Der Arzt Seyolo Zantoko (Marc Zinga) und seine Kinder fühlen sich im Dörfchen Marly-Gomont fremd. - © Thimfilm

Filmkritik

Mitten ins Schwarze1

  • Französische Komödie über die Angst vor Fremden und Integration: "Ein Dorf sieht schwarz".

Komödien über Fremde, sogenannte "Ausländer", sind derzeit groß in Mode und höchst erfolgreich: Aus Frankreich kam vor zwei Jahren mit "Monsieur Claude und seine Töchter" eine Komödie, die sich mit heiratswilligen Migrationshintergründlern aller Glaubensrichtungen auseinandersetzte. Weil das Konzept gut funktioniert hat... weiter





Filmkritik

Burger in 30 Sekunden

  • "The Founder" erzählt die Geschichte von McDonald’s.

Der kleine Burgerladen von Richard und Maurice McDonald in San Bernardino, Kalifornien, begeistert den Milkshakemaschinenverkäufer Ray Kroc (Michael Keaton) 1954 dermaßen, dass er den Brüdern vorschlägt, für sie ihr Unternehmen über ein Franchise-Modell groß zu machen. Der Trick ist die Konzentration auf das Wesentliche: Burger, Pommes, Cola... weiter




Filmkritik

Neu im Kino

Rassistischer Rentner unterwegs (fan) Ein skurriles Roadmovie, bei dem ein rassistischer Rentner (Gérard Depardieu) mit einem arabischstämmigen Rapper durch Frankreich reist. Die Darsteller agieren sehr stark, aber trotz guter Absichten verläuft alles in plumper Political Correctness, die angesichts der dortigen realen Probleme fast kindisch wirkt... weiter




Filmkritik

Gut gebärdet

  • "Seeing Voices" klärt auf über Gehörlosenidentität.

Einen stillen, aber gar nicht stummen Film hat Dariusz Kowalski über die Gebärdensprache gedreht. Es ist die Muttersprache Gehörloser, denn auch wenn sie sprechen lernen, werden sie sich nie selbst hören können und haben so keine Möglichkeit, eine gesprochene Sprache perfekt zu erwerben. Genauso wie jede andere Sprache auch... weiter




Hingabe, Aufgabe: Die Zofe Sookee (Kim Tae-ri, links) und die reiche Lady Hideko (Kim Min-hee) verlieben sich ineinander. - © Filmladen

Filmkritik

Von Schönheit geblendet3

  • Park Chan-Wook hantiert in "Die Taschendiebin" mit der Macht des schönen Scheins.

Nicht alles, was hier so scheint, ist wahr. Eigentlich gar nichts. Denn jeder betrügt jeden, in einer Welt, in der es um Macht, Lust und Gier geht. Das ist aber eigentlich nichts Neues. Was also ist das Besondere an "Die Taschendiebin", dieser koreanischen Version des britischen Krimis "Solange du lügst" von Sarah Waters... weiter




Gold

Gold regiert die Welt

  • "Gold" glänzt vor allem durch seinen Hauptdarsteller.

Matthew McConaughey hatte sich bereits als besessener Schatzsucher und Börsenmakler betätigt, nun kombiniert er beides. Für "Gold" glänzt er bereits körperlich: mehr als 20 Kilo für einen Fettwanst zugenommen, Halbglatze, schlechte Zähne. Die Geschichte selbst beruht lose auf wahren Begebenheiten. 1993 hatte die kanadische Explorations-Gesellschaft... weiter




Filmkritik

Rassismus und kein Ende

  • "The Birth of a Nation" musste für seinen Mut zahlen.

Anfangs wurde das Biopic des Afroamerikaners Nat Turner beim Sundance Film Festival begeistert aufgenommen, als Oscar-Kandidat gehandelt. Doch dann kam der Absturz. Eine Affäre des Filmemachers Nate Parker von 1999 wurde gewaltig hochgespült. Er war der Vergewaltigung einer Studienkollegin angeklagt, wurde aber freigesprochen... weiter




Abgang mit Stil

Neu im Kino

Und jetzt her  mit der Marie! (fan) So ist das bei dem tollen US-Sozialsystem: Auch wenn alte Menschen bloß eine Rente bekommen, mit der sie sich gerade einmal das Nötigste leisten können, kann sich selbst solch ein "Sozialversicherungsscheck" plötzlich in Luft auflösen. Das passiert den lebenslangen Freunden Joe (Michael Caine)... weiter




Neu im Kino

Neu im Kino

Hysterie in Blau (fan) Seit fast 60 Jahren erfreuen die Schlümpfe kleine Kinder über Comics und TV-Serien bis hin zu Spielzeugfigürchen. Nach zwei 3D-Realfilmen mit Trickfilmelementen gibt es nun ein komplett animiertes Abenteuer-Reboot von "Das verlorene Dorf". Auf der Suche danach muss Schlumpfine dem bösen Zauberer Gargamel zuvorkommen... weiter




Filmkritik

Gott aus der Maschine

  • "MindGamers" ist brandaktuell, aber mit lauem Ergebnis.

Dass das menschliche Gehirn zu den erstaunlichsten Organen zählt und bis heute nur zum Teil erforscht ist, dürfte allgemein bekannt sein. Ebenso, dass Mind-Control-Methoden äußerst zweifelhafte bis erschreckende Folgen haben können. Also ein an sich hoch brisantes Thema, das auch im Film unzählige Niederschläge gefunden hatte... weiter




Filmkritik

Goebbels’ Maniküre1

  • Doku "Ein deutsches Leben" über Goebbels’ Sekretärin.

Es ist nicht die Schuld des Filmemacher-Quartetts, dass Brunhilde Pomsel so gar nichts gewusst haben will über die Gräuel der Nazi-KZ, bevor sie nach fünf Jahren Gefangenschaft aus Russland zurückkam. Davor nämlich war sie ab 1942 die Sekretärin von Jospeh Goebbels, also eigentlich bloß eine einfache Stenotypistin... weiter




Weniger Handtasche, mehr Bomberjacke: Tiger und Vanille. - © Constantin

Filmkritik

Hau-drauf-Qualitäten1

  • In "Tiger Girl" von Jakob Lass geht es darum, ein bisschen weniger nett zu sein.

Die deutsche Großstadt ist ein raues Pflaster, nette Mädchen haben da nichts verloren. Oder wie Tiger (Ella Rumpf) Margarethe (Maria Dragus) einbläut: "Du bist zu höflich." Tiger taucht auf als Retterin in der Not, nur ein bisschen weniger edel, dafür beweist sie Schlagfertigkeit in Wort und Tat. Diese lässt Maggie... weiter




Filmkritiken

Neu im Kino

Eine Ehe macht Politik (suv) Einer wahren Geschichte darf man nicht vorwerfen, kitschig zu sein: Die Liebesgeschichte zwischen Seretse Kama (David Oyelowo), des zukünftigen Königs von Bechuanaland, dem heutigen Botswana, und Ruth Williams (Rosamund Pike), einer weißen Büroangestellten, während der aufkommenden Apartheid im Nachbarland Südafrika ist... weiter




Auf der Mülldeponie verdienen sich manche Menschen ihren Lebensunterhalt. Michael Glawogger hat dabei zugesehen. - © Filmladen

Filmkritik

Die Welt aufscheuchen4

  • Michael Glawoggers filmisches Vermächtnis "Untitled" ist das Fragment einer rastlosen Reise.

Als Michael Glawogger Ende 2013 in seinem alten Bus und mit seinem Kameramann Attila Boa und seinem Tonmann Manuel Siebert von seiner Wahlheimat in Pitten zu einer Tour ins Ungewisse aufbrach, da war ihm bewusst, dass es eine Reise der Gefahren werden wird; denn ganz ins Ungewisse ist Glawogger natürlich nicht gefahren... weiter




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Kommentar

Kunst, Krach und Küken

Glückwunsch, es ist ein... Küken? Ein Billet mit so einem Aufdruck hätte man diese Woche Abraham Poincheval überreichen können... weiter





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  1. Russland nimmt nicht an Song Contest teil

Regisseur Wolfgang Murnberger (l.) mit Josef Hader ("Wilde Maus") und Schauspieler-Kollegin Pia Hierzegger.

Mary Wollstonecraft (1759 - 1797) gilt als die erste Feministin Englands. Das bekannteste Werk der Schriftstellerin, Übersetzerin und Philosophin, "A vindication of the rights of woman" ("Verteidigung der Rechte der Frau") tritt für eine Gleichberechtigung von Mann und Frau ein. Barry Jenkins Film "Moonlight" gewann den Oscar für den besten Film. Zuvor wurde irrtümlich "La La Land" gekürt.

Hugh Jackman winkt am Roten Teppich. Jean-Honoré Fragonard, Das Mädchen mit dem Murmeltier, 1780er Jahre.


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