare Stimme im öffentlichen Geschehen, seit Beginn ihres Schaffens gelte sie als Provokateurin, teilte der Deutsche Bühnenverein am Freitag in Leipzig mit... weiter




Theaterkritik

Desperate Hausfrau

  • Shirleys Aufbruch in ein neues Leben im English Theatre.

Vor der Pause englische Popmusik, am Ende Alexis Sorbas. Shirley Bradshaw, eine 46-jährige Hausfrau, redet zur Küchenwand, an der ein Kalender den Juni 1987 anzeigt, über ihr Leben und ihre Sorgen. Die Kinder sind aus dem Haus, ihr Mann Joe spricht kaum noch mit ihr und erwartet nur pünktlich sein Essen... weiter




- © Ernesto Gelles

Kabarett

Die Empathie des Aspergerianers13

  • Das zwölfte Soloprogramm von Gunkl dreht sich diesmal mehr um Günther Paal.

"‚Wenn der Herbst eine Frau wäre, müsste er Paul heißen und nach Brot riechen.‘ Poesie halt." Wenn Günther Paal alias Gunkl sein zwölftes Soloprogramm mit diesem Einstiegssatz beginnt, ist immerhin eines klar: Es wird philosophisch. Und zwar sehr. Aber auf einem Niveau, das - Schachtelsätze hin oder her - das Publikum mitkommen lässt... weiter




Übermutter mit einigen starken Momenten: Maria Happel (r.). - © Volksoper/Pálffy

Musicalkritik

Eine schwierige Kiste20

  • Existenzdrama trifft Blödelei: "Gypsy" an der Volksoper Wien.

Es ist schwer einzusehen, warum der "Shrimps-Cocktail" seinen Namen trägt. Untersucht man das kunterbunte Gemisch mit einem Löffel, tritt vor allem Soße zutage. Und Ananas. Und Erbsen. Nur Shrimps, die sind ein rarer Gast. Ähnlich verhält es sich mit den Highlights der ersten Volksopernpremiere der Saison... weiter




Star der Produktion ist die Wald-Bühne von Lothar Holler, in der sogar (digitales) Feuerspucken möglich ist. - © apa/Herbert Neubauer

Theaterkritik

Furzkissen im Elfenwald10

  • Burgtheater: Leander Haußmann zeigt Shakespeares "Sommernachtstraum" als Hippie-Herrenwitz.

Als Premiere bezeichnet man gemeinhin die erste Aufführung einer Produktion vor zahlendem Publikum. Nicht so beim aktuellen "Sommernachtstraum" am Burgtheater. Da entschied man 20 Stunden vor der Premiere am vergangenen Mittwoch, mehr Probenzeit zu brauchen und auf Sonntag zu verschieben. Die bereits verkauften Vorstellungen dazwischen benannte man... weiter




Elisabeth Orth am Sand.

Theaterkritik

Textberge bis zum Bühnenplafond3

  • Bilderflut mit Textsinfonie: Mit "paradies fluten" von Thomas Köck eröffnet das Akademietheater die neue Spielzeit.

Thomas Köck ist der meistgespielte Autor des Jahres. Kaum ein Theater, das nicht einen Text des jungen Oberösterreichers im Repertoire hat. Mit "paradies fluten", dem ersten Teil von Köcks Klimatrilogie startete das Akademietheater am Samstag in den Theaterherbst. Regisseur Robert Borgmann türmt einen knapp dreistündigen Textberg vorm Publikum auf... weiter




Opernkritik

Gepflegte russische Konversation13

Vor zwei Jahren waren Lev Dodins groß dimensionierte, statische Baustellenbilder zu Mussorgskis "Chowanschtschina" (Premiere 2014) zuletzt auf der Staatsopernbühne zu erleben. Auch die aktuelle Aufführungsreihe ist ein Ereignis: Sie versucht eine Rückführung in die erste Fassung von Rimski-Korsakow, der die Oper seines Landsmannes vollendet hatte... weiter




Wann endlich ist Krieg? - Rainer Galke und Henriette Thimig in "Iphigenie in Aulis". - © www.lupispuma.com/Volkstheater

Theaterkritik

Ein kalter Wind bläst

  • Zwischen Menschheitsepos und Betroffenheitskitsch: Anna Badora inszeniert im Volkstheater "Iphigenie in Aulis" und "Occident Express".

Und dann kommt zur alten Frau aus Mossul, die nicht müde wird, ihre grauen Haare zu betonen, auch noch das siebenjährige Kind, das durch den vermuteten Minengürtel nach vorne an die Grenze geschickt wird: Hausherrin Anna Badora haut mit dem moralischen Holzhammer zu und inszeniert im Volkstheater Stefano Massinis "Occident Express" als... weiter




Nachruf

Bühne

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Kurt Sobotka stand beinahe 70 Jahre auf der Bühne. - © APAweb / Georg Hochmuth

1930-2017

Kurt Sobotka ist tot15

  • Der Kammerschauspieler und Josefstadt-Ehrenmitglied war langjähriger Leiter des Kabarett Simpl.

Wien. Die Karriere Kurt Sobotkas beeindruckte schon allein durch die schieren Zahlen: 35 eigene Inszenierungen, beinahe 70 Jahre auf der Bühne, Auftritte in rund 100 Josefstadt- und gut 450 Fernsehproduktionen sowie mindestens 2.500 Rundfunksendungen zählte das künstlerische Leben des Publikumslieblings... weiter




Was bedeutet der Klimawandel für uns? Thomas Köck verhandelt Gegenwartsfragen am Theater. - © Georg SoulekInterview

Klimawandel

"Raus aus der Komfortzone"2

  • Dramatiker Thomas Köck über die Bühnentauglichkeit des Klimawandels und über spekulative Wirklichkeiten.

"Wiener Zeitung": Ihr Stück "paradies fluten (verirrte sinfonie)" ist der erste Teil einer breit angelegten Trilogie zum Klimawandel, Premiere ist am Samstag, 9. September im Akademietheater. Was interessiert Sie an diesem Thema? Thomas Köck: In den drei Stücken untersuche ich das Verhältnis von Natur und Kultur... weiter




Wunder - und Abhilfe: Netrebko als Leonora. - © Staatsoper/Pöhn

Opernkritik

Gipfeltreffen der Kraftstimmen5

  • Nicht nur Anna Netrebko intensivierte am Donnerstag einen "Trovatore" an der Staatsoper.

(irr) Bis Ende Oktober muss man damit leben: Die Staatsoper wird im Erdgeschoß renoviert, etliche Holzbalken haben das Foyer in eine Art Bergstollen verwandelt. Am Donnerstag herrschte darin gar ein Gewühl, als wäre man auf Gold gestoßen. Der wahre Grund freilich: Anna Netrebko. Von einer Erkältung gesundet... weiter




Shakespeare ist verliebt: Dominic Oley und Swintha Gersthofer. - © Jan Frankl

Theaterkritik

Der Stoff, aus dem Viola ist7

  • Zwischen Pflichtpoesie und immergrüner Theaterseligkeit: Die Kammerspiele zeigen ein Filmremake von "Shakespeare in Love".

Was Anno 1600 vielleicht als "Comedie von Romeo und Ethel der Piratentochter und einem Hund, indes durch der Bürgerstochter Viola Lieb zum Theater und Herren William Shakespeare in die Tragedie von Romeo und Juliet verwandelt" affichiert worden wäre, ließ sich John Madden für seinen Film "Shakespeare in Love" einfallen... weiter




Spielplanpräsentation

Theater in Social Media

  • Das Schauspielhaus zeigt sich futuristisch.

Wien. "Das ist kein Spielplan, der sich ausruht", sagte Schauspielhaus-Intendant Tomas Schweigen bei der Präsentation seiner Projekte für die neue Saison. "Wir wollen uns selbst und das Publikum überraschen." Den Anfang macht "Golem oder der überflüssige Mensch" am 28. September, Gernot Grünewald, der auch am Hamburger Thalia-Theater Regie führt... weiter




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Durch den Abend begleitete der Moderator Stephen Colbert. "Was auch immer Sie für den Präsidenten empfinden, Sie können nicht leugnen, dass jede Sendung auf eine Weise von Donald Trump beeinflusst wurde", sagte er zur Eröffnung der Emmy-Verleihung und machte damit deutlich, dass der Rest des Abends ziemlich politisch zugehen werde. "Warum habt ihr Trump keinen Emmy gegeben?", fragte er das Publikum. "Wenn er einen gewonnen hätte, wäre er vielleicht nie in das Rennen um die Präsidentschaft gegangen." Trump war in der Vergangenheit mehrfach für seine TV-Show "Celebrity Apprentice" nominiert worden, hatte aber nie gewonnen und sich darüber häufig öffentlich beschwert.

Während einer Protestveranstaltung gegen Polizeigewalt vor dem Police Department von Baton Rouge, Louisiana, USA, am 9. Juli 2016, stellt sich die Aktivistin Ieshia Evans den vorrückenden Polizisten entgegen und streckt ihre Hände aus, bereit, sich verhaften zu lassen. Georgeund Amal Clooney gehörte die Aufmerksamkeit am Wochenende. Die gemeinsamenZwillinge blieben jedoch daheim bei der Nanny.

Matt Damon mit seiner Frau Luciana Barroso. "Downsizing", in dem Damon die Hauptrolle spielt, hat die 74. Festspiele von Venedig eröffnet. Der US-amerikanische Rapper Kendrick Lamar wurde sechsfach ausgezeichnet. Der wichtigste Preis: Sein Hit  "Humble" wurde zum Video des Jahres gewählt.

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