• vom 15.09.2017, 20:28 Uhr

Kulturpolitik


Kunst

Auschwitz-Museum erwirbt 18 Gemälde von Holocaust-Überlebendem




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Von WZ Online, APA, AFP

  • Bilder zeigen Grauen der Gaskammern

Warschau. Das Museum im ehemaligen Nazi-Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau hat 18 Gemälde eines polnisch-französischen Holocaust-Überlebenden erworben. Die nach 1945 entstandenen Bilder des jüdischen Künstlers David Olere zeigen das Grauen der Gaskammern. Häufig ist Olre selbst zu sehen - mit der auf dem Arm tätowierten KZ-Nummer 106.144, wie die Kunsthistorikerin Agnieszka Sieradzka erklärte.

Der 1902 in Warschau geborene Olere studierte an der Kunstakademie in Warschau und gelangte über Berlin nach Paris, wo er Plakate für Filmstudios entwarf. Nach seiner Festnahme durch die französische Polizei 1943 kam er ins Sammellager Drancy nördlich von Paris und wurde nach Auschwitz deportiert.

Dort wurde Olere dem sogenannten Sonderkommando zugeteilt und musste die Leichen aus den Gaskammern und die Asche aus den Öfen entfernen. Olere sei der einzige Sonderkommando-Gefangene, der seine "traumatischen Erlebnisse auf Papier und Leinwand festhielt", betonte Museumsleiter Piotr Cywinski.

Mit der Neuerwerbung verfügt das Museum in der südpolnischen Stadt Oswiecim nun über die weltweit größte Sammlung des Malers, der 1985 im Alter von 83 Jahren in Frankreich starb. Oleres Enkel ist dem Museum bei der Vorbereitung einer für 2018 geplanten Ausstellung behilflich.

In dem 1940 von den Nazis erbauten Lager wurden 1,1 Millionen Menschen ermordet, darunter eine Million Juden. Geschätzt 232.000 Todesopfer waren Kinder.





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Dokument erstellt am 2017-09-15 18:28:41



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