Wien. Die noch vor kurzem marode Klimt-Villa in Wien-Hietzing wird am 30. September in neuem Glanz erstrahlen: Das Gebäude befindet sich seit vergangenem Juni in Sanierung. "Die Arbeiten sind in vollem Gange, genau nach Zeitplan", versicherte der stellvertretende Burghauptmann Markus Wimmer am Freitag. Bis zur Eröffnung im September sollen noch Feinarbeiten im Gebäude, in dem Gustav Klimt einst ein Atelier hatte, durchgeführt sowie der Garten gestaltet werden.
Künftig werde die Anlage in der Feldmühlgasse 11 der Öffentlichkeit als "Symbiose aus Gedenk- und Behindertentagesstätte" zur Verfügung stehen, so Wimmer. Allerdings wurde betont, dass das Gebäude nicht für den Massentourismus gedacht sei: "Es könnte eine Art Schmankerl sein für Touristen, aber nicht für Horden von Bussen", kündigte Elisabeth Rössel-Majdan, Leiterin des Kuratoriums für künstlerische und heilende Pädagogik und Nutzerin des Areals an. Vorstellbar sei etwa der Besuch im Rahmen eines "Kunstpfadweges" von Schönbrunn bis in die Klimt-Villa.
Kein Museum geplant
Ein Museum, so wurde heute betont, ist nicht geplant. Ein Teil der Räume seien jedoch so rekonstruiert worden, dass sie beinahe wieder im Originalzustand aus der Zeit Klimts zu sehen sind.
Bereits schon jetzt genutzt werden die in den Jahren 2008 bis 2009 sanierten Nebengebäude, nämlich als Behindertentagesstätte des Kuratoriums: "Wir malen viel mit unseren Jugendlichen und nutzen schon ein Stück des Gartens", bestätigte Rössel-Majdan. So werde auch die Beziehung zum Wiener Künstler vertieft.
Gedenkstätte und Veranstaltungsort
Die Klimt-Villa selbst soll als Gedenkstätte und als Raum für Veranstaltungen und Seminare fungieren: "Im Atelier denken wir zurzeit daran, auch Kunstkurse von renommierten Künstlern im Aktzeichnen anzubieten", kündigte Rössel-Majdan an. Auch sollen sich hier Möbelrekonstruktionen und Projektionen finden. Das Obergeschoß könnte für Zwecke einer Musikschule oder auch Seminare und kleine Veranstaltungen genutzt werden. Man befinde sich allerdings noch in der Planungsphase, wie betont wurde.
Bautechnisch wurde in den vergangenen Monaten das einst in den 1950er Jahren eingesetzte Walmdach durch ein Flachdach mit Balustraden ersetzt - so wie im Originalzustand. Auch die großen Atelierfenster an der ursprünglichen Baukante sind wiederhergestellt worden, hieß es. Bis Ende August sollen nun die Bauarbeiten abgeschlossen sein. Die Gesamtkosten der Sanierung, die von der Burghauptmannschaft als Vertreterin der Eigentümerin - der Republik - getragen werden, betrugen rund 2 Mio. Euro. Eröffnet wird die Klimt-Villa am 30. September, am "Tag des Denkmals".
Die Romantik lässt sich nicht auf eine Epoche oder einen Stil einengen, sie ist eher eine Gesinnung und mit ihrer dunklen Seite ist sie in der...weiter
Genzo Hattori, der die Firma Seiko groß gemacht hat, sammelte Meisterwerke der japanischen Malerei seit dem 12. Jahrhundert...weiter
"In einer Gesellschaft, die von einem Imperativ der Leistungen gekennzeichnet ist, einem Zwang zur Produktivität, zur Teilnahme an einer unter...weiter
Die erste Personale mit drei Variationen von großformatigen Holzschnitten, Farbdrucken und Collagen in der Albertina kommt spät für den "Neuen Wilden"...
weiter
Sein Pinsel empfängt HD (cai) Bei Sotheby’s in New York ist also der teuerste Richter der Welt versteigert worden...
weiter
Basel. Der Ärger vieler Galerien wird geringer. Seit die Art Basel ihren Expansionskurs abgeschlossen hat, heuer im Mai eröffnete die Messe ihre...
weiter