• vom 21.09.2016, 15:44 Uhr

Kultur

Update: 22.09.2016, 10:26 Uhr

Kurzkritiken

Neu im Kino




  • Artikel
  • Lesenswert (1)
  • Drucken
  • Leserbrief





  • Filme

Wenn der Vater

mit dem Sohne


(fan) Die deutsche Initiative "Der besondere Kinderfilm" wird ihrem Motto mit "Auf Augenhöhe", gedreht von Absolventen der Filmuniversität Babelsberg, voll gerecht. Es geht um einen 10-jährigen Waisenjungen, der einen Hinweis auf seinen noch lebenden Vater entdeckt. Wen er findet, schockiert ihn anfangs gewaltig: einen kleinwüchsigen Mann. Die Höhen und Tiefen, die beide auf dem Weg zueinander durchmachen, sind ehrlich und berührend. Ein besonderer Kinderfilm.

Auf Augenhöhe, D 2016

Regie: Evi Goldbrunner, Joachim Dollhopf. Mit: Luis Vorbach, Jordan Prentice, Ella Frey

Das abwegige Ende

einer Superfrau

(fan) Hildegart Rodriguez wurde 1914 in Madrid geboren. Ihre Mutter wollte sie zu einer feministischen Superfrau-Aktivistin aufbauen, was ihr auch gelang. Als sich Hildegart 19-jährig von ihr emanzipieren wollte, erschoss sie ihre Tochter im Schlaf. Ein mit eigenwilliger Bildsprache und Hand-Animationen gekonnt umgesetzter Doku-Realgrusel über das Ausarten einer Mutter-Tochter-Beziehung im Wahn des Lebenszieles, "nur das Beste zu wollen". Gespenstisch, abwegig, aber wahr.

Hildegart - oder Projekt:

Superwoman, Ö 2015

Regie: Barbara Caspar

Zwischen Kündigung

oder Versetzung

(fan) Checco Zalone, einer der beliebtesten Komödianten Italiens, hat dort mit "Der Vollposten" einen Riesenhit gelandet. Seine überspitzte Beamtengroteske nimmt viele Missverhältnisse seines Landes aufs Korn. Als schmieriger, bequemer Müßiggänger wird er durch eine Reform vor die Wahl gestellt: Kündigung oder Versetzung. Um ihn loszuwerden, schickt man ihn durch die Welt. Allerdings wirkt alles eher als zusammengestoppelte Aneinanderreihung komischer Situationen.

Der Vollposten, I 2016

Regie: Gennaro Nunziante
Mit: Checco Zalone, Azzurra Martino, Eleonora Giovanardi

Mit Buddha in

Ungarns Osten

(greu) Es ist nicht leicht, im Osten Ungarns ein Gymnasium für jugendliche Roma zu betreiben, schon gar nicht, wenn es sich dabei um ein buddhistisches handelt. Aber in dem Dorf Sajókaza versucht János Orsós genau das: Zwischen rassistischen Ressentiments und einer beschwerlichen Integration offenbart die sensibel austarierte Doku von Stefan Ludwig in einem Fallbeispiel, wie weit Europa noch von dem entfernt scheint, was es auf dem geduldigen Papier längst ist: ein Hoffnungsanker.

Der zornige Buddha, Ö/D 2016

Regie: Stefan Ludwig




Schlagwörter

Kurzkritiken

Leserkommentare




Mit dem Absenden des Kommentars erkennen Sie unsere Online-Nutzungsbedingungen an.


captcha Absenden

* Pflichtfelder (E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht)


Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2016
Dokument erstellt am 2016-09-21 15:47:03
Letzte Änderung am 2016-09-22 10:26:03




Werbung



Kommentar

Um Romantik ist es da nie gegangen

"Als Faustregel kann man sich als Frau merken, dass ein Mann, der frisch von der Arbeit nach Hause kommt, mindestens eine halbe Stunde Feuerstarren... weiter





Beliebte Inhalte

Meistgelesen
  1. Hier schreibt der Boss
  2. Ein Fest für den Strahlemann
  3. Prunk und Grandezza
  4. Wenn Gedanken zu Frequenzen werden
  5. Nudelsieb statt Aluhut
Meistkommentiert
  1. Die einzigartige Stimme
  2. Hungerstreik für die Musik


Dieses Papier sorgt derzeit für Diskussionen in Hollywood: Angelina Jolie hat "aufgrund unüberbrückbarer Differenzen" die Scheidung von Brad Pitt eingereicht. Colin Firth, hier als Teil der Crew zu Tom Fordszweiter Regiearbeit "Nocturnal Animals", ist einer der besten Freunde desModedesigners Ford.

Scraps and sketches, etc. - caption: ''The Gin shop'. A satirical sketch on the dangers of drinking alcohol', George Cruikshank, 1828. 1971: Das italienische Schauspiel-Duo Terence Hill und Bud Spencer, wie es in Erinnerung bleibt - hier in der erfolgreichen Western-Komödie "Vier Fäuste für ein Halleluja". Spencer heißt mit bürgerlichem Namen Carlo Pedersoli.


Werbung