• vom 22.05.2017, 16:50 Uhr

Kunst


Auszeichnung

Biopolitische Botschaft beim Prix Ars Electronica




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    Linz. Eine radikale bio-politische Arbeit, unverfälschte Noise-Musik aus Südostasien, eine interaktive Natursimulation und ein unsichtbares Bild, das zugleich sichtbar ist, sind die vier Gewinner des diesjährigen Prix Ars Electronica. Die Slowenin Maja Smrekar reüssierte in der Kategorie Hybrid Art. In der Werkreihe "K-9_topology" begann die Künstlerin in jahrelanger Arbeit, sich mit Hunden zu verbinden, erzeugt etwa einen Duftstoff aus ihrem Serotonin und jenem ihres Hundes. Am weitesten geht "ARTE_mis", in dem Smrekar eine ihrer Eizellen mit dem Sperma ihres Hundes künstlich befruchten ließ. "Ein hochspekulatives wissenschaftliches Projekt", kommentierte der künstlerische Leiter der Ars Electronica, Gerfried Stocker. Der politische Aspekt sei in dem Bereich anzusiedeln, in dem der neue US-Präsident mit sechs weiteren Männern ein Dokument unterzeichnet, das die Entscheidungsfreiheit der Frau über ihren Körper einschränkt.

    Unsichtbares Licht sichtbar
    Die Goldene Nica ging an "Everything" des Iren David OReilly. In dieser Natursimulation können die Spieler alles, was sie sehen, auch selber spielen - sie funktioniert aber auch als Video. In der Kategorie Digital Music and Sound Art gewann mit "Not Your World Music: Noise in South East Asia" ein Buch über Kunst, Politik, Identität, Gender und globalen Kapitalismus. Cedrik Permont und Dimitri della Faille interviewten dazu Musiker vor Ort.


    Bei den u19-Einreichungen überzeugte "nonvisual-art" von Lisa Buttinger. Mittels Polarisationsfilter wird unsichtbares Licht in sichtbare Farben zerlegt und zu einem Bild geformt. Dafür verwendete die Oberösterreicherin Zellophan-Folien und Kleber.

    Die Gewinner wurden aus 3677 Einreichungen aus 106 Ländern ausgewählt. Zu sehen sind die Arbeiten beim Festival, das im September stattfindet.




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    Dokument erstellt am 2017-05-22 16:54:03



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