
Wien. Es war vor 23 Jahren eines der ersten Freiluftkinos Wiens und geht auch heuer als erster an den Start: Das Volxkino eröffnet den Wiener Kinosommer am 5. Juni mit dem Film "Me and you and everyone we know" am Karmelitermarkt. Spätestens ab Juli starten dann auch andere bereits etablierte Spielstätten wie "Kino am Dach" bei der Hauptbücherei, "Kino wie noch nie" am Augartenspitz oder "Kino unter Sternen" am Karlsplatz in die heurige Saison. Bis Mitte September wird eine vielfältige Auswahl an Klassikern und Nischenstreifen geboten.
Das Volxkino kommt - wie schon in den vergangenen Jahren - zu seinen Besuchern: Konkret werden bis 21. September rund 60 Filme an 41 Tagen und 28 Orten bei freiem Eintritt gezeigt. In dieser Zeit laufen preisgekrönte europäische Filmproduktionen, internationale Filmklassiker sowie Retrospektiven, Biopics oder thematisch auf den Standort abgestimmte Programme über die Großleinwand. Zu sehen sind etwa das Spielfilmdebüt "Kuma" vom österreichischen Nachwuchskünstler Umut Dag, Karl Markovics' Regiedebüt "Atmen", Maximilian Schells "Geschichten aus dem Wienerwald" nach dem Theaterstück von Ödön von Horvath oder die deutsche Migrantenkomödie "Almanya".
Filmschaffende aus Neubau
Erstmals widmet sich am 8. und 9. Juni das "Freiluft-KINO 1070 am Parkdeck" den Filmschaffenden aus Neubau. Mit Liegen, Bar und Leinwand macht man es sich bei freiem Eintritt auf dem Dach einer Garage bequem und zeigt dort Werke von Filmemachern wie etwa Schriftsteller Robert Menasse, dessen Erstling "Grenzfälle" gezeigt wird.
Zum Lichtspieltheater unter freiem Himmel lädt auch das Schloss Neugebäude, das von 15. Juni bis Ende August vor allem zeitgenössische Filme zeigt: Unter anderem sind das der italienische Streifen "Habemus papam", die englischen Produktion "Die eiserne Lady" mit der dreifachen Oscar-Gewinnerin Meryl Streep oder Steven Spielbergs "Gefährten". Ungewiss ist, ob es das "Kino im Schloss" auch noch im kommenden Jahr geben wird: Der Umstieg auf digitales Kino würde einfach zu viel kosten, heißt es auf der Website.
"Böse Böse"
Das "Kino unter Sternen" am Karlsplatz öffnet am 29. Juni seine Pforten. Das insgesamt dreiwöchige Programm konzentriert sich auf zwei Themenschwerpunkte: Unter dem Titel "Böse Böse" werden österreichische Filme gezeigt, die sich den dunklen Seiten des Lebens widmen: So sind unter anderem "Böse Zellen" von Barbara Albert, Peter Patzaks "Kassbach", "Der Knochenmann" von Wolfgang Murnberger oder Michael Glawoggers "Slumming" zu sehen. Parallel dazu liegt der historische Fokus auf der "Casablanca Connection": Filme von Schauspielern, Darstellern und Mitglieder der Crew des Hollywoodklassikers "Casablanca", die in den 1930er Jahren vor den Nazis flüchten mussten, laufen über die Kinoleinwand.
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