
Michael Douglas war einer der prominentesten Sexsüchtigen.
Wenn man berühmt ist und im Rampenlicht steht, ist man anfälliger für jede Art von Süchten, denn man hat ständig Zugang zu jeder Form von Exzess. Man lebt ein Leben unter Beobachtung der Öffentlichkeit, und mit dem Ruhm eröffnen sich sehr viele Gelegenheiten. Als Michael Douglas mit seiner Sexsucht an die Öffentlichkeit ging, haben ihn die Leute dafür ausgelacht, weil sie natürlich dachten, dass Promis wie er den ganzen Tag ohnehin nichts Besseres zu tun hätten. Dass es ein echtes Problem ist, hat man damals nicht gesehen.
Könnten Sie auch den Verlockungen des Ruhms erliegen?
Man erinnert sich natürlich an die Zeit, in der man sich keine Kleidung kaufen konnte, und heute wollen mich verschiedene Marken einkleiden. Das ist absurd. Die Gefahr liegt darin, dass man sich daran gewöhnt und bald auch Gefallen daran findet, so umgarnt zu werden. Und dann kehrt sich der Ruhm vielleicht einmal um und man fällt in ein Loch, aus dem man schwer wieder herausfindet.
Hatten Sie jemals Zweifel, dass Ihre Karriere einmal an diesen Punkt kommt, an dem sie heute ist?
Nun, mein eigentlicher Traum vom Heavy-Metal-Star wurde ja irgendwie nichts. Und ich dachte mir immer: Was soll ich denn sonst tun, außer vielleicht noch Schauspielen? Und irgendwann war es fürs Aufhören einfach zu spät. Das klingt lapidar, ich weiß. Denn Schauspielen ist ja meine Leidenschaft. Man muss nur seinen Glauben an sich schützen, denn in diesem Beruf erfährt man ständig Ablehnung. Ich habe so viele Castings versaut! Aber ich hätte kein Sicherheitsnetz gehabt, denn ich habe zum Beispiel nie studiert. Andererseits habe ich schon als Teenager hart gearbeitet, ich könnte mich mit einer Bar oder einem Restaurant selbständig machen. Aber das Mantra, das ich mir vorsagte, war immer: Du bist gut genug, um Arbeit als Schauspieler zu finden. Ich habe immer große Angst, wenn ich in neue Projekte gehe. Bin ich gut genug, kann ich mein Niveau halten? Aber Zweifel ist gut, das mag ich. Ich stelle mich gerne diesen Ängsten, und manchmal verwandeln sie sich in das Gegenteil, dann denke ich: Komm schon, du weißt, dass du gut genug bist. Es ist immer ein Auf und Ab.
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