Paris.

Geboren wurde der Regisseur am 25. Juli 1941 in Chile. 1973 floh er von der aufkommenden Diktatur in seinem Heimatland nach Frankreich. Im Laufe seiner Karriere realisierte Ruiz rund 100 Filme in mehreren Sprachen, erst 2005 drehte er die Künstlerbiografie "Klimt" mit John Malkovich in der Hauptrolle u.a. in Wien. Seine Liebe zur Literatur hat der Jus- und Theologiestudent zu Beginn seiner Karriere in etlichen Theaterstücken Ausdruck verliehen. Sein erster Langfilm "Tres tristes Tigres" brachte ihm 1969 bereits den Goldenen Leoparden beim Filmfestival in Locarno. Im selben Jahr heiratete der Regisseur seine Kollegin Valeria Sarmiento.
Grab in Chile
Ruiz hat laut Angaben seines Produzenten bis kurz vor seinem Tod gearbeitet. "Er beendete gerade die Arbeiten an einem Film über seine Kindheit in Chile. Außerdem bereitete er einen weiteren Film in Portugal über eine napoleonische Schlacht vor", so Margolin. "Er war eine Person aus einer anderen Zeit, die alles über alles wusste. Er liebte die Mischung aus den unterschiedlichen Kulturen. Er war wohl einer der größten Geister, nicht nur des Kinos, sondern dieser Epoche", fügte er hinzu.
Begraben werden soll Ruiz nicht in Frankreich, sondern seiner Heimat Chile, wie der Unterrichtsminister des südamerikanischen Landes, Luciano Cruz-Cola, bekanntgab. "Sein Leichnam wird gemäß seinem Testament in Chile bestattet", erklärte der Minister per Twitter.
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