• vom 11.07.2017, 15:55 Uhr

Kulturpolitik

Update: 11.07.2017, 16:09 Uhr

Interview

Theaterblut und Wassergräben




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Von Verena Franke

  • Impulstanz-Intendant Karl Regensburger über Fördermittelvergabe, schwammige Performances und Jan Fabre.

Ein Jan-Fabre-Schwerpunkt zeigt die Uraufführung von "Belgian Rules/Belgium Rules". - © Wonge Bergmann

Ein Jan-Fabre-Schwerpunkt zeigt die Uraufführung von "Belgian Rules/Belgium Rules". © Wonge Bergmann

Der Impulstanz-Intendant Karl Regensburger.

Der Impulstanz-Intendant Karl Regensburger.© Impulstanz/Blaszczuk Der Impulstanz-Intendant Karl Regensburger.© Impulstanz/Blaszczuk

Wien. Von Ballett über Hiphop bis zu Kampfkünsten mit Feldenkrais-Technik. Oder doch lieber: Alles Walzer? Dazu noch ein Festival im Festival. Das Impulstanz-Festival startet am Donnerstag sein umfangreiches Programm - trotz teilweise missglückter Förderung, wie Intendant Karl Regensburger im Gespräch mit der "Wiener Zeitung" offenlegt.

"Wiener Zeitung":Dieses Jahr gibt es ein kleines Festival im Festival: Urbanative widmet sich dem Hiphop. Welche Beweggründe stecken dahinter, sich nun auf dieses Genre zu fokussieren?


Karl Regensburger:Wir bieten ohnehin schon seit zehn Jahren Hiphop-Kurse an und hatten sehr oft Diskussionen mit den Hiphop-Künstlern, die sich zwar im Unterricht wiedergefunden haben, aber nicht in der Performance-Schiene von Impulstanz. Das war teilweise sogar eine Streiterei. Wir haben uns immer wieder Performances angesehen, aber das waren keine Theateraufführungen. Es gibt ganz wenige Personen, die das übersetzen können, aber Storm (Niels "Storm" Robitzky, Anm.), der in dieser Szene so eine Art Papst ist, hat seit Jahren darauf gedrängt. Auch erhielten wir von der Stadt Wien die Einladung, uns bei Shift (Förderprogramm, Anm.) zu bewerben. Mir war das eigentlich ein wenig verdächtig, denn ich dachte, dass es eher für Neuinitiativen vorgesehen ist. Wir nahmen das als Anlass, das Urbanative-Festival auszuprobieren. Zuerst hatten wir überlegt, es in der F23 (die ehemalige Sargfabrik in Wien-Liesing, jetzt Konzerthalle, Anm.) zu veranstalten. Aber es ist sehr schwierig zu erreichen, und unsere Infrastruktur - wie etwa die Räder - hätte nicht funktioniert. Daraufhin haben wir ein spannendes Programm entwickelt, das uns 108.000 Euro gekostet hätte. Wir rechneten mit 50.000 Euro von Shift, das wurde uns vorab bestätigt. Die Antwort hat sich immer mehr verzögert und dann kam nichts. Von einem Missverständnis wurde gesprochen. Nur: Wir sind mit den Verträgen für Urbanative dagestanden und kamen teilweise aus diesen nicht mehr heraus, weil wir erst Anfang Mai erfuhren, dass das nichts wird. Dann beschlossen wir, dass wir es, wie vorab geplant, sicher nicht in der F23 veranstalten, denn diese Location erhielt von Shift 100.000 Euro für Marketing-Maßnahmen - wir bekamen nichts, sollten aber den Inhalt liefern. Absurd. Das war ein äußerst unerquickliches Beginnen.

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Dokument erstellt am 2017-07-11 16:00:09
Letzte nderung am 2017-07-11 16:09:18



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