• vom 15.10.2012, 17:17 Uhr

Kulturpolitik

Update: 15.10.2012, 18:12 Uhr
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Kammerspiele

50 Mitarbeitern droht Kündigung



  • Mitarbeiter sollen "beim AMS geparkt" werden.

Kein Rettungsschirm für die MitarbeiterInnen des Kammertheaters? (Im Bild: Ensemblemitglieder bei der Fotoprobe von "The King's Speech - Die Rede des Königs" im September) - APAweb / NEUBAUER

Kein Rettungsschirm für die MitarbeiterInnen des Kammertheaters? (Im Bild: Ensemblemitglieder bei der Fotoprobe von "The King's Speech - Die Rede des Königs" im September) APAweb / NEUBAUER

Wien. Im nächsten Jahr werden die Wiener Kammerspiele umgebaut. Das könnte auch für rund 50 Mitarbeiter des die Bühne betreibenden Theaters in der Josefstadt zumindest vorübergehend gravierende Konsequenzen haben. In einem offenen Brief wandten sich "die Mitarbeiter der Kammerspiele" an die Medien: Aufgrund des Umbaus solle es zu Kündigungen kommen. Damit sollen Personalkosten gespart und die Mitarbeiter "beim AMS geparkt" werden. "Wir sind angefressen", heißt es in dem Schreiben, "wie sollen wir unsere Mieten zahlen oder die Familien erhalten." Der Vorsitzende des Betriebsrats der technischen Mitarbeiter, Richard Weissborn, bestätigte die drohenden Kündigungen für den Zeitraum des Umbaus, der etwa von Anfang Mai bis Ende Oktober 2013 dauern soll: "Es hat bereits Gespräche mit dem AMS gegeben."

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Wiederanstellung garantiert
Besonders groß sei der Frust der Mitarbeiter, da während des Umbaus des Theaters in der Josefstadt sämtliche Mitarbeiter behalten wurden, so Weissborn. "Die Enttäuschung ist groß, dass das jetzt nicht so funktioniert. Der Brief kommt nicht unerwartet." Zwar sei den Mitarbeitern eine Wiederanstellungsgarantieversprochen worden, allerdings müssten sie sich für den Zeitraum des Umbaus als arbeitslos melden und so Gehaltseinbußen hinnehmen. Die Direktion habe sich gegenüber den Mitarbeitern mehr Zeit erbeten, um Lösungen zu finden, doch das liege bereits etwa ein Monat zurück.

"Sie können davon ausgehen, dass Direktor Herbert Föttinger für alle Mitarbeiter der Josefstadt kämpft und nach optimalen Lösungen für alle Beteiligten sucht. Dieser Vorgang ist noch nicht abgeschlossen und es ist verwunderlich, dass in einem anonymen Schreiben derartige Behauptungen veröffentlicht werden", heißt es in einer schriftlichen Stellungnahme der Sprecherin des Theaters.




Schlagwörter

Theater, Bühne, Kulturpolitik

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Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2013
Dokument erstellt am 2012-10-15 17:03:06
Letzte Änderung am 2012-10-15 18:12:58


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