• vom 25.04.2016, 16:50 Uhr

Kulturpolitik


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Rachinger bleibt




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  • ÖNB-Chefin behält ihren Posten, kaufmännischer Leiter wird Richard Starkel.

Richard Starkel, ab 1. Oktober kaufmännischer ÖNB-Chef

Richard Starkel, ab 1. Oktober kaufmännischer ÖNB-Chef© apa Richard Starkel, ab 1. Oktober kaufmännischer ÖNB-Chef© apa

Wien. (apa/irr) Seit 2001 ist Johanna Rachinger Generaldirektorin der Österreichischen Nationalbibliothek (ÖNB) - und daran wird sich auch bis zum Jahr 2022 nichts ändern. Die gebürtige Oberösterreicherin ist von Kulturminister Josef Ostermayer soeben um eine Amtszeit verlängert worden. Neu ist, dass die Institution eine Doppelspitze erhält: Richard Starkel fungiert ab 1. Oktober als kaufmännischer Leiter; der Posten soll laut Ostermayer "ein echtes Vier-Augen-Prinzip" sicherstellen, das der Minister demnächst auch im Belvedere installieren wird.

Starkel, 1969 in Wien geboren, studierte Handelswissenschaften und arbeitete zunächst bei der Aufzugsfirma Otis. Von 2001 bis 2009 wirkte er als kaufmännischer Geschäftsführer der Verlagsgruppe Ueberreuter. Nach einem Intermezzo bei der Raiffeisen Evolution Gruppe wechselte er 2012 als kaufmännischer Leiter in die Verlagsgruppe News, in der er 2014 zum Geschäftsführer aufstieg. Starkel ist für Josef Ostermayer "mit seiner extrem ruhigen, nachdenklichen Art die ideale Ergänzung für Johanna Rachinger".

Johanna Rachinger und Josef Ostermayer in der Österreichischen Nationalbibliothek.

Johanna Rachinger und Josef Ostermayer in der Österreichischen Nationalbibliothek.© apa/Schlager Johanna Rachinger und Josef Ostermayer in der Österreichischen Nationalbibliothek.© apa/Schlager

Der neu ausgeschriebene Posten stieß auf einiges Interesse: 19 Bewerbungen sind eingegangen, fünf davon aus dem Ausland. Dass sich für die wissenschaftliche Leitung nur fünf Personen beworben haben, hat für Ostermayer "wahrscheinlich mit der sehr hohen Reputation von Johanna Rachinger zu tun". Die Findungskommission unter der Leitung von Gottfried Toman (Finanzprokurator) soll Ostermayer jeweils einstimmige Empfehlungen ausgesprochen haben. Rachinger freute sich sichtlich über ihre Wiederbestellung und verwies auf das "sehr ambitionierte Programm, das sich schon an der ‚Vision 2025‘ orientieren wird". Als Vorhaben für die Zukunft nannte sie etwa die Ausweitung des digitalen Bestands und den Abschluss des Projekts mit Google. Digitale Inhalte müssten in Zukunft so angereichert werden, dass sie einen Mehrwert für Nutzer hätten. Auch der geplante Bücherspeicher ist für Rachinger "ein wichtiges Thema, für das wir uns weiter einsetzen werden".


Nicht zuletzt werden die Vorarbeiten für das geplante "Haus der Geschichte", das organisatorisch an die ÖNB gebunden sein soll, konkreter. 29 Millionen Euro soll die Errichtung zwischen 2017 und 2019 kosten, gab Ostermayer bekannt. In dieser Woche werde man auch die mittlerweile durchgeführte Vorstudie veröffentlichen. Deren Ergebnis sei "ziemlich ident mit dem, was die Steuerungsgruppe bereits ermittelt hat", erklärte der Minister. Nächste, unmittelbar bevorstehende Schritte seien die Besetzung des wissenschaftlichen Beirats sowie die Ausschreibung der Direktion.




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Dokument erstellt am 2016-04-25 16:53:09



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