• vom 05.02.2014, 16:15 Uhr

Film


Berlinale

Der Welt auf Leinwand entgegenschlummern




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Von Alexandra Zawia

  • Mit "The Grand Budapest Hotel" eröffnen die 64. Filmfestspiele von Berlin.

Mal sehen, wie das wird: "The Grand Budapest Hotel" mit Jeff Goldblum ist der Berlinale-Eröffnungsfilm. - © Twentieth Century Fox

Mal sehen, wie das wird: "The Grand Budapest Hotel" mit Jeff Goldblum ist der Berlinale-Eröffnungsfilm. © Twentieth Century Fox

Berlin. Obwohl die Berliner Filmfestspiele 2014 erst heute Abend starten, ging die Berlinale praktisch schon in der Nacht zum Montag los, als sich die ersten Filmliebhaber direkt vor den Ticketschaltern der Vorverkaufsstellen einquartierten. Schlafsack, Thermoskanne und Camper-Hocker wie jedes Jahr dabei. Während sie dem ersehnten Ticket entgegenschlummern, träumen sie vielleicht vom "The Grand Budapest Hotel", Wes Andersons neuem Film, mit dem das Festival heute eröffnet.


Ralph Fiennes spielt darin den Concierge eines Luxushotels, der den Bedürfnissen seiner betuchten Gäste mit großer Umsicht begegnet. Mit Bill Murray und Lea Seydoux auf dem roten Teppich fühlen sich viele Fans bestimmt entlohnt - in den nächsten Tagen werden unter anderem Harvey Keitel, George Clooney, Ralph Fiennes, Forest Whitaker, Matt Damon, Ethan Hawke, Patricia Arquette und Bruno Ganz folgen.

20 Filme im Wettbewerb
Im Wettbewerb um die begehrten Trophäen Goldener und Silberne Bären konkurrieren diesmal 20 Filme (18 Weltpremieren), einer davon auch aus Österreich: In ihrem Spielfilmdebüt "Macondo" erzählt die Wiener Filmemacherin Sudabeh Mortezai, die bisher Dokus wie "Im Bazar der Geschlechter" drehte, auf semi-dokumentarische Weise die Coming-of-Age-Geschichte eines tschetschenischen Jungen in einem Simmeringer Flüchtlingsheim. Insgesamt werden 13 österreichische Filme in allen Sektionen der Berlinale laufen; neben Prochaskas "Das finstere Tal" im Berlinale Special auch die Sudan-Doku "We Come As Friends" von Hubert Sauper, der einst mit "Darwin’s Nightmare" für viel Aufsehen sorgte.

Einen programmierten Skandal erwartet man sich wohl von Lars von Triers "Nymphomaniac Vol 1", den die Berlinale ebenfalls zeigt und der nur einer von heuer auffallend vielen überlangen Filmen ist. Deutschland ist in diesem Jahr mit vier eigenen Werken vertreten. Neben dem Afghanistan-Drama "Zwischen Welten" von Feo Aladag bewerben sich die Werke "Die geliebten Schwestern" von Dominik Graf über das Liebesdreieck zweier Schwestern mit Friedrich Schiller, "Jack" von Edward Berger und "Kreuzweg" von Dietrich Brüggemann im Wettbewerb.

Langzeitfamilienstudie
Mit großem Interesse erwartet wird Richard Linklaters neuester Film "Boyhood", seine spannende Langzeitstudie über einen Buben und seine Familie über eine Zeitspanne von zwölf Jahren, für die er immer mit den gleichen Schauspielern, darunter Patricia Arquette und Ethan Hawke, arbeitete. Weitere Beiträge stammen aus Frankreich (darunter eine neue Arbeit von Alain Resnais), Großbritannien und Argentinien, aber auch aus China: Mit drei chinesischen Beiträgen setzte Festivaldirektor Dieter Kosslick einen weiteren Programmschwerpunkt.




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Dokument erstellt am 2014-02-05 16:20:06



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