• vom 26.04.2012, 15:05 Uhr

Kulturpolitik

Update: 26.04.2012, 15:14 Uhr
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"Kinder des Regenbogens"

Singen gegen Breivik



  • Zehntausende sangen in Oslo ein dem Rechtsextremisten verhasstes Volkslied.

"Kinder des Regenbogens" in Oslo. (Foto zum Vergrößern bitte anklicken) - APAweb / NTB SCANPIX

"Kinder des Regenbogens" in Oslo. (Foto zum Vergrößern bitte anklicken) APAweb / NTB SCANPIX

 Oslo. Aus Protest gegen den geständigen norwegischen Attentäter Anders Behring Breivik haben sich in Oslo am Donnerstag zehntausende Menschen versammelt und ein dem Rechtsextremisten verhasstes Volkslied gesungen. Nach Schätzung der Polizei stimmten rund 40.000 Menschen auf einem Platz nahe des Gerichtsgebäudes, in dem sich Breivik für die Anschläge in Oslo und Utöya vom 22. Juli 2011 verantworten muss, das Lied "Kinder des Regenbogens" von Lillebjoern Nilsen an.

Viele der Menschen, die einem Aufruf im Internet gefolgt waren, trugen bunte Regenschirme und Regenjacken sowie Rosen und norwegische Flaggen. Breivik hatte am Freitag vor Gericht Nilsen als "sehr gutes Beispiel eines Marxisten" bezeichnet, der die Kulturszene infiltriert habe und mit seinen Liedern norwegische Schüler einer "Gehirnwäsche" unterziehe.

Zwei Norweger starteten daraufhin auf Facebook eine Kampagne, um das Lied wieder "zurückzuerobern". "Ich hatte das Gefühl, dass er auf einem Lied herumtrampelte, mit dem ich aufgewachsen war, und das ich meinem Kind vorsinge", sagte eine der Initiatoren, Lill Hjoennevaag, dem Fernsehsender NRK.

Das Lied, das eine Adaptation des Lieds "My Rainbow Race" des US-Folksängers Pete Seegers ist, ist sehr beliebt in Norwegen. Der Refrain lautet: "Zusammen werden wir, Brüder und Schwestern, als kleine Kinder des Regenbogens und der grünen Erde leben." Nilsen, der die Aktion am Donnerstag selbst anführte, sagte, das Lied handele nicht in erster Linie von Menschen, sondern vom Schutz der Umwelt.


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Copyright © Wiener Zeitung Online 2013
Dokument erstellt am 2012-04-26 15:06:34
Letzte Änderung am 2012-04-26 15:14:19


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