Wien. Kein Feuerwerk, sondern viele Glanzlichter entzündet die Viennale anlässlich ihres 50. Festivaljubiläums, das im Herbst (25. Oktober bis 7. November) bevorsteht. Den Auftakt macht heute, Samstag, ein Konzert von Genesis P. Orridge im Rahmen des Donaufestivals in Krems, insgesamt stehen bis zum Jahresende 50 Projekte am Programm, von Filmreihen und internationalen Gastspielen bis zu einer eigenen Viennale-Eissorte und einer Sonderbriefmarke. "Wir feiern den Geburtstag als Stadtfestival", verkündete Direktor Hans Hurch am Freitag bei der Pressekonferenz.
"Die Viennale hat einen noblen Instinkt für das Populäre, ohne sich zeitgeistigen Strömungen anzubiedern", lobte Kulturstadtrat Mailath-Pokorny. So dürfen zum Jubiläum auch prominente Namen nicht fehlen: Der Schriftsteller Peter Handke wird mit einer subjektiven Filmauswahl seinen eigenen und den Geburtstag des Festivals im Gartenbaukino feiern. Bei den Festwochen wird die Schauspielerin Cate Blanchett mit einer Filmreihe gewürdigt, Patti Smith wird eine Ausstellung gestalten, und der Regisseur und ehemalige Viennale-Leiter Werner Herzog wird in der kommenden Festivalausgabe seine Doku-Reihe "Death Row" präsentieren.
Rathausplatz, aufgemischt
Seit der Direktion von Hans Hurch (1997) sind im Rahmen des Festivals in Wien jährlich rund 300 Filme für ein Publikum von knapp 100.000 Personen zu sehen. "Nicht modernisiert, sondern verbessert" wurde laut Hurch nun auch die Grafik; während des Festivals wird ORF III zwei Wochen lang von der Viennale bespielt.
Im Sommer lässt man im Augarten an 50 Tagen die 50 Jahre des Festivals mit je einem Film Revue passieren, am Rathausplatz wird das Opernprogramm durch mit etwas anderen Musikfilmen ergänzt. Dazu wird eine CD mit legendären Viennale-Konzerten veröffentlicht und der legendäre Avantgardist Peter Kubelka sein "Monument Film" für das Gartenbaukino vorbereiten.
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