Die Bilder Franz von Stucks, wie "Der Wächter des Paradieses", wirkten unmittelbar auf die Maler der Moderne. - © Museum Villa Stuck

Ausstellungskritik

Pan kam aus München

  • Das Belvedere zeigt "Sünde und Secession. Franz von Stuck und sein großer Einfluss auf Wien".

Nach der von Alexander Klee konzipierten Ausstellung "Sünde und Secession. Franz von Stuck in Wien" bleibt in Bezug auf den Münchner Malerfürsten um 1900 nur die Revision veralteter Ansichten, die in der Kunstgeschichte lange vorherrschten. Denn Franz von Stuck (1863-1928) wurde lange als schwüler Kitschmaler mit pornografischen Neigungen in die... weiter





Meisterwerk der Sammlung: Dürers "Bildnis eines 18-jährigen Jünglings", 1503. - © Aka-Kupferk.

Ausstellungskritik

Die verborgenen Papiere

  • Akademie, Kupferstichkabinett: Altbekanntes & Unerkanntes. Kunst der Zeichnung ab 1500.

Das Kupferstichkabinett der Akademie kann sich mit 100.000 Druckgrafiken, 40.000 Handzeichnungen und 20.000 Fotografien nicht nur mengenmäßig neben der Albertina als noch ältere Sammlung gut behaupten, seit 2005 ist der weltweit größte Bestand an gotischen Baurissen in die Weltdokumentenerbe-Liste der Unesco aufgenommen. Die seit 1... weiter




Poetisch wird Beton oft erst in der Fotografie: Thomas Demand hat in "Brennerautobahn" von 1994 ein dreidimensionales Papiermodell der Autobahn abgelichtet. - © VG Bild-Kunst, Bonn/Bildrecht GmbH, Wien

Ausstellung

Verwaiste Utopien

  • Die Kunsthalle Wien widmet sich der künstlerischen Auseinandersetzung mit Beton.

Er galt und gilt als der Stoff, aus dem die Träume sind. Zumindest als Baustoff. Das Bauen hat er jedenfalls nachhaltig revolutioniert. Er ist fest und dennoch höchst flexibel und es gelang mit Beton, die baulichen Lücken nach den Weltkriegen relativ schnell und vor allem kostengünstig zu schließen. Vielen galt und gilt er schlicht als der Baustoff... weiter




Liebeskummer? Martin Praskas "Dark Love". Sogar die Farbe weint mit. Falsche Tränen. Die sind bloß Illusionsmalerei. - © Martin Praska

Galerien

Kunst21

Die Bojen im See des Lebens (cai) Keine Angst, vor den Bildern von Alexander Steinwendtner muss man sich nicht übergeben. Man wird nicht seekrank, wenn man sie länger anschaut. Obwohl es sich um Seestücke handelt. Gewissermaßen. Das soll nicht heißen, diese Kunst würde fad dahinplätschern, aber das High-Tech-Material (Kevlar und Carbon) glitzert... weiter




Manfred Deix ist am Samstag nach langer, schwerer Krankheit im Alter von 67 Jahren verstorben. - © APAweb/APA, Herbert Pfarrhofer



"Parteibuch - Man kann nie früh genug Parteimitglied werden", entstanden 1984. - © Manfred Deix

Nachruf

Zur Kenntlichkeit entstellt12

  • Manfred Deix, Kenner der schwarzen Seele Österreichs, ist im Alter von 67 Jahren gestorben.

Die seelischen Abgründe seiner Mitbürger und der Gesellschaft waren seine Heimat. Unermüdlich machte er sich daran, sie bis in die letzten Winkel auszuleuchten, sie dann zu überhöhen, zuzuspitzen und bis knapp an die Grenze der Erträglichkeit zu verfremden. Angenehm waren seine Zeichnungen dem Betrachter nur selten... weiter




In der internationalen Architekturgeschichte stellen Ple niks spezifische Modernisierungen für die Prager Burg (im Bild) in den Jahren 1920 bis 1934 eine einzigartige Leistung dar. Die Prager Burg zählt heute zu den weltweit größten erhaltenen königlichen Burgensembles. - © vig

Ausstellung

Libussa und die Stierstiege

  • Architektur im Ringturm: Die Prager Burg und der Otto Wagner Schüler Josef Plečnik.

Nachdem Thronfolger Franz Ferdinand 1913 die Nachfolge Otto Wagners an der Wiener Akademie durch seinen Laibacher Schüler Josef Plečnik (1872-1957) nicht unterzeichnete, ging dieser als Professor an die Technische Hochschule seiner Heimatstadt zurück. Zuvor war er von 1911 bis 1921 in Prag, durch Vermittlung seines Studienkollegen Jan... weiter




Der große österreichische Zeichner und Karikaturist Manfred Deix ist am Samstag 67-jährig gestorben. Archivbild vom 9.2.2009. - © APAweb/APA, Herbert Pfarrhofer

Comics

Zeichner Manfred Deix gestorben18

  • Satirischer Porträtist der österreichischen Seele starb 67-jährig.

Wien. Seine Zeichnungen bestachen nicht nur optisch, sondern vor allem durch ihren tiefgehenden, gesellschaftskritischen Biss: Mit Manfred Deix verliert Österreich seinen wohl prominentesten politischen Zeichner. Der gebürtige St. Pöltner ist am vergangenen Samstag im Alter von 67 Jahren verstorben. Zeit seines Lebens sorgte er mit seinen Bildern... weiter




Keine Sorgen: Ivan Exner vor dem verhüllten Ringturm. - © Luisa Puiu

Ringturm

Ein sorgenfreier Sommer2

  • Ein Motiv des tschechischen Künstlers Ivan Exner verhüllt heuer den Wiener Ringturm.

Wien. Ein gewagtes Unterfangen. In einer Periode, wo die Europäische Union auseinanderzubrechen droht, eine Finanzkrise die andere jagt und Ausländerfeindlichkeit ob der Flüchtlingsproblematik fröhliche Urständ feiert, ein Kunstwerk im öffentlichen Raum mit "Sorgenfrei" zu titulieren, hat fast etwas Subversives und Provokantes... weiter




Ausstellung

Doktor der verirrten Zellen

  • Die Albertina zeigt unter dem Titel "I never look away" 60 Selbstporträts von Jim Dine.

Der 80-jährige Jim Dine will sich nicht zuordnen lassen, gesteht aber, dass er mit den Künstlern der Pop Art studierte, befreundet war und Happenings veranstaltete. Doch in der Methode sieht er sein lebenslanges Interesse nicht bei Dingen des Alltags oder deren beiläufiger Ästhetik, die Roy Liechtenstein oder Andy Warhol oder Claes Oldenburg gegen... weiter




Aus dem Scheitern des Konzepts entsteht das Werk von Marianne Flotron: "Work". - © Kunstraum Niederösterreich/Flotron

Ausstellungskritik

Krisen als Machtinstrument6

  • Der Kunstraum Niederösterreich versucht, die Krise zu bewältigen.

Krisen sind sehr treu. Sie sind beständig und verlassen einen nicht sofort, wenn eine Neue am Horizont erscheint. Sie machen aber auch Angst. Denn vermeintlich ausweglose Situationen bergen immer das Moment einer ungewollten Veränderung in sich. Veränderungen, die oft mit Verzicht einhergehen, und die es mit sich bringen... weiter




Brexicalypse Now? Nein. Die Demokratie steckt einfach in der Krise. Überall. "What Is Democracy?" von Oliver Ressler. - © Oliver Ressler

Galerien

Kunst20

Abstrakter Realismus (cai) In der Auslage: Plastiktritthocker, Papierkörbe, ein Keilrahmen, Farbe, Kabelbinder, eine Silikondichtung . . . Was für ein Laden ist das? Hm. Ein Baumarkt? Ja. - Oder eine Kunstgalerie. Jessica Stockholder bespielt eben nicht nur die Räume im zweiten Stock (und ihr Zugang zur Kunst wirkt tatsächlich, bei aller Präzision... weiter




Spuren im Schlamm: Alle Jahre wieder findet auf der Worthy Farm in Somerset im Südwesten Englands das Glastonbury-Musikfestival statt. Und die vielen Besucher ließen sich auch heuer nicht vom Matsch abhalten zu feiern. Link zum Video. - © APAweb/AFP, ANDY BUCHANAN

Fotoblog

Kulturbild der Woche117

Jede Woche neu: ein aktuelles Bild aus der Welt der Kunst und Kultur. Falls Sie diesbezüglich Vorschläge haben, schicken Sie uns doch eine Mail . weiter




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Malerei

Tamara Starl-Latour

- © Tamara Starl-Latour Bis 4. September zeigt das Wiener Belvedere eine Ausstellung vom Schaffen des Malers Max Kurzweil (1867–1916)... weiter




Performance

Manfred Grübl

- © Manfred Grübl Während der Dauer einer Ausstellungseröffnung positionieren sich acht uniform gekleidete Personen nach einem geschlossenen orthogonalen System im Raum... weiter




Bangkok Struggle

Peter Truschner

- © Peter Truschner "Der Weg ist das Ziel: eine Behauptung, die recht beliebt ist bei Menschen, die schon irgendwo angekommen sind, und die diesem Umstand zu viel (oder... weiter





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1971: Das italienische Schauspiel-Duo Terence Hill und Bud Spencer, wie es in Erinnerung bleibt - hier in der erfolgreichen Western-Komödie "Vier Fäuste für ein Halleluja". Spencer heißt mit bürgerlichem Namen Carlo Pedersoli.

Götz George verstarb am 19. Juni im Alter von 77 Jahren. "Die Marx Brothers im Theater" (Love Happy), 1948: In einer Nebenrolle macht Marilyn Monroe als verführerische Kundin dem Detektiv Groucho Marx schöne Augen. David Miller führte Regie. (http://www.youtube.com/watch?v=P7eUJZlYXh8 )

"Europa arbeitet in Deutschland" 

Titelbild einer NS-Propagandabroschüre zum Einsatz ausländischer Zwangsarbeiter in Deutschland, 1943.   Robert de Niro machte dem Filmfestival Cannes am Montag seine Aufwartung, als sein neuer Film, das Boxerdrama "Hands of Stone", präsentiert wurde.

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