• vom 20.12.2016, 18:30 Uhr

Kulturpolitik

Update: 20.12.2016, 20:37 Uhr

Operndirektor

Wiener Staatsoper: Bogdan Roščić ante portas?




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    Wien. (red) Am Mittwoch gibt Kulturminister Thomas Drozda um 10 Uhr Vormittag den Namen des künftigen Staatsoperndirektors für die Zeit von 2020 bis 2025 bekannt. Die Anzeichen verdichten sich, dass die Wahl dabei auf einen Überraschungskandidaten gefallen sein könnte - nämlich auf den Musikmanager Bogdan Roščić.

    1964 in Belgrad geboren, übersiedelte er mit seiner Familie in den 1970er Jahren nach Österreich. Roščić promovierte an der Universität Wien mit einer Arbeit über Theodor W. Adorno, verfasste später unter anderem für die Tageszeitung "Die Presse" Popmusik-Kritiken. 1993 wechselte er zu Radio Ö3 und wurde 1996 zum Chef des staatlichen Senders ernannt. Nach dem Millennium avancierte er zum Leiter von Universal Music Austria und war in dieser Rolle auch Teil der Jury der Casting-Show "Starmania". 2006 wurde Roščić in London Managing Director des Klassik-Labels Decca, 2009 stieg er bei Sony Classical in New York in den Rang eines "President" auf, der die E-Musik-Sparte des Konzerns ausbauen soll.

    Verlängerung für Dominique Meyer unwahrscheinlich

    Für die Leitung der Wiener Staatsoper haben sich insgesamt 18 Personen beworben; zu den Favoriten wurden in den Vorwochen unter anderem Elisabeth Sobotka, die Chefin der Bregenzer Festspiele, der Leiter der Bayerischen Staatsoper Nikolaus Bachler, der Intendant der Brüsseler Oper Peter de Caluwe sowie der deutsche Intendant Andreas Homoki gezählt.

    Dominique Meyer, der die Wiener Staatsoper seit dem Jahr 2010 leitet und sich derzeit in einer zweiten Amtszeit befinden, hat öffentlich erklärt, sich für eine weitere Periode ab dem Jahr 2020 beworben zu haben; eine Verlängerung seines Vertrags galt in den Vorwochen jedoch als zunehmend unwahrscheinlich.





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    Copyright © Wiener Zeitung Online 2017
    Dokument erstellt am 2016-12-20 18:33:03
    Letzte ─nderung am 2016-12-20 20:37:11



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