• vom 31.08.2012, 16:08 Uhr

Kulturpolitik

Update: 03.09.2012, 10:55 Uhr
  • Artikel
  • Lesenswert (0)
  • Drucken
  • Leserbrief
  • Empfehlen/Teilen



Weniger ist doch mehr



  • Salzburger Festspiele: Auslastung sank auf 90 Prozent - trotz Zuschauerrekord.

Alexander Pereira wird mit Freundin Daniela de Souza tanzend das Festival beschließen.

Alexander Pereira wird mit Freundin Daniela de Souza tanzend das Festival beschließen.© EPA Alexander Pereira wird mit Freundin Daniela de Souza tanzend das Festival beschließen.© EPA

Salzburg.Die Auslastung der Salzburger Festspiele 2012 ist gegenüber dem Vorjahr um fünf Prozent auf 90 Prozent gesunken. Diese niedrigste Auslastung seit 13 Jahren hat das Direktorium der Festspiele am Freitag bei seiner Bilanz-Pressekonferenz bekannt gegeben. Insgesamt sind 240.000 Besucher in 251 regulären Veranstaltungen gekommen. Rechnet man zu diesen Zahlen drei Benefiz-, zwei Open-Air- und 42 Sonderveranstaltungen hinzu, so ergibt das eine Zuschauer-Gesamtzahl von fast 279.000. Dies wiederum bedeutet einen absoluten Zuschauerrekord in der Geschichte der Salzburger Festspiele.

Werbung

Extrem niedrige Auslastung auf der einen und Zuschauerrekord auf der anderen Seite - diese Divergenz ergibt sich aus der Tatsache, dass die Festspiele heuer mit 265.000 Karten um 42.000 Karten mehr aufgelegt hatten als 2011. "Wir haben heuer in unsere Schwäche investiert, und im Schlussdrittel der Festspiele besonders viele attraktive Veranstaltungen inklusive Opernpremieren programmiert. Es dauert zwei, drei Jahre, bis das Publikum registrieren wird, dass auch der Schluss und nicht nur der Anfang der Festspiele attraktiv ist", so Intendant Alexander Pereira. "Ich fühle mich mehr geohrfeigt als ich es verdient habe", so Pereira, der beklagte, dass er in Salzburg immer nur über Zahlen reden müsse. Das Gesamtbudget betrug heuer 57 Millionen Euro und soll 2013 auf 60 Millionen erhöht werden.

Festival-Ball zum Ausklang
Sven-Eric Bechtolf, Regisseur und Schauspielchef der Festspiele, sagte, es gebe so etwas wie einen Auslastungsfetischismus, der keinesfalls überbewertet werden dürfe. "Man muss wagen und Risiken eingehen, und wir werden das auch in Zukunft tun. Wenn eine Produktion nur zu 60 Prozent ausgelastet ist, dann ist das völlig wurscht. Diese Art von Verschwendung ist keinesfalls obszön, sie ist vielmehr Teil des Festes. Wenn wir permanent 99 Prozent hätten, würde man uns ,Populisten‘ nennen".

Die Festspiele werden am Samstag mit dem erstmals stattfindenden Festival-Ball ausklingen.




Schlagwörter

Salzburger Festspiele

Leserkommentare




Mit dem Absenden des Kommentars erkennen Sie unsere Online-Nutzungsbedingungen an.


captcha Absenden

* Pflichtfelder (E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht)


Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2013
Dokument erstellt am 2012-08-31 16:15:12
Letzte Änderung am 2012-09-03 10:55:11


Werbung




Kommentar

Der moderne Universalmensch

Ian Hunter, Professor für Maschinenbauwesen am renommierten Massachusetts Institute of Technology (MIT), vermittelt seinen Studenten ein Denken über... weiter



Die letzten Stufen werden noch eingekleidet, und dann kanns los gehen:

Es sollte die Suche nach dem Ursprung des Universums werden - oder zumindest etwas Ähnliches. Medienkünstler Peter Weibel lud zum Auftakt in den Klangraum Minoritenkirche, um sich einem "3D-Rausch-Konzert" hinzugeben. Ostern ist zwar schon vorbei, aber der Hase hat nach wie vor Saison. (Probenfoto)

Kein Engel, sondern Justin:  Ein Countdown auf dem Bühnen-Screen kündigte gegen 21.00 Uhr den  Pop- und Social Media-Stars an, rund 14.000 Fans kreischten  im Minutentakt  Das Museumsquartier war am Sonntag Schauplatz der weltweiten Live-Premiere des 13. Albums "Delta Machine" der britischen Synthie-Popper "Depeche Mode".


Frankreich: Amandine Bourgeois - "L'enfer et moi"

Der Teil einer Installation des pakistanischen Künstlers von Imran Qureshi im Metropolitan Museum in New York. Die letzten Stufen werden noch eingekleidet, und dann kanns los gehen:

21. 5. 2013: Schwere Zeiten für Fans des glänzenden Metalls: Der Goldpreis erklimmt keine neuen Höhen mehr, das Interesse der Anleger ist merkbar gesunken. Noch herrscht auf der Croisette vor dem Palais des Festivals in Cannes die Ruhe vor dem Sturm.

Werbung