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Update: 15.03.2017, 15:57 Uhr

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Der Roman, der nie geschrieben wurde

(fan) Regisseur Pablo Larrain beschäftigte sich immer wieder mit der Geschichte seiner Heimat Chile. Etwa in der Trilogie "Tony Manero". Nun widmet er sich dem Dichter und kommunistischen Aktivisten Pablo Neruda. Wobei sich, wie von Larrain ausgedrückt, ein "Anti-Biopic", entwickelt. Als Mischung aus Flucht des Dichters vor dem Autokraten-Regime und der Schilderung von Identität, Unendlichkeit sowie der Kraft von Poesie. Dargestellt als eine Art Roman, den Neruda nie schrieb. Dazu kommen eindrucksvolle Landschaftsbilder. Sehr komplex und stellenweise sogar etwas verwirrend, aber eine etwas andere Darstellung gesellschaftlicher Zustände, die auch Humorvolles nicht ausspart.

Neruda, CHI/ARG/F/E/USA 2016

Regie: Pablo Larrain

Mit: Luis Gnecco, Gael García Bernal, Mercedes Morán

Auf der Jagd nach dem Russen-Soda

(greu) Das Wiedersehen mit dem alten Grantler Allan Karlsson (Robert Gustafsson) nach dem ersten schwedischen Lacherfolg "Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand" (2013) führt nun in dessen Traumresidenz nach Bali, wo Allan gemeinsam mit seinen Kumpels auf die Idee kommt, dem verschollen geglaubten Rezept eines alten russischen Brausegetränks nachzuspüren, das sich in Berlin befinden soll. Das Sequel, das diesmal nicht aus der Feder von Bestseller-Autor Jonas Jonasson stammt, bietet bei weitem nicht den gleichen Esprit wie Teil eins, kann aber mit ein paar launigen Ideen und Gags unterhalten. Auch Erni Mangold ist in einer kleinen Rolle dabei.

Der Hunderteinjährige, der die Rechnung nicht bezahlte und verschwand, S 2016

Regie: Felix Herngren, Mans Herngren. Mit: Robert Gustafsson, Iwar Wiklander, David Wiberg

Flache Moral für Schulkinder

(fan) Seit über 90 Jahren ist "Die Häschenschule", zumindest in Deutschland, für Schulkinder eine Art Pflichtlektüre. Dieser aus heutiger Sicht komplett veraltete und pädagogisch fragwürdige "Erziehungswegweiser" soll nun zeitgemäß aufpoliert werden. Die Animations-Neuinterpretierung beschränkt sich hauptsächlich auf den Kumpel einer wilden Großstadtbande mit "coolem" Neudeutsch, der brave, folgsame Landschulhäschen durcheinanderbringt. Doch dann reift er zum Osterei-Retter gegen strunzdumme Füchse heran. Das Ganze läuft zwar rasant aktionsreich samt ständigem altbekannten Slapstick ab. Doch letztlich bleibt es nur bei flacher und fingererhobener, eindimensionaler Moral.

Die Häschenschule - Jagd nach dem goldenen Ei, D 2016

Regie: Ute von Münchow-Pohl

Stimmen: Noah Levi, Senta Berger, Friedrich von Thun





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Copyright © Wiener Zeitung Online 2017
Dokument erstellt am 2017-03-15 15:48:06
Letzte ─nderung am 2017-03-15 15:57:25



Kommentar

Verschieben wir’s auf morgen!

Der Begriff Prokrastinieren hat keinen guten Ruf. Völlig zu Unrecht. Das Aufschieben von eigentlich anstehenden Tätigkeiten wird oft als eine Art... weiter





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