• vom 28.08.2015, 22:51 Uhr

Film


Frankreich

Krimis im Filmmuseum




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  • Französischer Kriminalfilm im Fokus einer Filmschau.

Wien. Wer vom französischen Kriminalfilm spricht, der weiß um die Stimmung dieser beinahe schon als Subgenre zum Kriminalfilm existierenden Filme. Französische Krimis waren lange Jahre Markenzeichen des dortigen Filmschaffens, aber auch Spiegelbilder der französischen Gesellschaft. Untrennbar mit den meist schwarzweißen Krimis verbunden sind die Namen Jean Gabin oder Simone Signoret, und auch große Regisseure wie Jean Renoir, Jean-Pierre Melville, Jacques Becker oder Henri-Georges Clouzot versuchten sich am "film policier".

Das Österreichische Filmmuseum zeigt in seiner ersten Schau nach der Sommerpause noch bis zum 15. Oktober insgesamt 39 ausgewählte Krimis aus Frankreich, die in den Jahren 1930 bis 1960 entstanden. Die Auswahl stoppt bewusst beim Einsetzen der "Nouvelle Vague", unter deren Vorzeichen das Genre zwar nicht verschwand, aber daraus doch geändert hervorging.


Der Fokus der Filmschau liegt allerdings auf der "klassischen" Periode, in der Filme wie "Rififi" oder "Les Diaboliques" weltbekannt wurden und die auch den Begriff vom "Film Noir" nachhaltig prägten. So nannte man das kontrastreiche Schwarzweiß-Kino in den USA nach 1945, tatsächlich aber hatte es seinen Ursprung in den 30er Jahren in Frankreich.

Auf dem Spielplan in der Wiener Albertina stehen unter anderem die Filme "Le Corbeau" (1943), Clouzots Denunzianten-Studie, Decoins Meisterwerk "Non coupable" (1947), Renoirs "La nuit du carrefour" (1933) oder "Le Trou" von Jacques Becker, der 1960 nur zwei Tage vor Godards "A bout de souffle" anlief und schon von der "Nouvelle Vague" überstrahlt wurde.




Schlagwörter

Frankreich, Jean Gabin, Jean Renoi

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Dokument erstellt am 2015-08-28 20:59:02



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