• vom 21.09.2016, 16:16 Uhr

Kultur

Update: 22.09.2016, 10:23 Uhr

Filmkritik

Die glorreichen Sieben reiten wieder




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Von Thomas Fanta


    Im Jahr 1960 verlagerte Regisseur John Sturges das 1954 von Akira Kurosawa gedrehte Epos "Die sieben Samurai" aus dem Japan des 16. Jahrhunderts in das Amerika des 19. Jahrhunderts. Dieses Remake "Die glorreichen Sieben" wurde zu einem Klassiker des Westerns, der obendrein mit gängigen Genre-Konventionen brach, etwa, wenn die markanten Figuren zu gebrochenen Antihelden werden. Die Fortsetzungen, auch eine TV-Serie, konnten dieses Niveau nicht erreichen.

    Remake-Dilemma
    Nun versucht sich Antoine Fuqua an einem neuerlichen Remake. Er wollte sich mehr an Kurosawa orientieren. Das greift ebenso wenig wie Anleihen an Sergio Leone.


    Zwar bleibt die Prämisse eines von Bandoleros überfallenen Dorfes erhalten. Nur ist es hier ein skrupelloser Geschäftsmann (Peter Sarsgaard), der das Kaff Rose Creek mitsamt den umliegenden Goldminen um einen Spottpreis an sich reißen will. Wofür ihm jedes Mittel recht ist. Ähnlich wie in "Die vier Söhne der Katie Elder" mit John Wayne.

    Gleich bleibt natürlich das Engagement eines smarten Kopfgeldjägers (Denzel Washington), der die Truppe zusammenruft. Damit ist das Grundgerüst aufgestellt. Die Darsteller der Kämpfer bemühen sich redlich auch um individuelle Profile, doch überlagert der Fokus auf nur mehr wuchtig inszenierte, kompromisslos brutale Action und Gewalt. Wem das genügt, der wird sich zweifellos bestens unterhalten. An das Original kann das Remake aber nicht heranreichen.

    western

    Die glorreichen Sieben,

    USA 2016

    Regie: Antoine Fuqua. Mit Denzel Washington, Chris Pratt




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    Copyright © Wiener Zeitung Online 2016
    Dokument erstellt am 2016-09-21 16:20:06
    Letzte Änderung am 2016-09-22 10:23:07




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