
"Ein Punkt, der zu Herzen geht. Und der vor allem kein Punkt ist. Ein hingetupfter schwarzer Falter. Nein, nicht hingetupft - aufgetaucht aus einem vielschichtigen Untergrund, aus dem er geschlüpft ist. Wie aus einer Puppe. Wer weiß, wie viele Falter sich noch unter dem gelbgrauen Farbgemisch verbergen und so lange mit den Flügeln schlagen, bis sie an die Luft kommen. Und die gar keine Falter sind. Punkte, die sich zu Strichen dehnen, ein wenig ausgefranst. Und die zugleich Blumen sind, schwarzblättrig, über Nacht aufgegangen. Noch feucht vom Aufbrechen der Kelchblätter. Und die keine Blumen sind. Einfach Pinselabdrücke, Farbe auf Farbe, zur Legendenbildung freigegeben. Und so stehe oder sitze ich vor diesem Bild - auch vor all den anderen Bildern von Andrea Bischof - und kann nicht verhindern, dass aus Pinselbewegungen Gestalten entstehen, denen ich alles hinzuerfinden muss, um sie als Gestalten wahrzunehmen. Aber die Pinselstriche verlangen das von mir. Und ich, ich kann gar nicht anders, als meiner Vorstellungskraft freien Lauf zu lassen." (Barbara Frischmuth)
Geboren 1963 in Schwaz/Tirol; 1981 bis 1987 Studium an der Hochschule "Mozarteum" in Salzburg (Malerei und textiles Gestalten); 1988 Übersiedlung nach Wien und Beginn von Ausstellungstätigkeiten; seit 1989 zahlreiche Einzelausstellungen und Ausstellungsbeteiligungen im In- und Ausland, u.a. in Österreich, der Schweiz, Rumänien und der USA; verschiedene Preise; 2009 gelingt zum ersten Mal die Verwirklichung der "Asphalt-Tattoos" im Rahmen des Musikfestivals der Klangspuren in Schwaz.
Lebt und arbeitet in Wien.

Kontakt: bischof.andrea@hotmail.com
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