• vom 28.09.2012, 21:00 Uhr

Film

Update: 28.09.2012, 22:21 Uhr

Kristen Stewart

"Ich mache keine Kompromisse"




  • Artikel
  • Lesenswert (12)
  • Drucken
  • Leserbrief




Von Matthias Greuling

  • Kristen Stewart ist ab 5. Oktober in der Kerouac-Verfilmung "Unterwegs" zu sehen
  • Nach "Twilight"-Erfolg sieht sich Stewart als Schauspielerin ernst genommen.

Für ihre Fans ist Kristen Stewart immer noch die keusch-brave Bella Swan aus der "Twilight"-Saga, die diesen Kinoherbst ins Finale geht. Für die Medien ist die 22-Jährige die Freundin ihres "Twilight"-Partners Robert Pattinson, mit dem sie von Paparazzi begleitet durch viele Höhen und Tiefen gegangen ist.

Lebensgefühl  zwischen Sex, Drogen und Jazz: Kristen Stewart in Walter Salles’ "On the Road".

Lebensgefühl zwischen Sex, Drogen und Jazz: Kristen Stewart in Walter Salles’ "On the Road".© Filmladen Lebensgefühl zwischen Sex, Drogen und Jazz: Kristen Stewart in Walter Salles’ "On the Road".© Filmladen

Aber Kristen Stewart kann mehr, als bloß das naive Film-Dummchen zu spielen oder Teil eines perfekt gestylten Hollywood-Traumpaares zu sein. Beim ersten Treffen mit der "Wiener Zeitung" im Jahr 2008, aus Anlass des ersten "Twilight"-Kinofilms, war sie noch nicht firm im Umgang mit der Presse. Sie verplapperte sich in privaten Details und zeigte, dass sie von ihrem Beruf noch nicht wirklich viel verstand. Aber sie hat gelernt. Schnell gelernt, wie man sich präsentieren muss, um in Hollywood zu überleben. Heute zeigt sie sich eloquent und gelassen, kopflastig und ideenreich.

Werbung

In Walter Salles neuem Roadmovie "Unterwegs - On the Road" (ab 5. Oktober im Kino), der Verfilmung des gleichnamigen Bestsellers von Jack Kerouac, ist sie Teil einer Gruppe junger Menschen, die sich auf ausgedehnten Reisen einem Lebensgefühl zwischen Sex, Drogen und Jazz hingeben.

"Wiener Zeitung": 2008, vor der Premiere von "Twilight", kannte Sie kaum jemand. Heute sind Sie für die Regenbogenpresse Freiwild. Wie gehen Sie damit um?

Kristen Stewart: Es gefällt mir nicht, aber ich habe daraus gelernt. Als ich mit "Twilight" auf Promotiontour ging - mit 17 -, wusste ich noch nicht, wo ich diese Linie in der Beziehung zur Presse zu ziehen hatte oder was relevant für das Interview war und was lieber bei mir bleiben sollte. Heute weiß ich genau, was ich sagen kann und was nicht.

Gab es nach "Twilight" eine Phase, in der Sie die Gefahr spürten, dass ihnen etwas entgleitet, dass sie eines dieser üblichen "Hollywood Girlies" werden könnten?

Ich finde es unglaublich peinlich, wenn man sich selbst so einschätzt, als wäre man ein Verkaufsschlager. Das ist genau, was solche Mädchen machen. Es gibt diesen Moment, in dem dich in einer Bar plötzlich alle Menschen anstarren, und du daraus schließt, dass du es auch wert bist, dass dich alle anstarren: Das lehne ich ab, denn ich will kein Gebrauchsgegenstand sein. Man muss in diesem Job auch wissen: Sobald du gewisse Dinge von dir preisgibst, bekommst du sie nie mehr zurück.

weiterlesen auf Seite 2 von 2




Schlagwörter

Kristen Stewart

Leserkommentare




Mit dem Absenden des Kommentars erkennen Sie unsere Online-Nutzungsbedingungen an.


captcha Absenden

* Pflichtfelder (E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht)


Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2014
Dokument erstellt am 2012-09-28 20:20:11
Letzte Änderung am 2012-09-28 22:21:28



Werbung



Beliebte Inhalte

Meistgelesen
  1. "Heute kann ich heulen"
  2. "Der Künstler ist eine Milchkuh"
  3. Antithese zum Bühnenplüsch
  4. "Merci, Chéri"
  5. Maler Wolfgang Hutter verstorben
Meistkommentiert
  1. Down Under beim Song Contest?
  2. Franz Jonas in der Esperanto-Schule
  3. "Geschichte wiederholt sich als Farce"
  4. Die Küche Gottes
  5. Innovative Zwischenräume

Klassik-CD

Donizetti, Gaetano: Maria Stuarda

G. Donizetti Maria Stuarda Erato, 1 DVD, ca. 20 Euro (dawa) Englische Königin hält schottische Regentin (Cousine und Gattenmörderin) gefangen, sie werfen einander allerlei vulgäres Standesgeplänkel an... weiter




Klassik-CD

Pelléas et Mélisande

Imbrailo, Selinge u. a. Pelléas et Mélisande Arthaus, 1 DVD, (dawa) Gefühlsdrama pur. Wie intensiv einfach spielt Maurice Maeterlincks schockierend echte Sprache in "Pelléas et Mélisande" mit menschlichen... weiter





Like Father Like Son

Unaufdringlich eindringlich

Vater und Sohn sind in "Like Father, Like Son" nicht aus demselben Fleisch und Blut - nach der Geburt lag eine Verwechslung vor. - © Thimfilm Sehr, sehr leicht könnte eine Geschichte über zwei Babys, die bei der Geburt vertauscht wurden und sechs Jahre danach plötzlich aus ihren Familien... weiter




Viel Lärm um nichts

Sieben Gründe für Shakespeare

Liebesspiele: Beatrice (Amy Acker aus der Serie "Angel") und Benedikt (Alexis Denisof aus "Buffy") zanken sich gern. - © Polyfilm Gleich vorweg: Die Liebe kommt in "Viel Lärm um Nichts" nicht unbedingt gut weg, aber das wissen Shakespeare-Kenner natürlich... weiter




Filmkritik

Revolutionsromantik

Es wird getanzt und musiziert in Loachs "Jimmy’s Hall". - © Polyfilm Die gesamte Arbeit des britischen Regisseurs Ken Loach, seine Dokumentar- wie seine Spielfilme, sind von einer kohärenten linksradikalen Haltung... weiter






Quiz