• vom 08.05.2012, 14:51 Uhr

Kunst

Update: 08.05.2012, 17:05 Uhr
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Museum Leopold: Weniger ist größer


Von Brigitte Borchhardt-Birbaumer

  • Die fünfte Art Austria findet wieder statt

Maria Lassnigs "Competition I" (1999).

Maria Lassnigs "Competition I" (1999). Maria Lassnigs "Competition I" (1999).

Die drei unteren Stockwerke des Museums Leopold sind von 48 Ständen der Art Austria zum zweiten Mal besetzt worden, doch die Übernahme ist äußerst harmonisch. Gibt es doch die Heroen des Hauses, vor allem Gustav Klimt und Egon Schiele neben Oskar Kokoschka oder Alfred Kubin mit Arbeiten auf Papier, immer noch zahlreich zu erwerben. Weniger Aussteller und größere Stände bieten den Sammlern österreichischer Kunst zumeist bekannte Namen an. Von der Personale bis zu sechs Künstlerpositionen zeigen die meist seit der ersten Messe im Zelt vor dem Museumsquartier beteiligten Galerien und Kunsthandlungen. Ähnlich dem Vorjahr sind wieder mehr Skulpturen und heuer auch Möbel (durch Patrick Kovacs) dabei.

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Plastisch treffen alle Positionen der Nachkriegszeit von Fritz Wotruba bis Bruno Gironcoli zusammen; Dagmar Chobot zeigt besondere Bronzen von Heinz Leinfellner und Josef Pillhofer, Philipp Konzett ein Konvolut von Franz West und Kunsthandel Dr. Sternat setzt auf Edmund Reitter, bei Kovacek findet sich auch Roland Goeschl. Den Auftakt hinter den "auf Leidenschaft gebauten" (Tobias Natter) Schiele-Räumen des Museums, macht die Galerie bei der Albertina mit Joannis Avramidis, Max Weiler und Gunter Damisch und daneben Wienerroither & Kohlbacher mit Oskar Laske, Josef Floch und Kokoschka.

Variable Qualität an
Wiener Aktionisten

Neben den Matadoren von Wien um 1900 gibt es natürlich die Wiener Aktionisten in variabler Qualität quer durch die Messe - dabei auch einen neue Edition von Günter Brus bei Ursula Krinzinger; doch auch Weiler, Maria Lassnig, Josef Mikl oder Markus Prachensky sind mehrmals zu finden. Johannes Faber bereichert die Aktionsfotos und jene von Arnulf Rainer bei Ruberl um wichtige Positionen aus Wien und Prag: die Altösterreicher Heinrich Kühn, Rudolf Koppitz, Moriz Nähr, Josef Sudek und Anton Josef Trcka haben die Avantgarden abgelichtet.

Manfred Lang, Promotor der Art Austria, der einmal mehr mit Andrea Schnell und Anna Stangl auf seine Zeichnerinnen setzt, hat diesmal der Gegenwartskunst keine Schranken gesetzt - so finden sich junge Maler bei Horst Gerersdorfer, artdepot und in der Galerie Gans, Wolfgang Exner mixt Junge mit Peter Pongratz, Drago Prelog und Adolf Frohner. Ganz versteckt gibt es besondere Fotoarbeiten von Angelika Krinzinger, ein paar Zeichnungen von Elke Krystufek bei Hummel oder atmosphärische Bilder von Helmut Swoboda bei ZS art, sowie Gerhard Gepp und Anne Hausner bei Kalbinger zu entdecken.

Kunsthandel Andreas Wurzer gräbt verdienstvoll die immer noch wenig bekannten Künstlerinnen zwischen 1900 und 1950 aus: Es wäre wohl an der Zeit, dass Margarete Hamerschlag, Marianne Seeland und Norbertine Bresslern-Roth zu musealen Ehren kommen.

Ausstellung
Fünfte Art Austria
bis Sonntag im Museum Leopold




Schlagwörter

Art Austria, Kunst

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Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2013
Dokument erstellt am 2012-05-08 14:56:10
Letzte Änderung am 2012-05-08 17:05:54


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