Wien. Gratis ins Kino - Wien startet im März mit einer Filmaktion. Am 22. März wird in 13 Wiener Programmkinos bei freiem Eintritt der mehrfach preisgekrönte Film 'Die unabsichtliche Entführung der Frau Elfriede Ott' zu sehen sein. Analog zur Gratis-Buchaktion, im Zuge derer jedes Jahr ein literarisches Werk kostenlos an die Bevölkerung verteilt wird, soll die Gratis-Filmaktion "Die "Eine Stadt. Ein Film" ebenfalls jährlich stattfinden.
Die Protagonisten des Filmes, darunter Michael Ostrowski und Namensgeberin Elfriede Ott, werden in einem Großteil der Vorführungen anwesend sein. Je nach Lichtspielhaus können die Tickets bereits im Vorfeld reserviert werden, informierte Helmut Schneider vom Echo Medienhaus, dem Kooperationspartner der Stadt bei der Aktion. Die Beginnzeiten in den teilnehmenden Kinos seien gestaffelt. Wenn man in der einen Spielstätte keinen Platz mehr finde, könne in eine andere ausgewichen werden.
Jury wählte Film aus
Der in Graz spielende Auftaktfilm wurde aus zehn Produktionen von einer sechsköpfigen Jury ausgewählt, in der unter anderem die Geschäftsführerin des Filmfonds, Gerlinde Seitner, sowie Norman Shetler vom Gartenbaukino saßen, so der grüne Kultursprecher Klaus Werner-Lobo. Zu den Auswahlkriterien zählten u.a., dass das Werk einen Wien-Bezug hat, es sich um einen österreichischen Film handelt und es in ausreichenden Kopien vorhanden ist, damit es in mehreren Kinos gezeigt werden kann.
Werner-Lobo betonte auch, dass man bewusst auf einen Film gesetzt habe, der sowohl anspruchsvoll als auch breitenwirksam sei: "Von dem erwarten wir uns, dass sehr viele Menschen hier draufkommen, dass das Kinoerlebnis an und für sich etwas anderes ist, als wenn man sich den Film zu Hause im Fernsehen oder auf DVD anschaut." Ziel der Initiative ist, dem Publikum den Besuch der Wiener Programmkinos schmackhaft zu machen und dabei einen qualitätsvollen Film anzubieten. "Es ist ein weiterer Schritt von uns zu versuchen, das drohende Kinosterben in dieser Stadt einzubremsen", so Werner-Lobo.
Die Film-Aktion werde weitergeführt, kündigte der grüne Kultursprecher außerdem an. Im kommenden Jahr sollen partizipative Elemente bei der Auswahl eingeführt werden: "Das heißt, wir werden mit Hilfe von neuen Medien auch die Wiener und Wienerinnen einbeziehen in die Filmauswahl."
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