Fans von Bud Spencer nach seinem Begräbnis in Rom, im Juni 2016. - © APAweb/AFP, FABI

Filmkritik

Von Fans für Fans

  • "Sie nannten ihn Spencer" nähert sich dem Haudrauf-Idol.

Jorgo Papasoglou ist von Geburt an blind. Er hat alle Filme mit Bud Spencer "gesehen", sie haben sich ihm mit all dem "Knuff!" "Autsch!" und "Peng!" und der brummigen Synchronstimme von Bud als Hörfilme erschlossen. Für ihn, Jorgo, gäbe es nichts Größeres im Leben als sein Idol Bud Spencer endlich persönlich zu treffen... weiter





Filmkritik

Jeder kriegt sein Fett ab

  • "The Party" von Sally Potter ist rasantes Screwball-Kino.

Mitten in die Dreharbeiten von "The Party" im Sommer 2016 platzte das Brexit-Votum der britischen Bevölkerung, und das schien dieser bitterbösen Boulevardkomödie noch einmal deutlich an Schärfe gegeben zu haben, auch, wenn Regisseurin Sally Potter den Brexit mit keinem Wort erwähnt. Aber es geht hochpolitisch zu in diesem schwarzweißen... weiter




Filmkritik

Neu im Kino

Musik im Blut (fan) Der junge Baby (Ansel Elgort) fährt für seinen Gangster-Mentor (Kevin Spacey) Fluchtautos. Nicht nur darin ist er ausgezeichnet, er hat auch mächtig Musik im Blut. Daraus wird ein im wahrsten Sinn rasant durchkomponierter und choreografierter Actionthriller, durch den man diesem Genre noch neue Seiten abgewinnen kann... weiter




Weltraumagenten im Ferien-Look zwecks Tarnung: Valerian (Dane deHaan) und Laureline (Cara Delevingne). - © Universum Film

Filmkritik

Augen auf, Hirn aus2

  • Luc Bessons "Valerian" als quietschbunte Science-Fiction-Action-Komödie.

Es ist ein Kindheitstraum, der hier in Erfüllung gegangen ist: Der französische Regisseur Luc Besson adaptierte die Comicreihe "Valérian et Laureline" (erschien erstmals 1967) von Pierre Christin und Jean-Claude Mezieres zu einem bunten, opulenten und detailverliebten Schauwerk, das Komödie, Actionfilm und Science-Fiction vereint... weiter




Filmkritik

Neuer kleiner Mieter

  • "Das unerwartete Glück der Familie Payan" bringt Chaos.

Franzosen lieben Feel-Good-Movies über ganz normale Familien, die aber verschiedenartigste Macken oder Mängel aufweisen müssen. "Ziemlich beste Freunde" aus 2011 avancierte fast schon zum Klassiker. Vor zwei Jahren wurde auch das schrullige "Verstehen sie die Béliers?", in dem bis auf die Tochter alle gehörlos waren, ein Riesenerfolg... weiter




Filmkritik

Ein Blick zurück, der zu viel will2

Wer den Anspruch hat, die "Geschichte der Liebe" nachzuerzählen, während die meisten schon an der Definition derselben scheitern, darf sich nicht wundern, wenn am Ende niemand mehr so recht weiß, was das alles soll. Der rumänisch-französische Regisseur Radu Mihaileanu hat es mit "Die Geschichte der Liebe"... weiter




Kraxeln aufs Washington Monument: Spiderman (Tom Holland) muss seine Schulfreunde aus einer Notlage befreien, nicht die Welt retten. - © SonyVideo

Filmkritik

Zum Sterben viel zu schade5

  • Frischer Wind fürs Blockbustergenre: "Spiderman: Homecoming" zeigt einen Superhelden neuen Typs.

Eigentlich ist die allerorts gelobte Frische des neuesten Spiderman-Abenteuers eine Mogelpackung: Denn so richtig frisch ist nur der 21-jährige Hauptdarsteller Tom Holland, der seine Sache als Milchbubi mit Superkräften erstaunlich gut und vor allem selbstironisch der Figur gegenüber meistert. Der Rest des Films besteht aus alten Haudegen: Robert... weiter




Filmkritik

Sein und Nicht-haben

  • Ein Ratgeberfilm von Regisseur Pepe Danquart.

Würdest du dein Leben anders leben, wenn du die Chance bekämst, noch einmal fünf Jahre zurückzuspulen? "Auf der anderen Seite ist das Gras viel grüner" nimmt im Titel allerdings schon vorweg, dass diese Frage eigentlich sinnlos ist, denn das, was wir gerade nicht haben, sieht aus der Ferne eben immer saftiger aus... weiter




Filmkritik

Neu im Kino

Ringen um ein geniales Kind (fan) Ihr alleinerziehender Onkel (Chris Evans) will seine hochbegabte Nichte in einfachen Verhältnissen und ohne Leistungsdruck aufwachsen sehen. Ihre Mutter (Lindsey Duncan) hingegen hat andere, große Pläne, nämlich, sie auf eine Spezialschule zu schicken. Ein heftiger Streit entbrennt, der vor Gericht landet... weiter




Filmkritik

Idyll ohne Tiefgang1

  • Eleanor Coppolas Debüt "Paris kann warten".

Besser spät als nie: Eleanor Coppola, Ehefrau von Regielegende Francis Ford Coppola, legt mit 81 Jahren ihr Spielfilmdebüt vor, in dem sie ihre persönlichen Erlebnisse einer Frankreich-Reise verarbeitet: Ihr filmisches Alter Ego ist die Filmproduzenten-Gattin Anne (Diane Lane), die mit ihrem Mann nach einem Trip nach Cannes ein paar Tage Urlaub... weiter




Filmkritik

Neu im Kino

Gar nicht raffiniert (greu) Edward (Ulrich Thomsen) und Ib (Nicolas Bro) möchten ihre sexunwilligen Ehefrauen per Auftragskiller ins Jenseits befördern, ahnen aber nicht, dass diese einen ganz ähnlichen Plan für sie hegen. Ole Bornedals schwarze Komödie will raffiniert sein, ist aber bloß billig und arbeitet sich an heillos überzeichneten Figuren... weiter




Filmkritik

Die Ausgebrannten

  • Leicht unentschieden: die Komödie "Happy Burnout".

Andreas "Fussel" Poschka (Wotan Wilke Möhring) bezieht Harz IV eigentlich, seit es Harz IV gibt: Um nicht obdachlos zu werden, wird der Langzeitarbeitslose aus Überzeugung in "Happy Burnout" von seiner fürsorglichen Amtsbetreuerin (Victoria Trauttmansdorff) in eine Burnout-Klinik eingewiesen. Dort gerät der Systemfeind zum Vergnügen der anderen... weiter




Filmkritik

Mäanderndes Abenteuer

  • "Ich - Einfach unverbesserlich 3" ist stark und schwach.

Das Motto vieler Filmemacher trifft wohl auch auf den neuen "Unverbesserlich"-Teil zu: Warum sollte man etwas an einem funktionierenden Schema ändern, wenn man doch einfach nur einzusteigen braucht, um den Spaß zu verlängern? Doch oft sacken die Fortsetzungen ab. So ist auch der dritte Teil der Gut-Böse-Achterbahnfahrt auch nur der Drittbeste der... weiter




Miss Martha (Nicole Kidman) führt die Mädchenschule, in der plötzlich ein verwundeter Soldat für erotisches Flirren sorgt. - © Universal Pictures

Filmkritik

Ein Wolf im Mädchenpensionat3

  • Sofia Coppola erzählt in "Die Verführten" von weiblicher und männlicher Erotik und ihren Folgen.

Die jungen Damen im Mädchenpensionat leben in einer entrückten Welt voller Stille und Beschaulichkeit, in der die Sonne durch die dichten Südstaatenwälder glitzert und man in paradiesischer Umgebung in Seelenruhe Schwammerl pflücken kann, während unweit davon der amerikanische Bürgerkrieg tobt, mit Kanonen, Rauchschwaden, zerbombten Soldaten... weiter




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Meinung

Mehr Sauna im Museum

Wenn man die Stufen des Naturhistorischen Museums in Wien hinaufgeht, ist eines der ersten Exponate bekanntlich ein toter Hund... weiter





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Am Montagabend feierte Michael Haneke mit "Happy End" zum siebenten Mal Weltpremiere im Wettbewerb der Filmfestspiele von Cannes.

Monica Bellucci war die Gastgeberin beim Auftakt des Festivals: Eine ehrenvolle Rolle, bei der man durch den Gala-Abend führt. Entsprechend chiczeigte sich die inzwischen 52-Jährige. Fesselndes am letzten Wochenende in Krems: "Durational Rope" von Quarto brachten Seile unter anderem zum Tanzen.

Blixa Bargeld und eines seiner Instrumente. Regisseur Wolfgang Murnberger (l.) mit Josef Hader ("Wilde Maus") und Schauspieler-Kollegin Pia Hierzegger.


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