"Bicycle Wheel" von Marcel Duchamp. - © APAweb/AFP, NACKSTRAND

Kunst

Eine unbemerkte Künstlerfreundschaft5

  • Mit "Dali/Duchamp" zeigt die Royal Academy of Arts in London Werke sowie Korrespondenzen, Fotos und Filme der Beiden.

London. Die Freundschaft zwischen Salvador Dali (1904-1989) und Marcel Duchamp (1887-1968) ist Thema einer neuen Ausstellung der Royal Academy of Arts in London. Mit der Schau "Dali/Duchamp" nimmt die Royal Academy für sich in Anspruch, erstmals überhaupt die "häufig übersehene" Freundschaft zwischen zwei der größten Künstler des 20... weiter





Zeitgemäße Präsentation der Domschätze: Innenansicht des Dom Museum Wien. - © Hertha Hurnaus

Dom Museum Wien

Herzklappe und Serpentinen3

  • Das Dom Museum Wien eröffnet nach vier Jahren Umbauzeit mit drei Ausstellungen seine Pforten.

Mit einem Budget von vier Millionen Euro und in vierjähriger Bauzeit wurde das Dom- und Diözesanmuseum zum Dom Museum Wien. Seine Direktorin, Johanna Schwanberg, wurde 2013 ernannt, als der Umbau bereits im Gang war und man die letztlich zu teure, unterirdische Lösung bereits verworfen hatte. Umgebaut wurde also die ehemalige Probstwohnung... weiter




Neudefinition des Konstruktivismus: frühe Typoskripte Gerhard Rühms. Im Bild: "ohne titel", 1955. - © mumok

Ausstellungskritik

Meister nächtlicher Sprachbilder4

  • Das Kunstforum Wien widmet dem Universalkünstler Gerhard Rühm eine große Retrospektive.

Es ist lange bekannt, dass der als Musiker ausgebildete und als konkreter Poet mit der "Wiener Gruppe" berühmt gewordene Gerhard Rühm auch ein großes Spektrum in Bereichen der bildenden Kunst aufzuweisen hat. Das Museum moderner Kunst Stiftung Ludwig (mumok) widmete ihm 2010 eine kleine Schau und im Belvedere war er mit einem Korridor in die "Nacht... weiter




Es sind also doch vier: Michael Riedel addiert die Stühle aus Joseph Kosuths "One and Three Chairs". - © I. Ranzinger, Courtesy: Gabriele Senn Galerie

Galerien

Kunst17

"Kunst ist für mich ein Lebensmittel" (cai) Er ist ja ursprünglich nicht von hier. Stammt nicht aus . . . der Kunst. Kommt aus einer Metallwarenfabrik. Das Familienunternehmen, das in drei Jahren 100 wird, hat der Thomas Mark ("Ich halte fest: Ich bin kein Aussteiger, ich bin ein Umsteiger!") 25 Jahre lang geleitet... weiter




Installationsansicht: Ineke Hans. "Was ist Loos?" - © Jorit Aust

Vienna Design Week

Wenn die Kreditkarte zur Gabel wird3

  • Die Vienna Design Week setzt sich bis 8. Oktober mit schönen Dingen und sozialer Verantwortung auseinander.

Design an allen Ecken der Stadt. Nachdem das Team der Vienna Design Week rund um Lilli Hollein im vergangenen Jahr das erste Jubiläum mit Bravour gemeistert hat, hat man sich für die 11. Ausgabe die Ziele noch höher gesteckt und das Angebot entsprechend vergrößert. Das beginnt schon bei der Zentrale des Festivals... weiter




Ein Selbstporträt Raffaels (1506), des Ausnahmekünstlers der Hochrenaissance. - © Galleria degli Uffizi, Florenz

Ausstellungskritik

Der Meister des Raumes3

  • Die Albertina zeigt eine prunkvolle wie prominent bestückte Ausstellung über den Hochrenaissance-Meister Raffael.

Im 20. Jahrhundert hatte es Raffaelo Santi (1483-1520) schwer, außerhalb der Spezialistenwelt der Kunstgeschichte, die vor allem seine virtuosen Zeichnungen und für die Theorie so gut nutzbaren ausgewogenen Kompositionen schätzt, vom Publikum so geliebt zu werden, wie sein großer Nachruhm es eigentlich verlangte... weiter




Publikumspartizipation inklusive Schläfchen. - © Belvedere, J. Stoll

Ausstellungskritik

Auf zum fröhlichen Kleben!1

  • 21er Haus präsentiert: "Duett mit Künstler_in" - eine Partizipation als künstlerisches Prinzip.

Nun ist es so weit: Viele sprechen in Wien seit Jahren von der Ausstellung, die vom Publikum gemacht wird. Manche schimpfen es allerdings "Mitmachkunst" und finden es unangenehm, schon am Eingang von einem Mann in Anzug und Fliege angesprochen zu werden. Dieser Herr fragt als Teil des Kunstwerks von Pierre Huyghe nach dem Namen... weiter




Eine Box mit Worten begleitete Amira Hafani auf ihrer Reise durch das Ägypten nach dem Arabischen Frühling. - © hanafi

Politische Kunst

Worte mit Sprengkraft

  • Die Künstlerin Amira Hanafi bietet eine emotionale Auseinandersetzung mit dem Arabischen Frühling.

"Vor der Revolution war die Zukunft dunkel und alles war zerstört, aber dem Land ging es gut." "Die Elektrizität geht jetzt aus. Wenn ich protestiere, nehmen sie mir für 15 Jahre meine Zukunft. Das ist die Zukunft: eine schwarze Zukunft." Das sind zwei Beispiele aus dem "Dictionary of the Revolution", nachzulesen in der Rubrik "Zukunft"... weiter




Steht das für Frustrations-Aggressions-Theorie? Nein, für "fett". Veronika Merkleins "Fat Balloon". - © Veronika Merklein/Galerie M. Stock

Galerien

Kunst18

Worte, Orte (ein Kurzgedicht) (cai) Und wieder einmal dreht sich alles nur um das eine. Sex? Wieso "Sex"? Um die Sprache in der Gegenwartskunst natürlich. Das ist heuer beim Curated-by-Projekt das Thema. Eines für alle. Nämlich für 21 Galerien und 24 Kuratoren. "Image/reads/text." Die Kunst ist jedenfalls keine Analphabetin... weiter




Wenn die Kunst auf Politik und Gesellschaft reagiert: Mark Dion prangert in "The Tar Museum. Flamingo" (2006) die weltweite Sucht nach Erdöl an. Auf die Natur wird keine Rücksicht genommen, sie erscheint nur noch als Rohstofflieferantin. - © Georg Kargl Fine Arts/Mark Dion

Ausstellungskritik

Die Migration von Hitlers Eiche4

  • Die Ausstellung "Naturgeschichten - Spuren des Politischen" im Mumok.

Der Führer hat seine Loge vorzeitig verlassen. Er wollte auf keinem Fall dem amerikanischen Hochspringer Cornelius Cooper Johnson anlässlich seines Sieges die Hand zu schütteln. Johnson hatte bei der Olympiade 1936 in Berlin den Hochsprung mit Olympiarekord für sich entschieden. Johnsons Sieg ließ sich natürlich nicht mit dem Weltbild und der... weiter




Die Trainer zeigen der Gruppe, wie sie ihr Lächeln optimieren können - denn echte Gefühle schaden bei der Karriere. - © wienwoche/Daniel Jarosch

Wienwoche

Süßes Faulenzen gegen Arbeitswahn

  • Im Rahmen der "Wien Woche" wird im "Sanatorium Sonnenland" die Wellness- und Fitnesskultur in Zeiten des Kapitalismus persifliert.

Wien. "Die Kunst des Ausruhens ist ein wesentlicher Teil der Kunst des Arbeitens", lautet ein Bonmot. Gut möglich, dass es auch den Initiatoren der "Wien Woche" gefällt. Denn das künstlerisch-politische Festival, geleitet von Natasa Mackuljak und Ivana Marjanovic, steht dieses Jahr unter dem Motto "Leben jenseits kapitalistischer Produktion"... weiter




Anton Koligs Stillleben aus 1912 zeigt einmal mehr die Intensität seiner Farbwahl. - © Bildrecht

Ausstellungskritik

Pinselschwung im Farbfeuerwerk

  • Das Leopold Museum zeigt nach 50 Jahren die erste Personale des Malers Anton Kolig in Wien.

Wer heute die virtuose Handschrift und den besonderen Einsatz leuchtender Farbkontraste in Werken des frühen Expressionisten Anton Kolig (1886-1950) betrachtet, kann sich kaum noch vorstellen, dass diese als unvollendeter Wildwuchs von Kritikern wie dem Kunsthistoriker Josef Strzygowski angegriffen wurden: Dieser nahm die Vokabel "krank" und... weiter




Schlangenhautskulptur "Cuaima" von Lucía Pizzani (2016). - © Courtesy House of Egorn/Viennacontemporary

Viennacontemporary 2017

Und es brennt immer noch!5

  • Viennacontemporary - die österreichische Kunstmesse mit internationalem Anspruch geht in die sechste Runde.

Wien. Hoffentlich ist die Kunstmesse ausreichend feuerversichert. Eine Woche, bevor die sechste Ausgabe der viennacontemporary ihre Pforten geöffnet hat, kam es im Gebälk der Marx Halle zu einem beträchtlichen Brand. Mehr als 100 Feuerwehrleute waren stundenlang im Einsatz, um das Feuer in der Dachkonstruktion der Halle zu bekämpfen... weiter




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Fotografie

Käthe Hager von Strobele

Geboren 1981 in Bozen, Südtirol; 2001-2008 Diplomstudium der Philosophie, Universität Wien; 2001-2008 Studium der Fotografie (Meisterklasse Eva... weiter




Bildende Kunst

Anna Jenner

Geboren 1948 in Frauenkirchen; Studium an der Hochschule für Angewandte Kunst; 1975-76 Stipendium für einen einjährigen Studienaufenthalt in... weiter




Fotografie

William Albert Allard

Geboren 1937 in Minneapolis, Minnesota; Studium an der Minneapolis School of Fine Arts und an der University of Minnesota; ab 1964 arbeitete Allard 50... weiter





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CHAMPIGNON, 1850, Sepia, Kohle, Fettstift, Gouache auf Papier, 47,4 x 60,8 cm, Maisons de Victor Hugo, Paris/Guernesey,

Edvard Munch beschäftigte sich in zahlreichen Werken mit dem Thema Melancholie, die er bevorzugt als einsame Person am Strand darstellte. Ein riesiges Medieninteresse begleitete den kurzen Auftritt des österreichischen Hollywood-Exports Christoph Waltz bei seinem Besuch der Viennale.

Viennale-Interimschef Franz Schwartz (links) mit dem Stargast der Eröffnung: Schauspieler John Carroll Lynch zeigte sein Regiedebüt "Lucky" als Eröffnungsfilm der Viennale. Durch den Abend begleitete der Moderator Stephen Colbert. "Was auch immer Sie für den Präsidenten empfinden, Sie können nicht leugnen, dass jede Sendung auf eine Weise von Donald Trump beeinflusst wurde", sagte er zur Eröffnung der Emmy-Verleihung und machte damit deutlich, dass der Rest des Abends ziemlich politisch zugehen werde. "Warum habt ihr Trump keinen Emmy gegeben?", fragte er das Publikum. "Wenn er einen gewonnen hätte, wäre er vielleicht nie in das Rennen um die Präsidentschaft gegangen." Trump war in der Vergangenheit mehrfach für seine TV-Show "Celebrity Apprentice" nominiert worden, hatte aber nie gewonnen und sich darüber häufig öffentlich beschwert.

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