• vom 08.10.2012, 20:20 Uhr

Kunst

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Täter sagt, er habe den Wert des Werks erhöhen wollen

Rothko-Bild in Tate Modern beschmiert: Kunst oder Vandalismus?



Ein Gemälde des Künstlers Mark Rothko mit Millionenwert ist in der Londoner Tate Modern mit Graffiti beschmiert worden. - APAweb/Lefteris Pitarakis/AP/dapd

Ein Gemälde des Künstlers Mark Rothko mit Millionenwert ist in der Londoner Tate Modern mit Graffiti beschmiert worden. APAweb/Lefteris Pitarakis/AP/dapd

London. Ein Gemälde des Künstlers Mark Rothko mit Millionenwert ist in der Londoner Tate Modern mit Graffiti beschmiert worden. Die Polizei suchte am Montag nach einem Mann Ende 20, der auf das Gemälde geschrieben haben soll, hieß es von Scotland Yard. Nachdem der schwarze Schriftzug in der unteren Ecke des Bildes am Sonntag entdeckt worden war, wurde das Museum für kurze Zeit geschlossen.

Ohne seinen Aufenthaltsort zu nennen, sprach der mutmaßliche Täter am Montag mit mehreren britischen Medien. Der Zeitung "The Times" erklärte der russischstämmige Künstler, er sehe seine Tat als Kunst an. Er habe den Wert des Gemäldes damit erhöhen und auf eine Bewegung namens "Yellowism" aufmerksam machen wollen, die er nicht näher erläuterte.

"Kein Vandale oder Zerstörer"
Er sei vorher durch das Museum gestreift und habe zunächst überlegt, Bilder von Pablo Picasso oder von Jackson Pollock mit der schwarzen Farbe zu beschreiben, die "besonders schwer zu entfernen" sei. Er wisse, dass ihm die Verhaftung drohe. Er wolle aber nicht "als Vandale oder Zerstörer behandelt werden".

Die Polizei erklärte am Montag zunächst nicht, ob der Mann bereits gefasst wurde. Augenzeugen berichteten, er sei seelenruhig auf das Gemälde zugegangen und habe mit schwarzer Farbe die Worte "Vladimir Umanets, A Potential Piece of Yellowism" auf die Leinwand geschrieben. Dann sei er schnell verschwunden.

Einen genauen Preis für das Bild "Black on Maroon", das zu der Serie "Seagram Murals" gehört und ursprünglich für das Four Seasons Restaurant im New Yorker Seagram Building geschaffen wurde, nannte die Tate Modern nicht. Die Werke des gebürtigen Russen Rothko (1903-1970), der zu den bedeutendsten und bekanntesten der Nachkriegszeit gehört, erbringen bei Auktionen aber häufig doppelstellige Millionenbeträge.




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Copyright © Wiener Zeitung Online 2013
Dokument erstellt am 2012-10-08 17:22:20
Letzte Änderung am 2012-10-08 17:23:43


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