• Artikel vom 09.02.2012, 01:04 Uhr

Kunst

Update: 09.02.2012, 01:13 Uhr
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Kürzlich wiederentdecktes Gemälde wechselte den Besitzer

6,8 Millionen Euro für Klimts "Seeufer"



"Seeufer mit Birken" wurde erst kürzlich entdeckt.

"Seeufer mit Birken" wurde erst kürzlich entdeckt.APAweb/Sotheby's "Seeufer mit Birken" wurde erst kürzlich entdeckt.APAweb/Sotheby's


Gustav Klimts erst kürzlich wiederentdecktes Gemälde "Seeufer mit Birken" (1901) hat am Mittwochabend in London für knapp 6,8 Millionen Euro den Besitzer gewechselt. Für das Bild, das auf sieben bis 9,5 Millionen Euro geschätzt worden war, waren bei Sotheby's Impressionist and Modern Art Evening Sale zunächst in der Versteigerung nur 3,8 Millionen Pfund (4,55 Mio. Euro) geboten worden, sodass kein Zuschlag erfolgte. Laut dem Auktionshaus wurde für das Werk jedoch noch vor Auktions-Schluss ein Privatverkauf von 5.641.250 Pfund (6.756.525 Euro) abgeschlossen.

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Erst im vergangenen Herbst hatte der Wiener Klimt-Experte und Belvedere-Vizedirektor Alfred Weidinger das 90 mal 90 Zentimeter große Gemälde nach Quellenrecherchen und Infrarotstudien zertifiziert. Denn nach seiner ersten Ausstellung in der Wiener Secession im Jahr 1902 geriet das Gemälde in Vergessenheit. Die Erben des niederländisches Sammlerehepaares Richard Koenigs und Klara Koenigs-Bunge, das Klimts "Seeufer" 1902 erwarb, hatten sich nun die Echtheit bestätigen lassen.

Ein Brief legt nahe, dass Klimt das Bild im Jahr 1901 bei einem seiner regelmäßigen Attersee-Aufenthalte mit der Familie Flöge malte. Ausgestellt wurde es offenbar nur ein einziges Mal: Aus dem Jahr 1902 fand Weidinger Belege, dass das "Seeufer" als Teil eines Triptychons in der Wiener Secession zu sehen war. Ein weiterer Teil war das "Porträt Marie Henneberg", das dritte Stück des Triptychons ist bis heute verschollen.

"Goldene Adele" unangefochten

Erst im November des Vorjahres hatte die Versteigerung eines Klimt-Gemäldes für Aufsehen auf dem Kunstmarkt gesorgt: "Litzlberg am Attersee", eine Rückgabe aus dem Museum der Moderne in Salzburg, wurde in New York für 40,4 Millionen Dollar (29,3 Millionen Euro) verkauft. Teuerstes Bildnis des österreichischen Malers ist allerdings nach wie vor die "Goldene Adele". Die 2006 aus dem Belvedere restituierte "Adele Bloch-Bauer I" ging für 135 Millionen Euro (106,7 Mio. Euro) an Ronald Lauder - damals das teuerste Kunstwerk der Welt.




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Klimt

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Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2012
Dokument erstellt am 2012-02-08 21:04:39
Letzte Änderung am 2012-02-09 01:13:30



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