• vom 26.01.2012, 21:44 Uhr

Medien

Update: 26.01.2012, 21:44 Uhr
  • Artikel
  • Lesenswert (0)
  • Drucken
  • Leserbrief
  • Empfehlen/Teilen



Der Journalisten-Kollektivvertrag soll Print- und Online-Journalisten umfassen

Medienbranche kämpft ums Geld


Von Ina Weber

  • Journalisten, Drucker, Freie beim ORF - Konflikte um Kollektivverträge.

VÖZ-Verhandler Hermann Petz tritt für Qualitätsjournalismus ein. - © APA/GEORG HOCHMUTH

VÖZ-Verhandler Hermann Petz tritt für Qualitätsjournalismus ein. © APA/GEORG HOCHMUTH

Wien. Die Medienwelt unterliegt einem Wandel, dem sich niemand entziehen kann: wirtschaftlicher Druck, größer werdende Konkurrenz und schnelle technologische Entwicklungen. Sowohl Arbeitgeber als auch Arbeitnehmer kämpfen um optimale Arbeitsbedingungen. Auslagerungen, Zusammenschlüsse, prekäre Beschäftigungsverhältnisse, schlechte Bezahlung sind oft die Folge.

Werbung

Seit 2009 ringen Journalisten-Gewerkschaft (GPA-djp) und der Verband Österreichischer Zeitungen (VÖZ) um einen neuen Kollektivvertrag (KV). Bisher ohne Erfolge. Nach 22 Verhandlungsrunden heißt es zu den Gesprächen weiterhin, sie seien "konstruktiv". Ziel des VÖZ, der die Zeitungsherausgeber vertritt, sei es, einen "einheitlichen KV für Journalisten zu schaffen, unabhängig davon, ob diese im Print- oder im Online-Bereich arbeiten", sagt VÖZ-Verhandlungsführer und Vorstandsvorsitzender der Moser Holding, Hermann Petz, zur "Wiener Zeitung". Für die Gewerkschaft geht es vor allem darum, die sogenannten "falschen Freien", Pauschalisten und Online-Journalisten, in den KV zu bringen. Denn es mache nur wenig Sinn, einen KV zu haben, wenn dieser aber von den Unternehmen umgangen wird.

Schon bei der letzten kollektivvertraglichen Änderung im Jahr 1999 ging es um die Online-Journalisten: "Journalistische Mitarbeiter im Online-Dienst" wurden sie genannt, um eine klare Abgrenzung zu den Online-Technikern zu formulieren. Allerdings wurde dies seitens der Arbeitgeber kaum berücksichtigt. Journalisten, die im Online-Bereich einer Zeitung tätig sind, werden vielerorts auf Basis des Gewerbe- oder IT-KVs bezahlt, welcher günstigere Bedingungen für den Arbeitgeber bietet. Dass aber Redakteure im Online-Bereich lediglich Texte übernehmen und nicht selbst recherchieren, ist längst überholt.

Für beide Fronten ist klar, Print und Online wachsen immer mehr zusammen. Der Verhandlungsführer auf Gewerkschaftsseite Franz C. Bauer will "Online und Print unter einen Hut bringen". Es könne nicht sein, dass ein Printjournalist unter einem Journalisten-KV arbeitet und ein Onlinejournalist mit einem Gewerbe-KV, so Bauer zur "Wiener Zeitung". Die Online-Redakteure würden auch für die Printausgabe schreiben. Die Zeitungsherausgeber könnten in Zukunft den KV damit umgehen, dass sie nur noch Online-Journalisten mit dem "billigeren" Gewerbe-KV anstellen, die dann auch für die Printausgabe arbeiten, gibt er zu bedenken.




Leserkommentare




Mit dem Absenden des Kommentars erkennen Sie unsere Online-Nutzungsbedingungen an.


captcha Absenden

* Pflichtfelder (E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht)


Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2013
Dokument erstellt am 2012-01-26 16:29:06
Letzte Änderung am 2012-01-26 21:44:32


Beliebte Inhalte



Ein Plakat zeigt Mohammed Assaf, der Star der Talentshow "Arab Idol" in West Bank bei Ramallah. - Reuters / Mohamad Torokman
  • Sänger Assaf feiert Erfolge in gesamtarabischer Castingshow
  • weiter

Museumsdirektor und Piaristenkeller-Inhaber Kommerzialrat Erich Emberger (Mitte) mit Handkuss-Trainees auf der Handkuss-Bühne. - © Johann Werfring
  • Der Wiener Piaristenkeller ist ein Ort kulinarischer Freuden, zahlreicher musealer Überraschungen und allerlei geselliger Unternehmungen.
  • weiter

Das Duo Daft Punk findet sein Glück in der Disco-Ära: "Lose yourself to dance!" - David Black
  • Auf "Random Access Memories" regiert der Disco-Sound von seinerzeit.
  • weiter

Behält vorerst den Chefsessel: Pereira. - apa/Neumayr/MMV
  • Alexander Pereira bleibt Intendant der Festspiele - jedenfalls vorerst.
  • weiter

Schmissige Eröffnungstschinellen, wippende Publikumsköpfe, opulente Bilderflut: Der französische Opernhit schlechthin kehrte ins Haus am Ring zurück...weiter

Chaim Miller bereut die Morde der Gruppe nicht, jedoch, "dass wir nicht mehr gemacht haben". - 3sat
  • TV-Dokumentation zeichnet das Leben des 92-jährigen Chaim Miller nach.
  • weiter

Nachdem sich mehrere Zuschauer, von den drastischen Bühnenvorgängen geschockt, sogar in ärztliche Behandlung begeben hatten, ersuchte Meyer den Regisseur, seine Inszenierung zu modifizieren. Kosminski lehnte ab. - Foto: APAweb/Deutsche Oper am Rhein
  • Bühnenvereins-Präsident Zehelein kritisiert scharf die Düsseldorfer Oper.
  • weiter

Unvorstellbare Grausamkeit sollen Gottfried Helnweins Arbeiten oft erklären. - Julia Stix
  • Der Künstler über Mangel an Charisma, Kunst als Trophäe und ordinäres Wienerisch.
  • weiter

Das Duo Daft Punk findet sein Glück in der Disco-Ära: "Lose yourself to dance!" - David Black
  • Auf "Random Access Memories" regiert der Disco-Sound von seinerzeit.
  • weiter

Am 22. Mai jährt sich der Geburtstag von Richard Wagner zum 200. Mal. Hier die Büste von Arno Breker in der Nähe des Festspielhauses in Bayreuth. - Foto: epa/Daniel Karmann
  • Auseinandersetzung mit Themen wie Individualismus, Außenseitertum und Aufarbeitung von Geschichte.
  • weiter




Werbung



Quiz




Nach Sony (PlayStaion 4) und Nintendo (WiiU) hat nun auch Microsoft seine Vision der zukünftigen Spielkonsolenwelt vorgestellt. Kinect Group Program Manager Scott Evans demonstrierte bei der Präsentation der "Xbox One" gleich einmal den neuen Kinect-Sensor, der nun nicht mehr als Zubehör erhältlich sein wird, sondern fix im Lieferumfang enthalten sein wird.

Mailands "neubabylonischer" Hauptbahhnhof Frankreich: Amandine Bourgeois - "L'enfer et moi"

Der Teil einer Installation des pakistanischen Künstlers von Imran Qureshi im Metropolitan Museum in New York. Die letzten Stufen werden noch eingekleidet, und dann kanns los gehen:

Werbung