
Als Oskars Vater bei den Terror-Anschlägen auf das World Trade Center ums Leben kommt, gerät seine streng geordnete Welt aus den Fugen. Also macht sich der Elfjährige auf, das Rätsel um den Nachlass seines Vaters, ein Schlüssel und der Name Black, zu lüften. Auf seiner Reise durch New York begegnet er dabei auch einem alten Mann, der kein Wort spricht und doch beredter ist als so viele andere Menschen.
Der Roman von Jonathan Safran Foer "Extrem laut und unglaublich nah" war 2005 lange auf den Bestsellerlisten, obwohl er keine leichte Kost ist. Und auch Regisseur Stephen Daldry macht es dem Filmpublikum nicht leicht: Oskar ist ein etwas sperriges Kind, aber ein schönes Sinnbild für die Hilflosigkeit angesichts einer Katastrophe und des Versuchs, einen Sinn darin zu finden. Doch besonders dank der Darstellung von Thomas Horn als Oskar lässt man sich gern an der Hand nehmen und durch diesen Versuch führen.
Die Extras bieten u.a. ein schönes Making of mit Statements diverser Beteiligter, ein Feature mit Hinterbliebenen der Anschläge und eine bewegende Doku über Max von Sydow, gestaltet von seinem Sohn. Empfehlenswert!
Warner, 1 Bluray, ca. 17 Euro
Artikel erschienen am 13. Juli 2012 in "Wiener Zeitung", Beilage "Wiener Journal", S. 29
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