
Madrid. Wegen Beleidigung des spanischen Königs Juan Carlos sind die drei Mitglieder einer Punkgruppe zu je 900 Euro verurteilt worden. Die jungen Männer hatten nach einem Urteil des Nationalen Gerichtshofs auf einem Festival mit ihrer Gruppe "Ardor de Estomago" ein Lied vorgetragen, in dem der Monarch mit Ausdrücken wie "Bastard" und "Hurensohn" belegt worden war.
Die Richter lehnten in ihrer Entscheidung den Antrag von Nebenklägern ab, wonach die Musiker dem Königshaus eine Entschädigung von 100.000 Euro zahlen sollten. Das beanstandete Lied war im Anschluss an das Festival in Segovia auf eine CD aufgenommen worden, deren Herausgabe von der Rathausverwaltung der mittelspanischen Stadt finanziert wurde.
"Kette von Fehlern"
Der Bürgermeister von Segovia, Pedro Arahuetes, sagte in dem Prozess aus, das Stück sei wegen einer "Kette von Fehlern" auf die CD geraten. Er habe erst später davon erfahren und das Königshaus um Entschuldigung gebeten. Die drei Musiker hatten vor Gericht bestritten, die Urheber und Interpreten des Lieds gewesen zu sein.
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