• vom 12.09.2017, 17:03 Uhr

Kunst


Galerien

Kunst




  • Artikel
  • Lesenswert (18)
  • Drucken
  • Leserbrief





  • Galerien

Was weiß er? Viel über Architektur und Natur. SEOs "Wissender Raum". Acryl und Wissen auf Leinwand.

Was weiß er? Viel über Architektur und Natur. SEOs "Wissender Raum". Acryl und Wissen auf Leinwand.© SEO, Courtesy: Galerie Hilger Was weiß er? Viel über Architektur und Natur. SEOs "Wissender Raum". Acryl und Wissen auf Leinwand.© SEO, Courtesy: Galerie Hilger

Holz wird

nie arbeitslos


(cai) "Ich hab keinerlei Liebe zu dem Instrument. Es macht einen Krach, es ist nix Schönes." Wieso? Was spielt er denn? Offenbar nicht Harfe. Eh nicht. Kettensäge. Mit der massakriert er allerdings nicht die Musik. Was er tut, ist eher so etwas wie eine Materialprüfung.

Das Holz muss beim Armin Göhringer, übrigens kein Musiker, jedenfalls einiges aushalten. Und dauernd sein eigenes Gewicht tragen. Mit dürren Haxerln hochstemmen. Man wartet ohnedies nur darauf, dass es knackst und alles kollabiert. (Sekundenschlaf. Also Materialermüdung.) Der Titel der Ausstellung in der Galerie Hrobsky macht es ja schon einmal spannend: "Stammbaum_noch hält alles zusammen!" Noch. Denn da schneidet einer weg, was geht, und ist dabei nicht berechnend. ("Ich bin ein Gefühlsstatiker.") Okay, er mag kein Mathematiker sein, ist aber trotzdem ein Meister im Subtrahieren. Und mit der Säge sehr einfühlsam. Ein Baumflüsterer. Moment: Stammbaum? Der zeigt, wer mit wem und von wem? Ja. Eigentlich sind das nämlich Beziehungsgeschichten. Klobige Klötze, die auf zierlichen Stängeln balancieren, berühren sich schüchtern oder nicht. Werden zu schweren Schädeln. (Das prekäre Gleichgewicht der kopflastigen Welt.)

Was ein bissl grobschlächtig wirkt, ist in Wahrheit äußerst raffiniert. (An den Wänden: Schneidbrettln für Fortgeschrittene.) Und lebendig. Der Baum ist vielleicht tot, das Holz bewegt sich noch. "Sie kennen den Unterschied zwischen Holz und einem Beamten? Holz schafft immer." He, ich weiß sogar, was die beiden gemeinsam haben: Sie können nicht arbeitslos werden. Aber warum hackelt es schwarz, schwärzt er es? Ach, es soll halt nicht diese Möbeloptik haben. Damit das nicht bloß Kunstist, sondern auch so ausschaut.

Galerie Ulrike Hrobsky

(Grünangergasse 6)

Armin Göhringer

Bis 14. November

Mi. - Fr.: 13 - 18 Uhr

Sa.: 11 - 15 Uhr

Strandhaus in der

Wüste zu verkaufen

(cai) SEO? Das ist sicher ein Akronym. Ja. Die Kurzversion von "Search Engine Optimization". Auf Deutsch: Suchmaschinenoptimierung. Also Maßnahmen, mit denen Webseiten die begehrten vorderen Plätze im Suchmaschinenranking ergattern wollen. Aha, und über diesen brutalen Wettkampf im WWW macht der Ernst Hilger jetzt eine Ausstellung? Und offenbar eine kritische: "SEO - Realität ist eine Konstruktion." (Stimmt. Die Grenzen meines Googelns sind die Grenzen meiner Welt.)

weiterlesen auf Seite 2 von 2




Leserkommentare




Mit dem Absenden des Kommentars erkennen Sie unsere Online-Nutzungsbedingungen an.


captcha Absenden

* Pflichtfelder (E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht)


Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2017
Dokument erstellt am 2017-09-12 17:09:06



Bildende Kunst

Anna Jenner

Geboren 1948 in Frauenkirchen; Studium an der Hochschule für Angewandte Kunst; 1975-76 Stipendium für einen einjährigen Studienaufenthalt in... weiter




Fotografie

William Albert Allard

Geboren 1937 in Minneapolis, Minnesota; Studium an der Minneapolis School of Fine Arts und an der University of Minnesota; ab 1964 arbeitete Allard 50... weiter




Fotografie

Wolfgang Zurborn

Wolfgang Zurborn entführt uns mit den Bildern seiner Arbeit "Catch" in eine ganz eigenwillige, skurrile Welt, in der Szenen und Objekte des... weiter





Werbung



Beliebte Inhalte

Meistgelesen
  1. Bob Dylan kommt nach Österreich
  2. Kleine Stimme, große Kunst
  3. Bruckner als Kraftwalze
  4. Moonwalk in die Ewigkeit
  5. Poetisches Moll
Meistkommentiert
  1. Mit indignierter Distanz
  2. Johnny Hallyday tot


CHAMPIGNON, 1850, Sepia, Kohle, Fettstift, Gouache auf Papier, 47,4 x 60,8 cm, Maisons de Victor Hugo, Paris/Guernesey,

Edvard Munch beschäftigte sich in zahlreichen Werken mit dem Thema Melancholie, die er bevorzugt als einsame Person am Strand darstellte. Ein riesiges Medieninteresse begleitete den kurzen Auftritt des österreichischen Hollywood-Exports Christoph Waltz bei seinem Besuch der Viennale.

Viennale-Interimschef Franz Schwartz (links) mit dem Stargast der Eröffnung: Schauspieler John Carroll Lynch zeigte sein Regiedebüt "Lucky" als Eröffnungsfilm der Viennale. Durch den Abend begleitete der Moderator Stephen Colbert. "Was auch immer Sie für den Präsidenten empfinden, Sie können nicht leugnen, dass jede Sendung auf eine Weise von Donald Trump beeinflusst wurde", sagte er zur Eröffnung der Emmy-Verleihung und machte damit deutlich, dass der Rest des Abends ziemlich politisch zugehen werde. "Warum habt ihr Trump keinen Emmy gegeben?", fragte er das Publikum. "Wenn er einen gewonnen hätte, wäre er vielleicht nie in das Rennen um die Präsidentschaft gegangen." Trump war in der Vergangenheit mehrfach für seine TV-Show "Celebrity Apprentice" nominiert worden, hatte aber nie gewonnen und sich darüber häufig öffentlich beschwert.

Werbung



Werbung


Werbung