• vom 29.04.2005, 00:00 Uhr

Medien

Update: 29.04.2005, 17:32 Uhr
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In eigener Sache

Peter Bochskanl geht in Pension


Von Georg Friesenbichler

  • Abschied von der "Wiener Zeitung" nimmt am heutigen Tag nicht nur deren Chefredakteur, sondern auch ein guter Freund. Peter Bochskanl tritt nach fünf Jahren, in denen er die Geschicke des Tagblattes lenkte, mit Erreichen des Pensionsalters in den Ruhestand.

Unter seiner Ägide wurde die älteste noch existierende Tageszeitung der Welt in ihrem Erscheinungsbild und Inhalt maßgeblich umgestaltet und modernisiert, um zu einer Form zu gelangen, die mittlerweile auch Konkurrenzprodukte teilweise kopiert haben. Außerdem wurde die Redaktion personell aufgestockt und verjüngt, um so den Ansprüchen einer Qualitätszeitung besser gerecht zu werden und die neu gesetzten Schwerpunkte (Europa, Nachbarn, Kultur, Wien) umsetzen zu können.

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Peter Bochskanl studierte Chemie, Germanistik und Zeitungswissenschaften, ehe er seine journalistische Karriere 1961 als Redakteur in der "Österreichischen Neuen Tageszeitung" begann - das damals erweckte Interesse an Außenpolitik hat er bis heute nicht verloren. 1964 wechselte er in den Pressedienst der ÖVP und stieg dort zum Bundespressesprecher auf. 1980 wurde er Mitbegründer und Chefredakteur der von Jörg Mauthe herausgegebenen Zeitschrift "Wiener Journal" , nach Mauthes Tod übernahm er zusammen mit Erhard Busek die Herausgeberfunktion. Seit 1994 ist er Präsident des "Presseclub Concordia" und wurde von dieser traditionsreichen Schriftsteller- und Journalistenvereinigung vor kurzem mit der selten verliehenen Auszeichnung "Goldene Feder" geehrt. Im Jahr 2000 übernahm er die Leitung der "Wiener Zeitung" , deren Chefredakteur-Stellvertreter er seit 1992 war.

Hier sorgte er durch seine ruhige und ausgleichende Art für ein Redaktionsklima und einen Teamgeist, der den inhaltlichen Aufschwung der Zeitung erst ermöglichte. Gleichzeitig wurde er durch journalistische Sorgfalt, hohe ethische Ansprüche und sprachliche Genauigkeit zum Vorbild für die Kollegen.

Peter Bochskanl wird als Mann von vielfältigen Interessen das Wort "Ruhestand" wohl nicht allzu wörtlich nehmen und wir hoffen, dass sein ungebremster Tatendrang auch unserem Blatt in der einen oder anderen Form zugute kommen möge. In jedem Fall wünschen wir ihm für die Zukunft alles Gute.



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Copyright © Wiener Zeitung Online 2013
Dokument erstellt am 2005-04-29 00:00:00
Letzte Änderung am 2005-04-29 17:32:00


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