Wien.

Und das, nachdem bereits die Findung des derzeitigen Theater-an-der-Wien-Chefs eine schwere Geburt war. Zwei Ausschreibungen waren nötig, denn ein interner Konflikt war ausgebrochen: Bregenz-Intendant David Pountney wollte seinen Vertrag, zum Unbehagen von Festspiel-Präsident Günter Rhomberg, über 2013 hinaus verlängern. Letztlich beschied sich Pountney mit dem ursprünglich avisierten Vertragsende. 2014 sollte ein Übergangsjahr werden, 2015 Geyer folgen, dieser 2016 auch Geschäftsführer werden.
Nun ist doch alles anders. "Unüberbrückbare Auffassungsunterschiede über die künstlerische Ausgestaltung und Umsetzung des Programms ab 2015" hätten zum Bruch geführt, verlautet der Bregenzer Stiftungsvorstand. Dieser hat Geyer ursprünglich engagiert, um für Bregenz eine neue Pionierphase einzuläuten. Die Maßnahmen des Wieners wurden aber offenbar nicht goutiert. In einem "News"-Interview erklärt Geyer, er hätte gravierende Änderungen geplant. Statt einer zentralen Opernproduktion auf dem See, die je zwei Sommer läuft, hätte es künftig drei bis vier Opernproduktionen jährlich gegeben. Hans-Peter Metzler (er folgt heuer Rhomberg nach) drückte am Dienstag sein Bedauern über den Dissens aus. Bis Herbst will man einen neuen Intendanten gefunden haben.
Weniger bestürzt zeigen sich die Vereinigten Bühnen Wien (VBW), zu denen das Theater an der Wien gehört: VBW-Chef Thomas Drozda bietet Geyer eine zweijährige Verlängerung bis 2018. In Wien solle Geyer auch für das Programm der Kammeroper mitverantwortlich zeichnen, die zum Haus der freien Gruppen wird.
Ein Zeichen der Kontinuität setzte derweil Kulturministerin Claudia Schmied: Sie verlängerte den Vertrag von Burgtheater-Chef Matthias Hartmann bis August 2019, jenen von Staatsoperndirektor Dominique Meyer bis Saisonende 2019/20. Meyer verlängerte daraufhin Generalmusikdirektor Franz Welser-Möst bis 2018.
Ian Hunter, Professor für Maschinenbauwesen am renommierten Massachusetts Institute of Technology (MIT), vermittelt seinen Studenten ein Denken über...
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