Wien. (rat) Eine Querele rund um die Neubesetzung einer Professur für Regie am Max Reinhardt Seminar sorgt für Aufregung. Angeblich ist die Debatte seit zwei Jahren im Gange, nun ist der Streit eskaliert.
Der Schweizer Regisseur Stefan Bachmann, 47, ist der Wunschkandidat der Berufskommission. Bachmann, ein renommierter Regisseur mit weitreichender Erfahrung an namhaften Bühnen, wird ab 2013 die Intendanz des Schauspiel Köln übernehmen. Der Rektor meldete Bedenken hinsichtlich der Doppelfunktion an und sprach die Professur der ursprünglich Drittgereihten Anna Maria Krassnig, 41, zu. Diese Wahl wurde nun öffentlich kritisiert. Institutsvorstand Hans Hoffer sagt zur "Wiener Zeitung": "Ich schätze Frau Krassnigg für ihre Bemühungen, aber hier geht es um die bestmögliche Entscheidung für die Studierenden." Auch Literaturnobelpreisträgerin Elfriede Jelinek ergreift Partei für Stefan Bachmann und spricht von einem "Willkürakt".
"Ich bin der Garant dafür, dass die Regieklasse überhaupt funktioniert", kontert die Wiener Regisseurin und Leiterin des "Salon 5" gegenüber der "Wiener Zeitung". Die Theatermacherin unterrichtet seit zehn Jahren als Gastprofessorin am Seminar, 2009 hat sie etwa ein Festival für Regiestudierende organisiert und eine viel beachtete Leistungsschau präsentiert. Die nunmehrige Infragestellung ihrer Leistungen macht sie fassungslos: "Wie meine Arbeit kaputtgemacht wird, ist infam."
Der Rektor der Universität für Musik und darstellende Kunst, Werner Hasitschka, spricht mittlerweile von einem "offenen Verfahren" und verspricht eine "Entscheidung innerhalb der nächsten drei bis vier Wochen".
Was von Seminarleiter Hoffer mit Bedauern aufgenommen wird: "Jede Verzögerung erschwert unsere Planung für das kommende Studienjahr."
"Dieser Körper ist zu fett für Abercrombie & Fitch." Im Netz verbreiten sich derzeit Fotos von üppiger gebauten Damen...
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